Pinguine verlieren wildes Derby zum Saisonauftakt

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Die Krefeld Pinguine starten mit einer Niederlage in die neue Saison. In einem streckenweise wilden Spiel unterlagen sie der Düsseldorfer EG auf heimischem Eis mit 4:6 (0:2, 3:3, 1:1). Die Pinguine leisteten sich insgesamt zu viele Fehler vor allem im eigenen Drittel und waren vorn zu fahrlässig mit ihren reichlich vorhanden Chancen. Dabei waren sie durchaus optimistisch in das erste Heimspiel der Saison, das ausgerechnet das große Derby gegen die DEG war, gegangen. Zwar war das Testspiel knapp einen Monat zuvor, ebenfalls auf heimischem Eis, verloren gegangen, doch diesmal peitschten 4.977 frenetische Fans die Schwarz-Gelben nach vorn. Die Pinguine mussten im heiß ersehnten ersten Saisonspiel auf die verletzten Alex Bergström und Laurin Braun, sowie den erkrankten Philipp Mass verzichten. Im Tor entschied sich das Trainerteam um Clark Donatelli durchaus erwartungsgemäß für den jungen Nikita Quapp. Ihm stand auf auf Seiten der Gäste Mirko Pantkowski gegenüber.
Die Anfangsphase sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem der Gast vielleicht etwas aktiver war. Doch in der fünften Minute standen beide Teams mit je vier Spielern auf dem Eis. Die Pinguine verloren die Scheibe im gegnerischen Drittel und DEG-Kapitän Alex Barta setzte sich stark gegen Patrik Hersley durch. Der setzte nach, doch Barta kam trotzdem zum Schuss per Rückhand und setzte die Scheibe unhaltbar genau ins Eck zur frühen Gästeführung. Die Pinguine setzten auf Angriff, doch Dominik Tiffels und Justin Volek verpassten jeweils knapp das Ziel. Die nächste Topchance hatte in der 9. Minute Maxi Gläßl, der freistehend zum Schuss kam. Pantkowski ließ prallen, aber gleich drei Krefelder im Slot brachten den Puck nicht an ihm vorbei. Eine erste Überzahl ab der 13. Minute brachte dann durchaus Gefahr durch Schüsse von Hersley und Jesper Jensen-Aabo. Die größte Chance aber hatte Jeremy Bracco, der völlig frei am linken Bullypunkt zum Schuss kam, die Scheibe aber nicht an Pantkowski vorbei brachte. Die ganz große Ausgleichschance dann in der 18. Minute durch Kapitän Martin Schymainsi, der nach tollem Querpass von Alex Weiß die Scheibe aus kürzester Distanz knapp neben das Tor tippte. Die Pinguine waren jetzt klar am Drücker, doch 70 Sekunden vor der Pause ein Entlastungsangriff der DEG. Plötzlich stand Carter Proft völlig frei und schoss trocken und erneut unhaltbar zum 0:2 ins kurze Eck ein. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wirkten die Pinguine zunächst mental angeschlagen, doch in der 23. Minute holte der junge Luca Hauf mit einer Energieleistung eine Strafe heraus. Bei 6 gegen 5 spielte Hersley einen tollen Pass an die lange Ecke zu Anton Berylov, der den Puck an den Innenpfosten lenkte, von wo er heraus sprang. Das folgende Powerplay brachte dann aber keine klare Einschussgelegenheit. Wenig später dann die Überzahl für Düsseldorf und die Landeshauptstädter spielten die Situation eiskalt aus. Am Ende stand Daniel Fischbuch völlig frei und schoss hoch ins kurze Eck zum 0:3 ein. Die Pinguine wechselten jetzt den Torwart. Für Quapp kam Sergej Belov. Das aber brachte keine Besserung, denn nur eine Minute