Starke Pinguine verlieren knapp in Wolfsburg

Starke Pinguine verlieren knapp in Wolfsburg

Die Pinguine sind haarscharf an einem Dreier in Wolfsburg vorbeigeschrammt. Bis kurz vor Schluss führten sie mit 2:1, mussten dann aber ein 2:3 (0:0, 2:0, 0:2, 0:0, 0:1) n.P. mit in die Heimat nehmen.

Im Vergleich zum defensiv so überragenden Auftritt nebst erstem Shut-out der Saison in Straubing konnte Coach Rick Adduono wieder auf Topscorer Marcel Müller zurückgreifen. Weiterhin fehlten aber die beiden Topstürmer Dragan Umicevic und Justin Feser, sowie der wichtige Mike Mieszkowski und der junge Tom Schmitz. Im Tor baute der Coach vor 2.509 Zuschauern in Wolfsburg natürlich wieder auf den zuletzt überragenden Andrew Engelage. Ihm gegenüber stand nicht ex-Pinguin Jerry Kuhn, sondern Nationaltorwart Felix Brückmann.

Die Partie begann gleich gut für die Pinguine, denn nach drei Minuten hatten sie ihre erste Überzahlchance. Zwei gute Gelegenheiten durch Markus Nordlund und Joel Keussen spielten sie sich heraus, brachten den Puck aber nicht über die Linie. In der Folge erspielten sich die Hausherren mehr und mehr ein Übergewicht und Engelage rückte immer mehr in den Blickpunkt. Die ganz große Chance zur Führung hatte dann in der 10. Minute Martin Schymainski, der nach einem Fehler von Ex-Pinguin Phil Riefers allein auf Brückmann zuging, diesen aber nicht überwinden konnte. Auch zwei weitere Überzahlspiele der Pinguine blieben ungenutzt. Doch auch die Gastgeber konnten ihr erstes Überzahlspiel nicht in Zählbares ummünzen und so ging es torlos in die Pause.

Auch im zweiten Abschnitt zeigten die Pinguine weiterhin eine überragende Defensivleistung. Mit viel Kampf und harter Arbeit, aber auch einem hervorragenden Andrew Engelage, überstanden sie zwei weitere Unterzahlspiele und zeigten, dass sie in dieser Disziplin die Probleme der ersten Partien überwunden haben. Zwar war Wolfsburg, auch aufgrund der Powerplays, das leicht feldüberlegene Team, doch ganz klare Chancen spielten sie kaum heraus. Bei den Pinguinen waren es immer wieder Konter, die auch Chancen brachten. Ganz gefährlich wurde es in der 34. Minute, als Fauser nach tollem Querpass aus kürzester Distanz zum Schuss kam. Doch Engelage war überragend zur Stelle. Und nur Sekunden später eroberte Müller die Scheibe, legte dann perfekt auf Daniel Pietta und der zog ab und traf genau ins kurze Eck zum 1:0 der Gäste. Jetzt waren die Pinguine endgültig im Spiel und nur wenig später arbeitete Tommy Kristiansen nach gewonnenem Bully stark vor dem Tor, brachte die Scheibe zu Mathias Trettenes und der erzielte nach dem Siegtor in Straubing sein zweites Saisontor (38.). Der Torschütze musste wenig später wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine doppelte Strafzeit hinnehmen, doch die Pinguine brachten die 2:0-Führung in die Pause.

Die restliche Unterzahl zu Beginn des Schlussabschnitts überstanden die Gäste sicher. Wolfsburg drängte nun natürlich mit Macht auf den Anschluss, doch die Pinguine hielten mit viel Arbeit dagegen, blockten immer wieder Schüsse und konnten sich auf den bärenstarken Engelage verlassen. Doch in der 48. Minute war es dann doch so weit. Im siebten Unterzahlspiel traf kurz vor Ablauf der Strafe Brent Aubin per Direktschuss zum 1:2. Jetzt war es ein wahrer Abnutzungskampf, in dem die Pinguine alles in die Waagschale warfen. Trotz der kanadischen Woche und der Reisestrapazen zeigte sich keine Müdigkeit bei den Schwarz-Gelben. Zwei Minuten vor dem Ende bekam Christoph Gawlik nochmals eine Strafe. Die Grizzlys nahmen ihren Torwart vom Eis und drängten auf auf den Ausgleich. Und der gelang. Die Pinguine konnten nicht klären und plötzlich stand Furchner frei und netzte zum 2:2 ein (59.). Mit der Schlusssirene scheiterte Kristiansen freistehend an Brückmann und so ging es in die Overtime.

Diese sah naturgemäß ein schnelles, offenes Spiel, in dem Augenblicke vor dem Ende Müller die ganze große Chance per Alleingang hatte. Er tanzte Brückmann aus, doch dann versprang der Puck – außerdem wurde er durch einen Verteidiger stark behindert, die Schiedsrichter entschieden aber auf kein Foul – und ging knapp am Tor vorbei. So mussten Penaltys die Entscheidung bringen. Für Krefeld traf Müller, Trettenes und Mikko Vainonen scheiterten. Wolfsburg glich durch Robby Bina aus, während Tyson Mulock und Mark Voakes scheiterten. So ging auch das Shoot-out in die Verlängerung. Aubin verwandelte sicher und Diego Hofland tanzte Brückmann wunderbar aus, verfehlte aber das Tor.

So mussten die Pinguine mit einer bitteren Niederlage die Heimreise antreten, nahmen aber einen verdienten Punkt mit. Am Freitag empfangen sie nun die Kölner Haie zum Derby.

Tore:

0:1 35. Pietta (Müller, Kuhnekath)

0:2 38. Trettenes (Kristiansen, Gawlik)

1:2 48. Aubin (Likens, Bina) PP

2:2 59. Furchner (Voakes, Dehner) 6 gg 4

Strafen:

Wolfsburg: 8

Krefeld: 16

Tags:
Spielbericht

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