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Im Donnerstagsspiel bei den Kölner Haien siegten die Krefeld Pinguine mit 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Die Gäste wollten den Schwung aus dem souverän gewonnen Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings mitnehmen und mit einem weiteren Erfolg nachlegen, um wieder an die Playoffränge – unter anderem auch die Gastgeber – heran zu rücken. Vor 8.634 Zuschauern in der Domstadt mussten die Schwarz-Gelben erneut viele wichtige Spieler ersetzen. Beispielsweise Christoph Gawlik, Mikko Vainonen oder Alex Trivellato waren nicht einsatzfähig. Im Tor der Krefelder begann erneut der erfahrene Dimitri Pätzold. Ihm gegenüber stand der wiedergenesene schwedische Topgoalie Gustaf Wesslau.

Wie schon im vorhergehenden Auswärtsspiel in Bremerhaven begann das Spiel denkbar undankbar für die Gäste, denn bereits nach 34 Sekunden brachte Shwan Lalonde einen Schlenzer auf das Tor, den Nico Krämmer unmittelbar vor Pätzold unhaltbar abfälschte, und die Scheibe schlug unhaltbar im Eck ein. Die Pinguine aber wirkten nicht geschockt und gestalteten das Spiel in der Folge ausgeglichen und hatten in der 5. Minute durch eine Doppelchance von Dragan Umicevic die Gelegenheit zum Ausgleich. Mitte des Auftaktdrittels dann der nächste Schock für die Pinguine, denn Daniel Pietta verließ das Eis und ging in die Kabine. Trotzdem blieb die Partie ausgeglichen, obwohl beide Seiten wenige Torgelegenheiten hatten. In der 15. dann aber zunächst die Schusschance der Haie und im Gegenzahl ein 2-auf-1 der Pinguine, doch Kapitän Adi Grygiel scheiterte per Schlagschuss an Wesslau. Eine erste Überzahl kurz vor Drittelende brachte keine Torgefahr, aber doch weitere Sicherheit, so dass die Gäste Druck machten. Tore aber fielen nicht mehr und so ging es mit 1:0 in die Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnittes ließ die erste Reihe die Scheibe wunderbar laufen und erst hatte Patrick Seifert Pech, als ein abgefälschter Schuss knapp über das Tor ging und Augenblicke später wurde Daniel Pietta, der im zweiten Abschnitt zurück kam, im letzten Moment abgeblockt. Danach allerdings standen beide Teams sehr stabil in der eigenen Zone, überstanden jeweils ein Unterzahlspiel unbeschadet und so blieben nennenswerte Gelegenheiten aus. Doch fast genau zwei Minuten vor der Pause gewannen die Pinguine ein Bully in der Angriffszone und über Pietta und Marcel Müller kam der Puck zu Dragan Umicevic und der verwandelte genau in den Winkel zum Ausgleich. Es folgte ein Überzahlspiel, das aber zunächst ungenutzt blieb und so ging es mit 1:1 und 20 Sekunden Restüberzahl in die Pause.

Diese blieb, ebenso wie ein folgendes weiteres Powerplay, ungenutzt. Danach wurden die Hausherren etwas offensiver und bekamen nun ebenfalls die Powerplaychance und als die Pinguine die Scheibe nicht klären konnten zog Lalonde ab und das Hartgummi rutschte Pätzold gerade so durch die Schoner und über die Torlinie. Sekunden später kam Alexandre Bolduc frei an die Scheibe und musste nur einschießen, doch Pätzold war mit einer unfassbaren Parade zur Stelle. Die Pinguine waren jetzt gefordert und kämpften zwar, konnten sich aber gegen die sehr stabile Kölner Deckung fast nie wirklich in Szene setzen. Die große Chance hatte, in der 58. Minute Justin Feser, der aber frei vor dem Tor knapp verzog. Knapp zwei Minuten vor dem Ende ging Pätzold vom Eis und die Pinguine machten nochmal mächtig Druck. Und mit 41,2 Sekunden auf der Uhr spielte Umicevic Markus Nordlund frei und der packte den Hammer aus und nagelte das Hartgummi in die Maschen. Mit der Schlusssirene war die Scheibe dann plötzlich wieder im Pinguine-Tor, weil Mulock sie hineingestochert hatte, doch die Schiedsrichter entschieden mit Hilfe des Videobeweises, dass die Zeit bereits abgelaufen war. So ging es in die Overtime.

Auch im 3 gegen 3 gab es auf beiden Seiten wenig klare Chancen, doch mit 30 Sekunden auf der Uhr fuhr Greger Hansson einen tollen Check und machte so die Scheibe für Müller frei, der aber per Alleingang an Wesslau scheiterte. So ging es ins Penaltyschießen.

Für Köln scheiterte William Thomas, für Krefeld verwandelte Feser. Christian Ehrhoff verschoss den zweiten Kölner Penalty und so konnte Müller das Spiel entscheiden und setzte den Puck hoch in den Winkel zum Sieg der Gäste. Damit holten die Pinguine erstmals in dieser Saison zwei Siege in Folge und gehen nun selbstbewusst in das Heimspiel gegen Bremerhaven am Sonntag.

Tore:

1:0 1. Krämmer (Lalonde)

1:1 39. Umicevic (Müller, Pietta)

2:1 48. Lalonde (Eriksson, Gogulla) PP

2:2 60. Nordlund (Umicevic, St. Pierre) 6-5

2:3 65. Feser GWPS

Strafen:

Köln: 8

Krefeld: 4