Pinguine zeigen schwache Partie gegen Straubing Tigers

Kategorien
Spielberichte

Eigentlich sollte das Spiel gegen die Straubing Tigers ganz im Zeichen des Karnevals stehen. „Die Krefeld Pinguine wählen die Seite des Friedens“ sagte Stadionsprecher KPL vor den Fans in seinem Dialog. Die Ereignisse in Europa werfen ihren dunklen Schatten über die Liga. Daher haben die Pinguine und die Supporter beschlossen die geplanten Karneval-Aktionen ausfallen zu lassen. Auf der sportlichen Seite ging es im Spiel am Freitag um alles. Über die Pre-Playoff-Plätze möchte zurzeit keiner sprechen, der erste Blick geht leider nach unten gen Abstiegskampf.

Um möglichst viel Luft zwischen Iserlohn und damit dem Abstiegsrang zu bekommen, mussten gegen die Straubing Tigers am besten drei Punkte her. Am Ende stand nur die Ernüchterung und eine derbe Niederlage gegen die Niederbayern.

Dabei wurde wie auch am Mittwoch das Spiel im ersten Spielabschnitt offen gestaltet und man möchte sogar meinen, dass die Schwarz-Gelben von den wenigen Chancen die besseren. Doch die größten Gelegenheiten der Pinguine, beispielsweise durch Robert Sabolic mit unter 90 Sekunden zu Spielen, machte Tyler Parks im Tor der Tigers zunichte.

Im zweiten Drittel öffnete sich das Spiel etwas und es gab mehr und mehr Torchancen, andererseits aber auch deutlich mehr Strafen. Doch die Powerplay-Situationen der Pinguine wurden blieben auch heute erfolglos. Selbst eine lange 5-Minuten-Strafe, nach einem Check gegen den Kopf durch St. Denis gegen Laurin Braun, blieb ohne Tor oder gar nennenswerte Torchance. Lediglich drei Torschüsse gab man in der Überzahl ab – zu wenig, um Parks im Straubinger Tor wirklich gefährlich zu werden.

Diese schwache Chancenverwertung nutzten die Tigers dann in der 38. Minute aus, um in Führung zu gehen. Chasen Balisy vollendete zusammen mit Tim Brunnhuber ein 2-auf-1 und strafte damit die Pinguine ab.

Der Schlussabschnitt raubte den knapp 2100 in der Arena dann auch das letzte Quäntchen Optimismus. Vier Minuten waren im Drittel gespielt, da erzielte Parker Tuomie in Straubinger Überzahl das 0:2, David Elsner 70 Sekunden später nach geschickter Kombination, gepaart mit desolatem Defensivverhalten, das 0:3.

Die Hoffnung noch ein Comeback zu sehen, schwand mit jeder Sekunde. Emotionen schlugen bei Oleg Shilin über, der nach einem Stockschlag gegen seine Fanghand mehrfach einen Tanzpartner im Straubinger Lager suchte, aber lediglich eine 10-Minütige Disziplinarstrafe durch den Schiedsrichter fand.

So recht auf das Spiel konzentrieren konnte sich keiner der Spieler mehr und die Tiger nutzten die Verunsicherung der Pinguine aus. Andreas Eder in der 54. Minute und Joshua Samanski in der 60. Sorgten für den 0:5 Endstand und machten das Debakel für den KEV komplett.

 

Strafen

KEV 49

STR 39

 

Tore

0:1 (37:51) Balisy (Brunnhuber)

0:2 (43:53)(PP) Tuomie (Leier, Brandt)

0:3 (45:03) Elsner (Eder, Schopper)

0:4 (53:41) Eder (Tuomie, Bourque)

0:5 (59:07) Samanski (Brunnhuber, Leier)