0:3 – Pinguine fehlt in Köln erneut der Killerinstinkt

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0:3 – Pinguine fehlt in Köln erneut der Killerinstinkt

Im Weihnachtsspiel bei den Kölner Haien unterlagen die Pinguine vor 13.510 Zuschauern in der Lanxess-Arena, darunter mehrere hundert zumeist per Sonderschiff angereiste Krefelder, mit 0:3 (0:1, 0:0, 0:2). Im Tor der Pinguine begann diesmal Dimitri Pätzold.

Die Pinguine begannen sehr aktiv und hatten gleich nach gut zwei Minuten die erste gute Chance nach Direktschuss durch Martin Lefebvre, doch dessen Versuch ging ans Außennetz. Auch weiter blieb es, wie in den vergangenen Spielen: Die Pinguine machten das Spiel, hatten weitere Chancen und ließen selbst nichts zu, doch die Scheibe wollte zunächst nicht in die Maschen. Zwei Powerplays brachten die Haie dann besser ins Spiel, die Pinguine aber standen in Unterzahl hervorragend und ließen keine einzige klare Einschussgelegenheit zu. Doch als die Gäste wieder komplett waren, setzte sich plötzlich Felix Schütz vor dem Tor durch und drückte das Hartgummi aus kurzer Distanz über die Linie. Es war ein Tor, das absolut aus dem Nichts kam. Die Pinguine wollten das sofort korrigieren und wurden beinahe klassisch ausgekontert, doch Dominik Tiffels traf freistehend nur den Pfosten.

Der zweite Durchgang sah dann weiter Krefelder, die stark in der eigenen Zone standen und in der 26. Minute die erste ganz große Chance hatten. Samson Mabod spielte no-look in die Mitte. Dort verpasste er Kirill Kabanov, der das leere Tor vor sich hatte, knapp. Doch Phillip Bruggisser nahm den Puck auf und passte perfekt zu Martin Schymainski, doch dessen Schuss aus aussichtsreicher Position wurde im letzten Moment abgeblockt. Das erste Powerplay für die Pinguine gab es dann wenig später in der 28. Minute. Doch gegen extrem aggressive Haie kamen die Gäste kaum in die Aufstellung und so kamen sie nur zu einem Schuss durch Bruggisser. Die hundertprozentige Chance zum Ausgleich hatte dann in der 32. Minute Greger Hansson. Nach tollem Doppelpass mit Lefebvre stand der Stürmer völlig frei vor dem weitgehend leeren Tor, traf die Scheibe aber nicht richtig und schoss so am Tor vorbei. Wenig später wurde es dann auf der anderen Seite ganz eng. Einen Schuss wehrte Pätzold ab und am Eck kam Jason Akeson an die Scheibe und hatte ebenfalls das leere Tor vor sich. Doch Garrett Noonan warf sich überragend in den Puck und blockte ihn auf der Linie. Es folgte eine Unterzahl, in der die Gäste gleich drei gute Konterchancen hatten. Die beste davon Philip Riefers per Alleingang, doch stark bedrängt traf er nur den Pfosten. So blieb es nach einem weiteren guten Auftritt, in dem aber einmal mehr die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte, bei 0:1 zur zweiten Pause.

Der letzte Abschnitt sah dann weiter Gäste, die auf den Ausgleich drängten und in der 42. Minute war die Scheibe tatsächlich im Tor. Samson Mahbod hatte im Nachschuss getroffen. Zuvor aber war Kabanov mit Gustaf Wesslau zusammengeprallt und so bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis und verwehrten dem Treffer so die Anerkennung. Wenig später wurde es dann auf der anderen Seite ganz haarig, aber Pätzold behielt bei gleich mehreren Chancen der Haie binnen weniger Sekunden mit Glück und Geschick die Oberhand. Insgesamt aber blieben die gelb gekleideten Gäste das bestimmende Team, doch auch Berglund und Schymainski scheiterten an Wesslau. Kurz darauf dann aber eine unglückliche Strafe für Krefeld, als Patrick Seifert die Scheibe bei einem versuchten Aufbaupass über die Bande sprang. So gab es die Strafzeit und Akeson nutzte das fünfte Powerplay der Haie zum vorentscheidenden 2:0. Eine mehr als diskutable Strafzeit gegen die Pinguine bremsten dann zunächst erneut den Schwung der Gäste. Diese überstanden auch diese Unterzahl und hatten danach gleich die Chance durch Pietta, doch erneut sprang der Puck nicht für Krefeld. Die große Anschlusschance gab es dann sieben Minuten vor Ende, als die Haie in Unterzahl die Scheibe über die Bande beförderten und so für 1:28 Minuten die Pinguine in doppelter Überzahl agierten. Die Situation aber blieb ungenutzt und so lief die Zeit langsam davon. In den letzten zwei Minuten versuchten die Pinguine noch einmal alles, nahmen Pätzold vom Eis und hatten weitere Chancen, doch irgendwann befreiten sich die Haie und kamen durch Ryan Jones zum 3:0-Endstand.

Damit unterlagen die defensiv hervorragenden Schwarz-Gelben, die die Haie bei 18 Torschüssen hielt und selbst 34 Mal auf Wesslau feuerten, auch im zweiten Derby des Wochenendes unglücklich und müssen nun am Mittwoch im Heimspiel gegen Augsburg unbedingt punkten, um den Anschluss an die Playoffplätze zu halten.

Tore:

1:0 16. Schütz (F. Tiffels, Madaisky)

2:0 47. Akeson (Ellis, Pfohl) PP

3:0 60. Jones (Akeson, Hanowski) ENG

Strafen:

Köln:12

Krefeld: 20

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