Alle Vorbereitungen für die Spielzeit 2017/18 sind abgeschlossen, die Pinguine haben die Lizenz für die höchste deutsche Spielklasse im Eishockey ohne Auflagen erhalten und die Spieler, alt und neu, haben im Training alles gegeben, um perfekt auf die kommenden Vorbereitungs- und Punktspiele vorbereitet zu sein.

Die abgelaufene Spielzeit 2016/17 war leider nicht so erfolgreich, wie es sich alle Anhänger der Schwarz-Gelben gewünscht hätten. Obwohl die Playoffs verpasst und die Hauptrunde im Tabellenkeller beendet wurde, gab es aber trotzdem viele tolle Momente und unvergessliche Erlebnisse, die wir in guter Erinnerung behalten werden: Zum dritten und vorerst letzten Mal nahmen die Pinguine an der Champions Hockey League CHL teil; viele Fans kamen in die Rheinlandhalle, um gemeinsam das 80-jährige Bestehen des Krefelder Eissports zu feiern. Im letzten Saisonspiel gegen Wolfsburg wurde abschließend für die vergangene Spielzeit der langjährige Kapitän und Ausnahmespieler Herberts Vasiljevs feierlich in den sportlichen Ruhestand verabschiedet.

Statt in der Vergangenheit zu verweilen, wollen die Krefeld Pinguine nun optimistisch in die Zukunft blicken. Dazu wird ein starker Kern aus der Vorjahresmannschaft übernommen und gezielt so verstärkt, dass am Ende ein für das Krefelder Budget perfektes Gesamtteam im schwarz-gelben Trikot das Eis betreten kann. Dieser Ansatz, eine Symbiose aus Alt und Neu zu finden, zeigt sich schon am Trainergespann: Rick Adduono war viele Jahre Cheftrainer und will in einer neuen Saison an sportliche Höhepunkte der Vergangenheit anknüpfen. Marian Bazany hingegen ist als Co-Trainer erstmals in Krefeld tätig und hat schon im Sommertraining gezeigt, dass er die Mannschaft zu einer schlagkräftigen Truppe formen will.

Ein wichtiger Grundstein jeder Mannschaft ist der Torhüter. Patrick Klein trägt bereits seit 2014 das Trikot der Pinguine und hat schon oft gezeigt, dass er der Mannschaft ein guter Rückhalt sein kann. Als neuer Goalie wurde der Kanadier Andrew Engelage verpflichtet, der zuletzt in Schweden aktiv war und auf einem reichen Erfahrungsschatz aufbauen kann, der ihn zu einem Torwart macht, auf den sich alle anderen Spieler verlassen können. Seine Fanquoten sind beachtlich, auch Mathias Trettenes ist schon an ihm – natürlich auf der Gegenseite – verzweifelt. 

Auch bei den Verteidigern gibt es einige alte Bekannte: Mikko Vainonen, Nick St-Pierre, Maximilian Faber und Tom Schmitz werden weiterhin für die Pinguine auf dem Eis stehen. Die Defensivarbeit wurde dazu durch hochkarätige Neuzugänge verstärkt: Patrick Seifert wechselte vom Liga-Konkurrenten in Wolfsburg an den Niederrhein. Außerdem kehrt mit Joel Keussen ein Spieler nach Krefeld zurück, der bereits in der Jugend beim KEV81 ausgebildet wurde und in der Spielzeit 2008/ 2009 als 17-Jähriger bei den Pinguinen sein DEL-Debut gab. Der Franzose Antonin Manavian hingegen hat für sein Heimatland bereits 177 A-Länderspiele bestritten sowie 3 französische Meisterschaften gewonnen und will nun in Krefeld seine Erfahrung einbringen. Vom Derby-Gegner Düsseldorf wechselt der quirlige US-Amerikaner Kurt Davis in die Seidenstadt, um in Zukunft die Krefelder Zone zu verteidigen.

Für die Offensive der neuen Mannschaft konnte die gesamte erste Sturmreihe aus der Vorsaison gehalten werden: Daniel Pietta, Marcel Müller und Dragan Umicevic werden weiterhin für die Pinguine alles geben und wollen viele Tore zum Erfolg beisteuern. Auch Mike Mieszkowski, Kevin Orendorz, Martin Ness und Martin Schymainski werden wieder im schwarz-gelben Trikot spielen. Dieser harte Kern aus dem Vorjahr wird durch Neuzugänge mit viel Erfahrung und Siegeswillen verstärkt. Adrian Grygiel ist ein Held des Krefelder Eishockeyuniversums, er ist Teil des legendären Krefelder Meisterteams von 2003. Neben diesem Veteranen wollen auch Nikolas Linsenmaier und Diego Hofland in der DEL ihr Talent und ihre Fähigkeiten beweisen. Mit Philipp Kuhnekath ist ein weiterer Spieler aus der KEV-Jugend im Kader, der beim Stammverein den Sport erlernte und die letzten 4 Jahre in der DNL für Krefeld spielte. Die wichtigen Ausländerlizenzen wurden an Spieler vergeben, die schon in anderen Vereinen überzeugt haben: Tommy Kristiansen gewann bei den Stavanger Oilers vier Meisterschaften in Folge, ist mehrfacher Nationalspieler Norwegens, ebenso wie Mathias Trettenes, der mit seinen 23 Jahren sogar fünf Meisterschaften mit seinem Heimatverein Stavanger feiern konnte und schon jetzt zum Stammspieler der norwegischen Nationalmannschaft gehört. Der vorerst letzte Neuzugang des Kaders ist Kanadier Justin Feser. Der Stürmer war in den vergangenen vier Jahren Top-Scorer beim EHC Olten in der Schweiz.

Auf der Geschäftsstelle hat es in der Sommerpause ebenfalls kleinere Veränderungen gegeben, auch wenn das Team in der Zusammensetzung größtenteils gleich geblieben ist: Matthias Roos ist seit Anfang August neuer Geschäftsführer der Krefeld Pinguine. Bereits im November 2016 war er als Geschäftsstellenleiter an der Westparkstraße gestartet, übernahm im März den Posten  als Sportdirektor und hat somit bereits einen guten Überblick über die Vorgänge an der Westparkstraße, um hier durch einen engagierten Führungsstil den Verein voranzubringen.

Für die kommende Spielzeit kann es nur ein Ziel geben: Die Krefeld Pinguine wollen dem Krefelder Publikum endlich wieder Playoff-Eishockey präsentieren! Die Mannschaft und alle Beteiligten hinter den Kulissen werden alles dafür tun, dass die Saison nicht wieder mit dem letzten Spiel der Vorrunde beendet ist. Die Krefeld Pinguine freuen sich auf eine aufregende, emotionale und erfolgreiche Eishockeysaison 2017/18!