Starker Shilin und doppelter Lessio: Pinguine siegen in Schwenningen

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Die Krefeld Pinguine sind voll in der Saison angekommen! Mit einer starken Defensivleistung und einem kompakten Auftreten holte das Team einen absolut verdienten 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)-Erfolg in Schwenningen. Die Pinguine zeigten eine starke Partie vor allem in der Defensive und wurden nur durch eine doppelte Überzahl der Gastgeber bezwungen. Die Pinguine, die nach guten Auftritten in den vergangenen vier Spielen spürbar Selbstvertrauen aufgebaut hatten, gingen personell gestärkt in die Partie, denn das Lazarett lichtete sich um einen ganz wichtigen Spieler: Der von nicht wenigen als „Königstransfer“ gehandelte Alex Bergström gab nach drei Wochen Verletzungspause sein DEL-Debüt. Im Tor der Pinguine begann erneut der zuletzt starke Oleg Shilin im Tor. Ihm stand auf Seiten der Gastgeber in Joacim Eriksson einer der Topgoalies der Liga gegenüber.

Die Gastgeber legten mit viel Energie los und hatten zu Beginn einige gefährliche Abschlüsse, die aber entweder am Tor vorbei gingen, oder aber eine sichere Beute Shilins wurden. Die erste gute Gelegenheit der Pinguine gab es dann in der 4. Minute, als Niclas Lucenius einen Schuss von der blauen Linie gefährlich abfälschte, aber Eriksson im Tor der Schwaben reagierte stark. Insgesamt waren die Pinguine jetzt besser im Spiel und schalteten mit langen Pässen immer wieder schnell um. Immer strukturierter wurden die Angriffe der Gäste  um die Hälfte des ersten Durchganges. Ganz klare Chancen sprangen zwar nicht heraus, aber einige Schüsse durch den Verkehr wurden gefährlich für Schwenningens Torwart. Richtig gefährlich wurden die Pinguine dann in der 18. Minute: Jeremy Bracco ging ins Drittel, legte zurück auf Arturs Kulda, der sofort abzog. Eriksson musste prallen lassen und der Abpraller sprang genau auf den Schläger von Lucas Lessio, der aber schlecht zur Scheibe stand und so das leere Tor knapp verfehlte. Die erste Überzahl der Partie, die Pinguine durften sich versuchen, blieb ungenutzt und so ging es mit 0:0 in die erste Pause.

Die größte Chance der Partie bis dahin hatte dann nach 40 Sekunden im zweiten Durchgang Bracco, der allein durch war und den Puck an die Querlatte setzte. Die Gäste waren jetzt, anders als noch im ersten Durchgang, klar das bessere Team und hatten in der 24. gleich drei gefährliche Abschlüsse durch die vierte Reihe, die aber sämtlich nicht den Weg in die Maschen fanden. Zwei Minuten später dann die schnell Umschaltaktion und nach einem tollen Pass ging Alex Weiß ganz allein auf Eriksson zu, vermochte den Schweden aber nicht zu überwinden. Weiter ging es nur in eine Richtung, aber Lessio und Lucenius scheiterten, doch in der 29. dann fast der Schock: Schwenningen konterte und Tylor Spink traf nur das Gestänge hinter dem Tor. Die Pinguine aber blieben dran und in der 31. war es mal wieder die erste Reihe: Lucenius eroberte die Scheibe nach einer Chance zurück und legte auf Bracco, der warf das Hartgummi zum Tor, wo Lessio zur Stelle war und im zweiten Nachschuss zum 1:0 der Gäste erfolgreich war. Weiter blieben die Gäste auf dem Gaspedal und hatten in der 34. die nächste Topchance, einmal mehr durch die starke vierte Reihe. Justin Volek passte in den Slot und dort hatte Maciek Rutkowski eingeparkt und zog direkt ab, doch der junge Stürmer wurde stark behindert und so blieb der Schwede im SERC-Tor Sieger. Eine Minute später dann aber die nächste Topchance für die Hausherren, Shilin aber war gegen den gefährlichen Schuss von David Cerny auf dem Posten. Auch in der 38. war der 30 Jahre alte Deutsch-Russe mit einer tollen Fanghand-Parade zur Stelle. Und das veredelten seine Vorderleute eine Minute später: Die Pinguine setzten im Angriffsdrittel nach, eroberten eine verlorene Scheibe zurück. Bergström legte auf Kulda, der zog ab und Laurin Braun fälschte den Puck perfekt ab und der schlug am verdutzten Eriksson vorbei ein. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und entschieden, dass es sich nicht um einen hohen Stock gehandelt habe. So ging es mit 2:0 für die Pinguine in die zweite Pause.

