Wolfsburg stoppt Krefelder Auswärts-Punkteserie

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Nach zwei Spielen mit Punkteausbeute in fremden Stadien unterlagen die Krefeld Pinguine am Donnerstagabend mit 5:2 bei den Grizzlys aus Wolfsburg. Das junge Team um Clark Donatelli zeigte zwar eine gute Moral, erlaubten sich jedoch den ein oder anderen Fehler, die hart bestraft wurden.

Leider zeichnete sich früh ab, dass es ein schwerer Abend für die Pinguine sein sollte, waren es doch die Wolfsburger, die das Heft in die Hand nahmen und den erneut von Beginn an spielenden Nikita Quapp im Tor unter Druck setzten. Pekka Jormakka brach in der 8. Minute das Eis, als nach einem Bullygewinn Mathis Olimbs sein schneller Schuss auf die Stockhand, den jungen Torhüter überraschte.
Doch auch Krefeld erarbeitete sich gute Chancen, war aber in der Anfangsphase glücklos. Zu allem Überfluss bekam Chet Pickard im Grizzly-Tor auch noch Unterstützung vom besten Freund eines jeden Torwarts – Nikita Shatsky traf in der 9. Minute den Pfosten hinter dem 31-jährigen Kanadier.
Wolfsburg hingegen durchbrach eine Minute später erneut die Verteidigung der Krefelder und nutzte eine Unkonzentriertheit Quapps zum 2:0 aus. Der zweite Finne im Dienst der Autostädter, Matti Järvinen, sammelte den vermeidbaren Rebound nach Sebastian Furchners Schuss auf und brachte die Scheibe im Tor unter. Gefrustet von seinem Fehler zeigte Quapp jedoch in den Minuten nach dem Tor eine tolle Moral und machte mit einigen sicheren Paraden seinen Fehler wieder wett.

Trotzdem ging es mit einem zwei Tore Rückstand in die erste Drittelpause, aus der die Krefelder mit neuem Elan starten sollten. Auch die physische Komponente des Spiels sollte im zweiten Drittel von beiden Seiten etwas forciert werden. Einen Aufreger gab es in der 26. Minute als Grizzlys-Verteidiger Jeff Likens Jungspund Alexander Blank an der Bande hart und regelwidrig checkte – nicht das letzte Mal an diesem Abend. Doch das daraus resultierende Powerplay sollte, wie die meisten Überzahlsituationen, nicht besonders ertragreich sein.
Den nächsten Treffer erzielten daher erneut die Wolfsburger. Gerrit Fausers Schuss fand eine kleine Lücke zwischen Arm und Oberkörper, kullerte dem 18-jährigen Schlussmann von der Schiene und wurde dann von Fauser ins leere Tor gestochen, bevor Quapp die Scheibe mit seiner Fanghand sichern konnte.
Unbeeindruckt vom inzwischen deutlichen Rückstand spielten die Pinguine noch immer couragiert nach vorne und belohnten sich in der 39. Minute auch endlich für den Aufwand. Lucas Lessio, dessen Formkurve unter Clark Donatelli ebenfalls deutlich nach oben zeigt, spielte gleich zwei Bären-Verteidiger aus und legte den Puck mit der Rückhand an Pickard zum Anschlusstreffer vorbei. Lessio, dessen Tor gegen Köln in die MagentaSport Top 10 der Woche gerutscht ist, bewirbt sich also erneut mit einem spektakulären Treffer.
Krefeld blieb lange Zeit in Schlagdistanz. Zwei Tore sind im Eishockey bekanntlich schnell aufgeholt. Zwei Strafen jedoch auch schnell verursacht. Insbesondere bitter, wenn diese im gleichen Moment gegen denselben Spieler genommen werden. Die Youngster Niklas Postel und Tom-Eric Bappert versuchten mit vereinten Kräften Phil Hungerecker zu stoppen, stellten sich jedoch etwas unglücklich an und wurden von den Schiedsrichtern vergleichsweise hart bestraft. Die resultierende 5-gegen-3-Situation nutzten die Wolfsburger, um durch Max Görtz den alten 3-Tore-Vorsprung wiederherzustellen.
Donatelli und die Pinguine wollten sich jedoch noch immer nicht geschlagen geben und nahmen eine Auszeit, die in der Tat nochmal einen Ruck in der Mannschaft auslöste. Keine zwei Minuten später waren es Spencer Machacek und Alex Blanks persönlicher Groupie Jeff Likens, die die Wolfsburger ihrerseits in eine 5-gegen-3-Unterzahl brachten. Kurz nach dem Ablauf der ersten Strafe klickte das Überzahlspiel der Pinguine an diesem Abend doch noch einmal. Laurin Braun mit einem trockenen und verdeckten Schuss aus dem hohen Slot, seinem dritten Saisontor, und dem erneuten Anschlusstreffer.
Die erhoffte Aufholjagd blieb jedoch aus. Anthony Rech nutzte in der 58. Minute sogar noch die Gunst der Stunde und setzte den Schlusspunkt zu setzten und auf 5:2 zur erhöhen.

Strafen
WOB 10
KEV 8

Tore
1:0 8. Jormakka (Olimb)
2:0 11. Järvinen (Furchner, Button)
3:0 30. Fauser (Boucher)
3:1 39. Lessio (Mass)
4:1 48. (PP) Görtz (Järvinen, Machacek)
4:2 53. (PP) L. Braun (C. Braun)
5:2 58. Rech (Olimb, Jormakka)