Pinguine verlieren trotz Östlunds Top-Leistung

Header aev

Pinguine verlieren trotz Östlunds Top-Leistung

Mit einem bitteren 1:2 (0:1, 0:0, 1:1) im Playoff-Endspiel in Augsburg mussten die Pinguine einen bitteren Rückschlag im Kampf um die Playoffs hinnehmen. Vor 5.462 Zuschauern im Kurt-Frenzel-Stadion war es ein Überzahltor knapp drei Minuten vor Schluss, das die Entscheidung zu Gunsten der Panther brachte. Die Pinguine mussten, wie schon am Freitag beim Kantersieg im Derby gegen die Kölner Haie, auf drei Leistungsträger verzichten. Neben Kai Hospelt und Justin Hodgman musste auch Jussi Rynnäs erneut passen. Für ihn kam der Schwede Oskar Östlund, der am Freitag mit 49 abgewehrten Schüssen (96,08%) ein überragendes DEL-Debüt hingelegt hatte, zu seinem zweiten Einsatz an diesem Wochenende.

Die Panther begannen schwungvoll und gleich zu Beginn stand Östlund im Fokus. Die Pinguine, die zuletzt zweimal in Folge in der Fuggerstadt ohne eigenen Treffer geblieben waren, hatten dabei in der fünften Minute erstmals Glück, als Matt Fraser sich stark durchsetzte, dann aber die Scheibe nicht mehr aufs Tor brachte. Doch auch die Gäste waren präsent und hatten rund eine Zeigerumdrehung später ihrerseits die ersten guten Gelegenheiten, doch der freistehende Jacob Lagacé und Jeremy Welsh aus der Drehung scheiterten an Panther-Torwart Olivier Roy. Fortan beherrschten die Gäste das Geschehen und kamen zu weiteren Gelegenheiten. Doch die Scheibe wollte nicht in den Kasten und gegen Mitte des Drittels gestalteten die Hausherren das Spiel wieder ausgeglichen. In der 17. Minute war es dann Braden Lamb, der für die Panther die Scheibe ins Krefelder Drittel führte und einfach verdeckt abzog. Das Hartgummi schlug am verdutzten Östlund vorbei genau im Torwinkel des Pinguine-Gehäuses ein. Die Gäste antworteten mit einem gefährlichen Schlagschuss von Philip Riefers, der das bis dato letzte Pinguine Tor in Augsburg erzielt hatte, doch Roy hielt. Unmittelbar vor der Pause dann das erste Überzahlspiel der Pinguine gegen ein Penaltykilling, das zuletzt acht Spiele in Folge unbezwungen geblieben war. Das blieb auch so und mit 0:1 und 23 Sekunden Überzahl aus Gästesicht ging es in die erste Drittelpause an diesem Tag.

Der zweite Durchgang sah dann früh Chancen für beide Seiten, doch Phillip Bruggisser scheiterte, Daniel Pietta verfehlte knapp und auch die Augsburger Simon Sezemsky und Adam Payerl fanden jeweils in Östlund ihren Meister. Der Schwede war dann auch in der 29. Minute zur Stelle, als Jakob Mayenschein nach einem 3-auf-1 zum Abschluss kam. Die Pinguine kamen ihrerseits eine Minute später zur nächsten Topgelegenheit, doch Laurin Braun und Martin Schymainski brachten den Puck nach AEV-Fehlpass im eigenen Drittel nicht an Roy vorbei. Rund um die Mitte des zweiten Durchgangs ging es dann auf und ab, immer wieder standen Roy und Östlund gleichermaßen im Fokus, zeigten sich aber jeweils stark. So blieb es in einem intensiven und durchaus ansehnlichen Spiel, das mehr als den einen Treffer hätte sehen können, bei einem 1:0 für die Gastgeber.