Der Schlussdurchgang sah dann naturgemäß Wildwings, die aufmachten und versuchten, den Anschluss zu erzielen. Die Pinguine aber hielten mit guter, strukturierter Defensive dagegen und wenn er gefordert war, war der hervorragende Shilin stets sicher zu Stelle. Selbst setzten die Gäste nun auf schnelle Konter und kamen immer wieder zu guten Abschlüssen, die Eriksson aber sicher vereitelte. Glück hatten die Pinguine dann in der 46.: Ken-Andre Olimb kam zu einem Abpraller und schoss von hinter dem Tor Mirko Sacher an. Von dort sprang der Puck an den Pfosten und Sacher schlug ihn schließlich auf der Linie liegend weg. Die Pinguine aber blieben weiter gefährlich und in der 48. war es einmal mehr die Topformation: Bracco legte auf Maxi Gläßl an der blauen Linie. Der zog direkt ab und erneut stand Lessio richtig und fälschte unhaltbar zum 0:3 ab. Die Gastgeber waren jetzt spürbar angeknockt und in der 51. fast die Vorentscheidung, doch Robert Sabolic scheiterte per Alleingang an Eriksson. In der 53. Minute dann die Strafe gegen Krefeld. Lucenius musste wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge für vier Minuten in die Kühlbox. Damit durften sich die Wildwings erstmals an diesem Abend mit einem Mann mehr probieren. Die Pinguine arbeiteten hart und nach einer Minute war Shilin mit einem bärenstarken Fanghandsave durch den Verkehr gegen William Weber zur Stelle. Wenig später dann der Alleingang für Leon Niederberger. Der Stürmer scheiterte an Eriksson und nahm dann im Nachsetzen eine Strafe. So durfte Schwenningen zwei Minuten mit zwei Spielern mehr agieren. Die Pinguine kämpften hart und blockten viele Schüsse, doch mit noch 13 Sekunden auf der Uhr traf Travis Turnbull per Schlagschuss dann doch. Shilin war die Sicht vollständig verdeckt. Gut eine Minute vor dem Ende ging Eriksson vom Eis. Die Pinguine eroberten die Scheibe, doch Niederberger traf nur den Außenpfosten. Nur Sekunden später war es wieder der Stürmer, der sich aus dem eigenen Drittel versuchte, aber knapp verfehlte. Und wieder holten die Pinguine das Bully. Diesmal war es Sabolic, der das leere Tor von der Mittellinie verfehlte. Die Pinguine kämpften den Puck erneut aus dem Drittel und brachten so den 3:1-Sieg in Schwenningen über die Zeit!

Damit holt das Team den zweiten Sieg aus dem dritten Spiel unter der Leitung von Igor Zakharkin. Sieggaranten waren dabei ohne Frage Doppeltorschütze Lucas Lessio und Torwart Oleg Shilin, die aus einem starken Kollektiv herausragten. Weiter geht es am Sonntag um 14 Uhr in heimischer Halle gegen Red Bull München.

 

Strafen:

Schwenningen: 6

Krefeld: 10

 

Tore:

0:1 31. Lessio (Bracco, Lucenius)

0:2 39. Braun (Kulda, Bergstörm)

0:3 48. Lessio (Gläßl, Bracco)

1:3 57. Turnbull (Ramage, Spink) PP2