Schwache Pinguine unterliegen Wolfsburg 1:5

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Vor 5.168 Zuschauern in der Yayla-Arena fehlte den Pinguinen über weite Strecken der Biss, den Gästen reichte eine durchschnittliche Leistung – wenngleich der Sieg deutlicher ausfiel als der Spielverlauf.

Die Pinguine wirkten in den ersten Minuten der Partie nervös. Ein nicht mal übertrieben aggressives Forechecking reichte den Gästen, um einen strukturierten Aufbau des KEV zu verhindern.

Eine frühe Strafzeit gegen Wolfsburgs Machacek brachte dann mehr Sicherheit ins Spiel der Pinguine: ein Passversuch von Welsh wäre beinahe von einem Grizzlys-Verteidiger ins eigene Tor abgefälscht worden und wenig später hatte Costello am langen Pfosten Pech, dass die Scheibe kurz vor dem Schuss versprang. Wolfsburg überstand die Strafe ohne Gegentor und übernahm bei 5 gegen 5 wieder das Kommando. In dieser Phase leistete sich der KEV eine ganze Reihe an Fehlpässen – auch im eigenen Drittel.

Erst nach gut zehn Minuten wurde es für das Tor der Grizzlies wieder gefährlich. Chet Pickard klärte beim Rückhandschuss von Krumminsch sicher, danach hatten er und seine Vorderleute Glück – die Schüsse von Besse und Bruggisser fanden nicht den Weg ins Tor. Die Pinguine spielten insgesamt ab der Mitte des ersten Drittels deutlich sicherer, erst eine Strafzeit gegen

Wolfsburg machte zwar Druck, die einzige wirklich brandgefährliche Chance war der Schuss von Aubin – Pätzold war mit der Fanghand da.

30 Sekunden vor der Sirene hatte Vinnie Saponari die größte Chance zur Führung: er stand frei im Slot aber statt zu schießen versuchte er noch einen Pass zu spielen – der Schuss wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Torlos ging es in die erste Pause.

„In den ersten zehn Minuten waren wir unsicher, danach lief es besser und wir haben Wolfsburg nur noch wenige Chancen gegeben“, so das Fazit von Pinguine-Trainer Beaulieu.

Das zweite Drittel begannen die Pinguine deutlich wacher. Schon in den ersten Minuten prüften Besse und Hodgman Grizzlys-Goalie Pickard. Insgesamt verdiente sich die Partie aber keinen Schönheitspreis. Beide Teams leisteten sich viele Fehlpässe und vergeigten Puckannahmen.

Für einen der wenigen spielerischen Lichtblicke sorgte Vinnie Saponari in der 27. Minute, als er gleich zwei Wolfsburger austanzte, dann aber keinen guten Schusswinkel hatte – es blieb beim 0:0

Wolfsburg brauchte wieder eine Krefelder Strafzeit für die nächste Chance. Cundari saß wegen Hakens in der Box, Casto traf nur den Pfosten. Kurz danach klärte Pätzold gegen Machacek, in der 33. Minute ließ sich die Krefelder Abwehr dann aber von Festerling düpieren. Er legte sich den Puck hinter dem Tor zuerst auf das Schlägerblatt und dann über die Schulter von Pätzold ins Tor.

Jetzt flatterten den Pinguinen wieder Nerven und die Hände – keine Linie im Aufbau, kaum Zug zum Tor, Wolfsburg hatte es in dieser Phase leicht, die Führung zu verteidigen. „Wir haben gerade im zweiten Drittel viel zu viele leichte Fehler gemacht – wir haben den Puck zu schnell hergegeben und keinen Druck auf den Gegner gemacht“, räumte Beaulieu ein. Besonders augenfällig wurden diese Fehler beim 0:2 in der 39. Minute. Ohne Gegenwehr konnte Fabio Pfohl den Puck ins Drittel tragen und auf Fauser ablegen. Dessen Schuss ließ Pätzold nach vorne abprallen und Rech hätte den Abstauber wohl auch mit verbundenen Augen versenkt.

Die Hoffnung auf ein Comeback der Pinguine hatte sich nach weniger als zwei Minuten im dritten Drittel erledigt. Höhenleitner parkte vor dem Krefelder Tor ein und fälschte einen Schuss von Bergman unhaltbar ab – das 0:3 war die frühe Vorentscheidung. Daran änderte auch der Überzahltreffer von Noonan zum 1:3 in der 46. Minute nichts mehr. Eine Minute nach dem Anschluss stellte Machacek den Drei-Tore-Abstand wieder her und traf zum 1:4. Danach passierte vor beiden Toren nicht mehr viel. Wolfsburg beschränkte sich auf das Verwalten der Führung, den Pinguinen fehlten Ideen und Antrieb. Zweieinhalb Minuten vor Schluss verließ Pätzold seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler, Rech erzielte mit seinem zweiten Treffer der Partie den 1:5 Endstand. Pierre Beaulieu stellte nach dem Spiel fest: „Das war in einigen Bereichen ein deutlicher Rückschritt gegenüber den letzten Spielen. Wir haben nicht dagegen gehalten – darüber werde ich mit einigen Spielern auch noch reden. Am Montag beim Spiel in München muss das besser klappen.“

Tore

0:1 33. Min. Garrett Festerling (Aubin, Jones) EQ

0:2 39. Min. Anthony Rech (Fauser, Pfohl) EQ

0:3 42. Min. Christoph Höhenleitner (Bergman) EQ

1:3 46. Min. Garrett Noonan (Cundari, Hodgman) EQ

1:4 47. Min. Spencer Machacek (Busch) EQ

1:5 58. Min. Anthony Rech EQ/ENG

Zuschauer: 5.168

Die nächsten Spiele

Montag, 30.12.19, 19:30 Uhr: Red Bull München – Krefeld Pinguine

Freitag, 03.01.20, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Schwenninger Wild Wings