Der Schlussdurchgang sah dann gleich ein frühes Überzahlspiel der Pinguine. Die Gäste machten viel Druck und kamen zu Gelegenheiten, leisteten sich dann aber kurz vor Ablauf der Strafe einen Wechselfehler, so dass erstmals die Panther in Überzahl agieren konnten. Auch das Krefelder Penaltykilling hielt. In der 47. Minute dann aber die ganz große Chance der Panther, als nach einem schweren Fehler in der Abwehr plötzlich Adam Payerl ganz allein auf Östlund zuging, doch wieder war der Schwede Sieger. Wenig später war der Puck dann doch im Tor der Pinguine, doch die Schiedsrichter entschieden sofort auf Schlittschuhtor, was auch der Videobeweis bestätigte. Damit fand der Treffer keine Anerkennung. Augenblicke später, in der 48. Minute, dann der Scheibenverlust der Pinguine an der gegnerischen blauen Linie und die Panther fuhren ein drei-auf-null, doch wieder war Östlund der Sieger. Im unmittelbaren Gegenzug dann die große Chance der Pinguine, doch erst traf Daniel Pietta den springenden Puck nicht richtig, dann traf Garrett Noonan im Nachschuss den Pfosten. Die Scheibe sprang an einen AEV-Verteidiger und wurde dann von der Linie geschlagen. Jetzt waren die Pinguine da und bekamen wenig später eine erneute Überzahl. Diesmal sogar für vier Minuten, als Daniel Schmölz Vinny Saponari im Gesicht traf und der Deutsch-Amerikaner blutete. Gleich hatten Saponari und Grant Besse tolle Chancen, doch Roy war zur Stelle. Dann setzte sich Costello stark durch und wurde zu Fall gebracht und so gab es für volle zwei Minuten doppelte Überzahl für Krefeld. Die Pinguine hielten den Puck im Drittel, ließen ihn schnell laufen und schließlich kam Bruggisser zum Direktschuss und hämmerte das Hartgummi ins lange Eck. Damit blieb es sogar bei der doppelten Überzahl, weil nur die erste Strafe von Schmölz von der Uhr kam. Bruggisser und Schymainski scheiterten in aussichtsreicher Position, doch die große Führungschance blieb ungenutzt. Die Panther agierten jetzt wütend und hatten durch Thomas Holzmann die nächste Chance, doch Noonan war im letzten Moment mit der Kelle dazwischen. Fünf Minuten vor dem Ende dann die nächste Strafe, diesmal gegen die Pinguine. Die Panther ließen den Puck schnell laufen und so kam Daniel Schmölz aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Östlund war mit einer überragenden Parade zur Stelle. Die Pinguine warfen sich mit allem, was sie hatten in die Scheiben, doch mit noch zwei Sekunden auf der Uhr zog Scott Kosmachuk knallhart ab und schweißte das Hartgummi genau unter die Latte. 2:21 Minuten vor dem Ende gab es dann noch einmal die Chance, als die Panther nochmals die Strafe bekamen. Östlund ging vom Eis und sechs Krefelder drängten auf den erneuten Ausgleich. Doch es reichte nicht mehr. Die Panther retteten den knappen Erfolg über die Zeit, auch weil Grant Besse erst an Roy und dann am Außennetz scheiterte.

Damit gehen die Pinguine mit einer denkbar unglücklichen Niederlage in die Länderspielpause. Mit der Niederlage beim direkten Konkurrenten erhalten die Playoff-Hoffnungen einen weiteren herben Schlag. Dennoch zeigten die Schwarz-Gelben eine Leistung, die durchaus Lust auf die kommenden Spiele machte – und Oskar Östlund belegte erneut, dass er Jussi Rynnäs in nichts nachsteht.

Strafen:

Augsburg: 12

Krefeld: 4

Tore:

1:0 17. Lamb

1:1 51. Bruggisser (Besse) PP2

2:1 58. Kosmachuk (Stieler, Gill) PP

Schreibe einen Kommentar

Das Archiv
   Ticket Kaufen