Überragender Pätzold sichert Dreier in Ingolstadt

Überragender Pätzold sichert Dreier in Ingolstadt

Mit einem bärenstarken Dimiti Pätzold im Tor und einer in der Defensive und Unterzahl starken Leistung sicherten sich die Pinguine am Sonntag einen 4:1 (1:1, 0:0, 3:0)-Sieg in Ingolstadt. Damit rehabilitäterte sich das Team für die eher schwache Leistung im Heimspiel gegen Meister Mannheim. Stark ersatzgeschwächt waren die Schwarz-Gelben gen Süden gereist. Neben Torwart Jussi Rynnäs fehlten auch Grant Besse, Kai Hospelt, Travis Ewanyk, Philip Riefers oder Justin Hodgman. Dennoch zeigten die Schwarz-Gelben gestützt auf einen überragenden Pätzold im Tor einen starken und vor allem defensiv sehr reifen Auftritt. So verdienten sie sich den Erfolg im Süden der Republik und wahren die zumindest kleine Playoffchance.

Die Pinguine aber begannen trotz der eher schlechten Voraussetzungen gut und gestalteten das Spiel von Beginn an offen und in der neunten Minute sorgte ein schulmäßig vorgetragener Konter für die durchaus nicht unverdiente Führung. Über Phillip Bruggisser und Martin Schymainski kam der Puck zu Laurin Braun, der aus dem Slot abzog. Jochen Reimer im Panther-Tor parierte zwar zunächst, doch das Hartgummi sprang an den Schlittschuh von ERC-Verteidiger Maurie Edwards und trudelte von dort über die Linie. Wenig später gab es, durchaus diskutabel, allerdings das erste Überzahlspiel der Hausherren und das beste Powerplay der Liga ließ die Scheibe schnell laufen, bis schließlich Kris Foucault völlig freistand und per Direktabnahme mit einem Gewaltschuss unhaltbar ins kurze Eck zum Ausgleich einnetzte. Die Pinguine aber zeigten sich nicht geschockt und blieben aktiv. Mehrere gute Gelegenheiten, bei denen ein Zuckerpass von Jeremy Welsh, herausstach, den aber Vinny Saponari nicht zu veredeln vermochte, blieben ungenutzt. So blieb es nach 20 Minuten bei einem für die Hausherren eher schmeichelhaften 1:1.

Allerdings hatte es Augenblicke vor der Pause die zweite Strafe für Krefeld gegeben, so dass die Panther sich zu Beginn des zweiten Durchgangs auf frischem Eis erneut mit einem Mann mehr versuchen durften. Diesmal aber hielt das Unterzahlspiel sicher. Der Favorit aus Bayern war jetzt aber das aktivere Team und Dimitri Pätzold im Gästetor rückte zusehends in den Mittelpunkt. Die Abwehr der Pinguine aber hielt. Die ganz große Chance zur Führung hatte dann aber in der 31. Minute Niklas Postel, der völlig frei vor Reimer auftauchte, doch der ehemalige Nationalgoalie lenkte den Schuss des Youngsters knapp am Tor vorbei. Ein weiteres Unterzahlspiel überstanden die Gäste, ohne auch nur eine Schussgelegenheit herzugeben. Auch ein eigenes Überzahlspiel blieb kurz vor der Pause ungenutzt. Doch wieder gab es kurz vor Drittelende die Strafe für die Gäste. Die aber agierten erneut stark mit einem Spieler weniger und hatten sogar selbst die Chance durch Phillipp Kuhnekath. So blieb es auch nach 40 Minuten beim 1:1.

Die restliche Unterzahl blieb ebenfalls ungenutzt für die Panther und so schalteten die Gäste im weiteren Verlauf des Schlussdrittels wieder auf Offensive um, blieben aber ihrerseits ebenfalls ohne Torerfolg mit einem Spieler mehr. Dennoch, es gab einige gute Abschlüsse durch Daniel Pietta oder Braun. Die ganz große Chance hatte dann in der 50. Minute Saponari per Alleingang, scheiterte aber am Pfosten. Doch die Pinguine holten sich den Puck zurück, die Scheibe kam zu DEL-Topscorer Chad Costello und der traf mit einem perfekten Schuss genau ins Kreuzeck zum 2:1 für den Gast. Die Panther antworteten mit wütenden Angriffen und bekamen wenig später ein weiteres Überzahlspiel, doch immer wieder war beim überragenden Pätzold Endstation. In der 54. Minute dann die Vorentscheidung: Erst tauchte Ex-Pinguin Mike Collins frei vor Pätzold auf. Wieder blieb dieser Sieger, die Pinguine schalteten blitzschnell um, Costello und Saponari ließen die Scheibe schnell laufen und am Ende setzte der Amerikaner das Spielgerät zum 3:1 perfekt genau neben den Pfosten. Die Pinguine hatten vier Minuten vor Ende Glück, als der Pfosten Pätzold half und 3:10 Minuten vor dem Ende nahm ERC-Trainer Doug Shedden Reimer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch wie schon zuvor an diesem Nachmittag hielt das Unterzahlspiel. Costello brachte den Puck zu Saponari, der suchte Daniel Pietta und der legte vor dem leeren Tor nochmals Quer und der Deutsch-Amerikaner vollendete aus kurzer Distanz zur Entscheidung. Damit reisen die Pinguine mit drei Zählern zurück an den Niederrhein und empfangen nun am Freitag erneut die Panther.

Strafen:

Ingolstadt: 6

Krefeld: 10

Tore:

0:1 9. Braun (Schymainski, Bruggisser)

1:1 11. Foucault (Edwards, Olson) PP

1:2 50. Costello (Ankert)

1:3 54. Costello (Saponari)

1:4 58. Saponari (Pietta, Costello) ENG

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