Starke Defensive bringt Pinguine zum Sieg in Köln

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Im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien, dem zweiten binnen weniger Tage, gewannen die Pinguine am Sonntagabend mit 3:1 (1:0, 0:0, 2:1). Trainer Clark Donatelli setzte diesmal im Tor etwas überraschend auf den jungen Nikita Quapp. Ihm gegenüber stand Hannibal Weitzmann. Aufgrund eines positiven Corona-Tests hatten die Haie an diesem Abend keinen zweiten Torhüter auf dem Spielbericht. Die Pinguine mussten auf Topscorer Artur Tyanulin verzichten, der nach vielen Einsatzzeiten in den vergangenen Wochen eine Pause bekam. Für den jungen Luca Hauf rückte Patrick Klöpper ins Team.
Die Partie sah zunächst Haie, die das feldüberlegene Team waren und einige Schüsse hatten, ohne dabei aber die letzte Torgefahr zu entwickeln. Gefährlicher waren im Umschalten die Gäste aus der Seidenstadt, die zunächst eine Unterzahl sicher überstanden. In der vierten Minute kamen dann, gerade komplett, Niklas Postel und Martin Schymainski zum Zwei-auf-Eins-Break und am Ende zog Postel ab und nagelte das Hartgummi ans Torgestänge. Weiter blieben die Pinguine gefährlich und hatten in der neunten Minute die erste Überzahl. Die Scheibe lief gut durch die Reihen und Mirko Sacher zog von der blauen Linie ab und jagte das Spielgerät bereits zum zweiten Male an diesem Tage ans Aluminium. Die Pinguine waren jetzt oben auf, doch in der zwölften Minute plötzlich die ganz große Chance für die Haie. John Matsumoto ging allein auf Quapp zu, doch der junge Schlussmann hielt. Danach aber waren es wieder die Pinguine mit Gelegenheiten, doch Lucas Lessio (14.) und Brett Olson (15.) scheiterten jeweils freistehend aus kurzer Distanz. Dann, in der 16. Minute, die nächste Strafzeit für die Haie. Das Powerplay sah zunächst nicht erfolgreich aus, doch in der 18., Sekunden vor Ablauf der Strafe, erkämpfte Laurin Braun den Puck im gegnerischen Drittel. Er legte zurück auf seinen Bruder Constantin, der abzog und Ivan Petrakov war zur Stelle und fälschte die Scheibe unhaltbar zum 1:0 ab. Die Pinguine blieben konzentriert und brachten den knappen Vorsprung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf den Ausgleich und hatten gleich die Chance, doch erst wehrte Quapp gegen James Sheppard ab, dann blockte Tom-Erik Bappert einen Schuss von Kevin Gagné. Wenig später dann die nächste Überzahl der Haie, aber die Pinguine überstanden die Situation mit harter Arbeit unbeschadet. Glück hatten sie dann in der 27. Minute, als Jason Akeson freistehend über die Scheibe schlug. Die Pinguine konnten in dieser Phase keine Offensive entwickeln, sondern beschränkten sich rein auf das Verteidigen der sehr druckvollen Angriffe der Hausherren. Das aber gelang zunächst sehr gut. Nur selten musste Quapp tatsächlich eingreifen. In der 32. Minute dann plötzlich die Konterchance: Lessio bekam den langen Pass und zeigte einen wahnsinns-Antritt, wackelte Weitzmann aus und wollte mir der Rückhand einschieben, doch der Kölner Schlussmann war mit einem überragenden Fanghandsave doch noch zur Stelle. In der Folge gestalteten die Pinguine das Spiel wieder ausgeglichener und brachten das 1:0 auch in die zweite Pause.
Der Schlussabschnitt sah dann weiter ein unverändertes Bild: Die Haie machten das Spiel, die Pinguine konterten. Und wie! In der 43. Minute plötzlich der Pass auf Petrakov und der Torschütze zum 1:0 zog aus spitzem Winkel ab, doch wieder war Weitzmann stark zur Stelle. Wenige Augenblicke später parierte der Schlussmann dann auch gegen C. Braun. Insgesamt ließ sich zu diesem Zeitpunkt feststellen, dass die Haie zwar die deutliche Mehrzahl der Schüsse aufzuweisen hatten, die Pinguine aber mit Abstand die besseren Gelegenheiten auf ihrer Seite verbuchten. So auch in der 47. Minute: Wieder war es dieselbe Kombination wie im zweiten Durchgang: L. Braun schickte Lessio, der ging allein auf Weitzmann zu, doch erneut blieb der Kölner Sieger. Im Gegenzug setzte Matsumoto den Puck an den Pfosten. In der Folge aber blieben die Pinguine extrem präsent und hielten die Haie aus ihrem eigenen Drittel fern. Und das zeigte in der 55. Minute Erfolge. Lessio kam von der Bank, wurde zum dritten Mal von L. Braun perfekt bedient und ging zum dritten Mal allein auf Weitzmann zu. Erneut täuschte er die Rückhand an, ging diesmal aber auf Vorhand und setzte das Hartgummi so ganz souverän in die Ecke zum 2:0. Wenig später dann die Strafzeit gegen die Pinguine und viereinhalb Minuten vor dem Ende ging Weitzmann ebenfalls vom Eis, so dass sich vier Pinguine sechs Kölnern gegenüber sahen. Bis auf einen Schuss von Akeson, der eine sichere Beute von Quapp wurde, überstanden die Pinguine die kritische Situation, doch kaum waren sie wieder komplett, da bediente erneut Akeson Frederik Tiffels und der traf durch die Beine von Quapp zum 2:1. Weiter drückten die Haie und hielten Weitzmann auf der Bank. Nikita Shatsky hatte zunächst die Chance aufs leere Tor, verfehlte aber. Eine Minute vor dem Ende erkämpften die Pinguine im Kölner Drittel die Scheibe. Lessio verfehlte zwar das Tor, aber L. Braun wurde im Nachsetzen gefoult und so gab es die Strafe für Köln. Die Haie brachten den Puck raus und nahmen Weitzmann erneut vom Eis, doch 9,5 Sekunden vor dem Ende eroberten die Pinguine den Puck, dieser kam zu Alex Blank und der traf zum entscheidenden 3:1 ins leere Tor.
Damit feierte das Team von Clark Donatelli den dritten Auswärtssieg in dieser Saison und zeigte mit nur einem Gegentor eine starke Defensivleistung. Schade für den starken Nikita Quapp, dass sein Shutout kurz vor dem Ende verhindert wurde. Dennoch, aus den beiden Spielen in Köln holten die Pinguine verdiente vier Punkte, die auch gut hätten sechs sein können, doch am Mittwoch hatte ein spätes Gegentor den Dreier verhindert. Den Matchpuck jedenfalls sicherte sich Sergej Belov für den 18 Jahre jungen Nikita Quapp, der seinen ersten DEL-Sieg feierte. Weiter geht es nun am Donnerstag in Wolfsburg.

Strafen:
Köln: 6
Krefeld: 6

Tore:
0:1 18. Petrakov (C. Braun, L. Braun) PP
0:2 55. Lessio (L. Braun)
1:2 58. F. Tiffels (Akeson, Sheppard)
1:3 60. Blank (Lessio, Olson) ENG