Trotz 1:4: Pinguine verabschieden sich mit guter Leistung

Trotz 1:4: Pinguine verabschieden sich mit guter Leistung

4.615 Zuschauer kamen zum letzten Saisonspiel der Pinguine in die Yayla-Arena und das Team bedankte sich mit einer engagierten Leistung. Trotz der Niederlage gegen das Top-Team von Red Bull München gab es viel Jubel und Lob vom Trainer.
Die Partie begann denkbar unglücklich für die Pinguine, denn bereits nach 17 Sekunden eroberte Ex-Pinguin Mark Voakes die Scheibe hinter dem Krefelder Tor und passte auf Trevor Parkes, der aus kurzer Distanz zum 0:1 einnetzte. Die Gastgeber wirkten aber nicht geschockt, noch immer in der ersten Minute sprang die Scheibe von Vinny Saponaris Schlittschuh am leeren Tor vorbei. Der Deutsch-Amerikaner eroberte die Scheibe zurück und drückte das Spielgerät an Danny Aus den Birken vorbei. Doch Derek Roy schlug die Scheibe von der Linie. Eine Minute später scheiterte Philipp Kuhnekath per Alleingang. Krefeld machte weiter Druck, hatte aber in der siebten Minute ebenfalls Glück, als Jason Jaffray nur die Querlatte traf.
„Nach dem frühen Rückstand haben wir uns gut zurückgekämpft“, sagte Pierre Beaulieu. „Wir haben uns gute Chancen erspielt und gut verteidigt.“
Die Pinguine traten durchaus engagiert auf, doch der Tabellenführer agierte äußerst souverän und hatte in der 9. Minute erneut Pech, als Patrick Hager erneut die Latte traf. In der 10. dann die nächste Top-Chance der Gastgeber, doch Aus den Birken hielt stark gegen Niklas Postel, der aus kürzester Distanz zu Abschluss kam.
Zum zweiten Drittel kamen beide Mannschaften konzentriert aus der Kabine. Die erste gute Chance erspielten sich die Pinguine. Kuhnekath ging über die rechte Seite ins Drittel und legte an den langen Pfosten, da verpasste Trivellato nur knapp. In der 25. Minute gelang dann aber der Anschlusstreffer. Pietta kam aus zentraler Position zum Schuss, Braun hielt den Schläger rein und Aus den Birken hatte keine Abwehrchance.
Danach passierte vor den Toren von Östlund und Aus den Birken kaum Überlieferungswürdiges. Erfreulich aus Sicht der Pinguine, dass man das Spiel gegen den Tabellenführer so ausgeglichen gestalten konnte. Eigene Akzente konnte Krefeld jedoch auch nicht setzen. Im Gegenteil: eine Krefelder Überzahl hätten die Gäste beinahe zum dritten Treffer genutzt. Nach einem Konter über Hager und Boyle rettete Östlund mit einer weiteren starken Parade. Seine Verpflichtung darf man im Krefeld uneingeschränkt als Glücksgriff bezeichnen. Auch in der 36. Minute war er mit der Schulter zur Stelle, als Voakes es mit einem auf die kurze Ecke versuchte. In den Schlussminuten des zweiten Drittels erhöhte München das Tempo nochmal deutlich. Sekunden vor der Sirene klärte Östlund erneut stark gegen Ehliz – mit einem knappen 1:2 ging es in die letzte Drittelpause der Saison. „Unser Umschaltspiel hat teilweise sehr gut funktioniert, gegen eine Topmannschaft wie München freut mich das besonders“, so Pierre Beaulieu.
Auch der dritte Abschnitt begann mit viel Tempo: Krefeld und München ließen die Scheibe schnell laufen, spielten zügig nach vorne, hundertprozentige Torchancen gab es aber in dieser Phase nicht. Besonders sehenswert – leider jedoch ohne Erfolg – war der Bilderbuch-Konter von Braun und Hodgman. Braun zog vor das Münchener Tor und ließ den Puck für den nachrückenden Hodgman liegen – Aus den Birken parierte stark. Im Gegenzug hatten die Gäste ihre beste Szene des Drittels, Östlund klärte gegen Ehliz.
Zur Hälfte des Drittels legten beide Teams einen Zahn zu: erst verfehlte ein verdeckter Handgelenkschuss von Besse das Münchener Tor nur knapp, auf Krefelder Seite zeichnete sie wieder Östlund aus und wehrte den Schuss von Jaffray ab.
Acht Minuten vor Schluss kassierte Ewanyk eine Strafzeit, München machte hier viel Druck aufs Krefelder Tor. Der Abfälschversuch von Ehliz zischte nur knapp vorbei, auch Jaffray verfehlte nur um Haaresbreite. Vier Minuten vor Schluss gelang München dann in Überzahl das 1:3. Noonan saß auf der Strafbank, ein Handgelenkschuss von Seidenberg wurde von von Ehliz abgefälscht.
Die Pinguine setzten aber alles daran, nochmal zu verkürzen. Drei Minuten vor Schluss fehlte bei einem Konter das Abschlussglück bei Bruggisser. Pierre Beaulieu nahm Östlund für einen zusätzlichen Angreifer vom Eis. München nutzte das zum 1:4 Endstand, Kastner traf mit einem Schuss aus dem eigenen Drittel.
„Die Ergebnisse der letzten Wochen waren nicht immer gut, aber die Arbeitseinstellung der Mannschaft hat meistens gestimmt“, war Beaulieu zufrieden.
In der kommenden Woche stehen noch einige Veranstaltungen als Dankeschön für HelferInnen und Sponsoring-Partner an, auch Einzelgespräche mit Spielern will Pierre Beaulieu führen. „Ein paar Tage Erholung werde ich mir sicher gönnen, dann werde ich mit Matthias Roos über meine Zukunft sprechen. Die Arbeit in Krefeld macht Spaß, auch wegen unserer großartigen Fans, die uns auch in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben“, so Pierre Beaulieu.
Tore
0:1 1. Min. Trevor Parkes (Voakes) EQ
0:2 15. Min. Konrad Abelshauser (Daubner, Gogulla) EQ
1:2 25. Min. Laurin Braun (Besse, Pietta) EQ
1:3 56. Min. Yasin Ehliz (Seidenberg, Hager) PP1
1:4 60. Min. Maximilian Kastner (Daubner) EQ EN

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