Pinguine verlieren wilden Schlagabtausch gegen Ingolstadt

Kategorien
Spielberichte

Am Ende hat es nicht sollen sein, mit dem dritten Sieg in Folge. In einem hart umkämpften Spiel setzte sich der ERC Ingolstadt bei den Krefeld Pinguinen mit 4:5 n.V. durch. Matchwinner wurde Chris Bourque, der den entscheidenden Penalty bereits in der Verlängerung erzielte.

Das erste Drittel verlief aus Sicht der Pinguine offensiv optimal. Bereits in der 3. Minute begann das torreiche Spiel mit einer feinen Kombination zweier Verteidiger. Mirko Sacher und Jesper Jensen Aabo bewiesen Stürmerqualitäten und legten sich den Puck zum 1:0 auf. Der Däne war der Torschütze.

Doch die Panther ließen sich auf einen munteren Schlagabtausch ein. Optisch mit weniger Spielanteilen kamen sie trotzdem mehr als einmal gefährlich vor das Tor von Nikita Quapp und erzielten in der 7. Minute den Ausgleichstreffer durch Justin Feser, der mit insgesamt drei Toren in diesem Spiel noch zum spielentscheidenden Akteur werden sollte.

Das Hin-und-Her sollte in der 12. Minute weitergehen, als sich Philipp Mass zum ersten Mal in seiner Karriere als Torschütze auf einen DEL-Spielberichtsbogen eintragen durfte. Aus einem abgefangenen Pass heraus nahm er sich ein Herz und schoss die Scheibe über die Fanghand des Ingolstädter Neuzugangs Danny Taylor ins Gehäuse der Gäste. Die Freude über den Treffer war jedoch nur von kurzer Dauer. Denn bereits zwei Minuten später stellte Feser erneut den Ausgleich her.

Damit war der erste Abschnitt aber noch immer nicht abgehakt. Nach einer starken Druckperiode zum Ende des Drittels, kam der Puck über Sacher zu Alexander Bergström, der die Scheibe an Taylor vorbei im Gehäuse unterbrachte. Auf der Uhr waren zu diesem Zeitpunkt nur nach sieben Sekunden.

Das fulminante Auftaktdrittel sollte sich aber nicht wiederholen. Körperbetonter und mit mehr Strafzeiten verflachte das Spiel im Mittelabschnitt ein wenig. Chancen gab es jedoch weiterhin. Youngster Alex Blank erhöhte in der 31. Minute nach einem ansehnlichen Pass Edi Lewandowskis sogar auf 4:2 ehe das Spiel der Pinguine auseinanderbrach und Ingolstadt besser ins Spiel fand.

Ausgerechnet ein Wechselfehler sorgte für ein Powerplay, das die Ingolstädter wieder zurückbrachte. Louis-Marc Aubrie auf Zuspiel von Chris Bourque und David Warsofsky – 4:3 der Pausenstand.

Im Schlussabschnitt gab es nicht vieles, für dieses Spiel Ungewöhnliches. Weiterhin spielten sich beide Mannschaften gute Chancen heraus und verteidigten stabil. Erst ein versprungener Puck in eigener Überzahl sollte den Pinguinen zum Verhängnis werden. Justin Feser nutze den Tempo-Überschuss, den er gegen Jensen Aabo hatte und erzielte den 4:4-Ausgleich in Unterzahl. Weil Niederberger die Chance zum Buzzer-Beater in der letzten Sekunde ausließ, ging es in die Verlängerung.

Dort wurde munter taktiert und ein überlegtes 3-gegen-3-Spiel entwickelte sich. Dominik Tiffels nahm sich ein Herz und stürmte nach vorne, Taylor stoppte seinen Versuch und leitete selbst den Konter ein. Am Ende des Konters stand Warsofsky, der vom zurückgeeilten Tiffels nur noch mit – aus Sicht der Unparteiischen – unfairen Mitteln gestoppt werden konnte. Chris Bourque trat zum Penalty an und verwandelte gegen Nikita Quapp zum 4:5 Entstand.

 

Strafen

KEV 10

ERC 10

 

Tore

1:0 3. Jensen Aabo (Sacher, Sabolic)

1:1 7. Feser (Bodie, Storm)

2:1 12. Mass

2:2 14. Feser (Storm, Marschall)

3:2 20. Bergström (Sacher)

4:2 31. Blank (Lewandowski, Sacher)

4:3 33. (PP) Aubrie (Bourque, Warsofsky)

4:4 45. (SH) Feser

4:5 64. (PS) Bourque