Starke Pinguine holen Punkt in Düsseldorf

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Starke Pinguine holen Punkt in Düsseldorf

Im großen Derby gegen die DEG unterlagen die Pinguine am Freitagabend vor 9.874 Zuschauern nach tollem Kampf mit 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penalties. Die Schwarz-Gelben mussten dabei weiterhin auf viele Leistungsträger, unter anderem Mark Cundari, Justin Hodgman und Jussi Rynnäs verzichten. Der Ausfall des Finnen allerdings wog an diesem Abend nicht so schwer, denn, es sei vorweggenommen, sein Vertreter Dimitri Pätzold legte ein hervorragendes Spiel hin. Außerdem kehrte Laurin Braun zurück und rückte gleich in die Topreihe. Dafür bildete Grant Besse einen Block mit Jeremy Welsh und Vinny Saponari.

Gleich im ersten Wechsel wurde es gefährlich vor dem DEG-Tor, als Laurin Braun, der sich im Topblock gut machte, frei vor Matthias Niederberger im DEG-Tor auftauchte, diesen aber nicht zu überwinden vermochte. Und gleich im nächsten Wechsel verpassten Vinny Saponari und Jeremy Welsh jeweils knapp. Die Pinguine blieben zunächst am Drücker, doch etwa ab der fünften Minute befreiten sich die Gastgeber zusehends, kamen aber nur zu einem gefährlichen Schuss durch Alex Barta. Die erste Überzahl des Spiels bekamen die Pinguine in der 11. Minute, als Daniel Pietta nach einer tollen Kombination gelegt wurde. Gegen das bislang noch unbezwungene Heim-Penaltykilling der DEG war es diesmal der zweite Überzahlblock, der zuschlug. Grant Besse legte auf Kai Hospelt und der traf durch die Beine von Niederberger zur durchaus verdienten Führung. Etwas Glück hatten die Gäste dann in der 15. Minute, als Marco Nowak freistehend an Pätzold scheiterte. Beide Teams hatten jetzt Chancen, doch die Pinguine wirkten gefährlicher und aktiver, fanden aber stets ihren Meister im guten Niederberger. Die ganz große Chance zum 2:0 hatte dann gut eine Sekunde vor der Pause Garrett Noonan, der aber freistehend am DEG-Schlussmann scheiterte.

Der zweite Durchgang sah dann ein ausgeglichenes Spiel, in dem die DEG zwar etwas feldüberlegen war, die Pinguine aber im Konter insgesamt die besseren Chancen hatten. Doch beide Goalies zeigten überragende Leistungen und so fielen in einem eigentlich durchaus offensiv geführten und chancenreichen Spiel auf sehr gutem Niveau zunächst keine weiteren Tore. Die Pinguine allerdings hatten in der 37. Minute auch etwas Glück, als Luke Adam bei einem Break im zweiten Krefelder Powerplay nur den Pfosten traf. Wenig später hielt Pätzold stark gegen Barta. Doch auch Niederberger musste kurz vor der Pause noch einmal eingreifen, als er einen verdeckten Schuss von Vinny Saponari abwehrte. So blieb es nach 40 Minuten beim 1:0 für die Gäste.

Früh im Schlussabschnitt überstanden die Pinguine ihre zweite Unterzahl und hatten in der 46. Minute eine weitere Gelegenheit durch Travis Evanik. Doch in der 48. leisteten sich die Gäste einen Wechselfehler und so galt es, eine weitere Überzahl des – gemeinsam mit den Pinguinen – besten heim-Powerplays der Liga zu überstehen. Lange sah das Unterzahlspiel sehr gut aus, doch mit ablaufender Uhr rutschte ein Schuss aus dem Slot durch und Adam drückte den Puck final in die Maschen. Es war jetzt ein Spiel auf Messers Schneide, in dem die Pinguine zunächst ihrerseits ihre dritte Überzahl ungenutzt ließen. Im vierten DEG-Powerplay des Abends zeigte dann Pätzold drei überragende Saves und hielt sein Team weiter im Spiel. Kurz vor Schluss gab es dann noch ein Handgemenge, bei dem Maximilian Kammerer und Philip Riefers vom Eis geschickt wurde. Der Krefelder bekam zusätzlich eine zehn-Minuten-Strafe. So ging es nach einem intensiven und interessanten Spiel mit 1:1 nach 60 Minuten in die Verlängerung.

In dieser hatte nach wenigen Sekunden der Ex-Düsseldorfer Jeremy Welsh freistehend die Chance, doch Niederberger war einmal mehr zur Stelle. Wenig später setzte Pietta toll durch, verpasste aber ebenfalls. Die Gäste dominierten das Spiel mit 3 gegen 3 und waren die meiste Zeit in Scheibenbesitz. Das Tor aber wollte nicht fallen und so musste der Shootout die Entscheidung bringen.

Pätzold hielt zunächst gegen Reid Gardiner, Besse scheiterte an Niederberger. Jerome Flaake verwandelte sicher und setzte damit Saponari unter Druck, der aber ebenfalls das Hartgummi perfekt ins Kreuzeck setzte. Auch Chad Nehring verwandelte und Braun scheiterte am DEG-Goalie. Damit ging der Zusatzpunkt in die Landeshauptstadt.

Nach diesem intensiven und von beiden Seiten sehr guten Spiel können die Krefelder dennoch mit neuem Selbstvertrauen in das schwere Heimspiel gegen die Adler Mannheim am Sonntag um 16.30 Uhr gehen.

Strafen:

Düsseldorf: 10

Krefeld: 14+10 Riefers

Tore:

0:1 12. Hospelt (Besse) PP

1:1 50. Adam (Nehring, Olimb) PP

2:1 65. Nehring GWPS

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