später stand plötzlich Tobias Eder frei und verwandelte zum 0:4. Die Pinguine aber gaben nicht auf und nur eine weitere Zeigerumdrehung später war es ausgerechnet der junge Justin Volek, der plötzlich zentral vor dem Tor freistand und Pantkowski keine Abwehrchance ließ. Jetzt war es ein wildes Spiel und in der 30. war es wieder die DEG mit einer großen Gelegenheit, doch Belov war gleich dreimal zur Stelle. Die nächste ganz große Chance zum Anschluss hatte dann in der 33. Niclas Lucenius, der nach schönem Pass aus kurzer Distanz frei zum Schuss kam, doch Pantkowski war mit dem Schoner zur Stelle. Dennoch, die Hausherren drängten jetzt und legten auch physisch noch einmal zu. So holte Alex Weiß in der 34. Minute die nächste Topchance – Leon Niederberger scheiterte aus Zentimetern – und die nächste Strafe heraus. In dieser aber kam nach einer unübersichtlichen Situation der Schuss der DEG von der blauen Linie. Belov, der zuvor mehrfach stark pariert hatte, ließ prallen und Victor Svensson schoss zum 1:5 ein (35.). Doch die Pinguine blieben dran und noch in derselben Strafe setzte sich Lucas Lessio durch. Seinen Schuss wehrte Pantkowski ab, doch Bracco setzte den Nachschuss in die Maschen. Plötzlich setzten die Pinguine wieder nach und nur eine Minute später setzte sich Schymainski stark durch, schlug erst über die Scheibe, erkämpfte diese zurück und setzte den Puck perfekt in den Knick zum 3:5. Jetzt brannte die Halle und die Pinguine erspielten sich gleich eine Hand voll weiterer Gelegenheiten, doch bis zur Pause blieb es beim 3:5.
Die Pinguine blieben auch im letzten Durchgang dran und in der 45. Minute scheiterte Robert Sabolic nach tollem Zuspiel aus spitzem Winkel an Pantkowski. Immer wieder stand der DEG-Schlussmann jetzt im Blickpunkt, war aber auch in der 48. gegen Berlyov stark zur Stelle. Die Pinguine versuchten es weiter, schafften es in dieser Phase aber nicht, sich ganz klare Gelegenheiten herauszuspielen. Bei den häufigen Halbchancen war Pantkowski sicher zur Stelle. Auf der anderen Seite wurde Belov selten geprüft, war wenn aber souverän zur Stelle. Sechs Minuten vor dem Ende erlaubten sich die Pinguine dann einen Wechselfehler und die folgende Strafe nutzte die DEG zur Entscheidung. Nach nur 25 Sekunden schoss ausgerechnet ex-Pinguin Brett Olson zum 3:6 ein. Es war die Entscheidung in einem wilden Spiel, auch wenn Sekunden später Arturs Kulda fast noch einmal den Anschluss hergestellt hätte. Die Scheibe ging aber an den Außenpfosten. Doch die Gastgeber gaben nicht auf und Sekunden später spielte Dominic Tiffels auf Bracco und der schoss zu seinem zweiten Treffer und dem 4:6 ein. Es blieb aber bei der Ergebniskosmetik und der insgesamt unglücklichen aber aufgrund der Effektivität beider Teams nicht unverdienten Niederlage.
Für die Pinguine geht es nun am Sonntag um 16:30 Uhr nach Wolfsburg, ehe am kommenden Freitag um 19.30 Uhr die Kölner Haie bereits zum zweiten Derby der Saison zu Gast an der Westparkstraße sind.

Strafen:
Krefeld: 8
Düsseldorf: 12

Tore:
0:1 5. Barta
0:2 19. Proft (Trinkberger)
0:3 27. Fischbuch PP
0:4 28. Eder (Svensson)
1:4 29. Volek
1:5 35. Svensson SHG
2:5 36. Bracco (Lessio) PP
3:5 38. Schymainski (Lessio)
3:6 55. Olson (Fischbuch) PP
4:6 56. Bracco (Tiffels)