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Mit einer unglücklichen 3:5 (1:1, 1:3, 1:1)-Niederlage gegen die Iserlohn Roosters verpassten die Krefeld Pinguine das mögliche sechs-Punkte-Wochenende und den Sprung in die obere Tabellenhälfte. Nach dem überzeugenden Sieg gegen die Kölner Haie am Freitag gingen die Hausherren natürlich optimistisch in das Duell mit dem Tabellenschlusslicht, das bislang noch gar nicht in die Saison gefunden hatte.

Vor 3.752 Zuschauern konnte Rick Adduono weiterhin auf den gleichen Kader zurückgreifen, wie noch im ersten Derby des Wochenendes. Das heißt, er musste auf Dragan Umicevic, Justin Feser, Mike Mieszkowski und Tom Schmitz verzichten. Die Pinguine liefen gegen die Sauerländer im Sondertrikot „Der siebte Mann“ auf. Diese Faninitiative war an diesem Tage der Trikotsponsor. Der eigentliche Hauptsponsor, die SWK, verzichtete auf die Trikotpräsenz in dieser Partie und verdiente sich damit den Dank der Pinguine und der Fans. Sportlich wollten die Schwarz-Gelben diese Voraussetzungen in einen weiteren Sieg umsetzen. Dafür setzten sie erneut auf den zuletzt überragenden Andrew Engelage im Tor. Sein Gegenüber war nach der schweren Knieverletzung des Dänen Sebastian Dahm erwartungsgemäß Mathias Lange.

Die Pinguine begannen offensiv und aggressiv und erspielten sich erste Chancen. Doch in der siebten Minute liefen sie in den Konter. Chrostopher Brown konnte allein auf Engelage zulaufen und verwandelte eiskalt durch die Beine des Goalies. Die Pinguine antworteten gut eine Minute später durch einen Pfostenschuss von Philipp Kuhnekath. In der 10. Minute dann gleich der nächste Pfostentreffer durch Mikko Vainonen. Und es sollte nicht das letzte Mal an diesem Abend sein, denn in der 14. Minute lenkte Martin Schymainski das Hartgummi schon zum dritten Mal ans Gestänge. Eineinhalb Minuten vor der Pause bekamen die Pinguine das erste Überzahlspiel des Abends und dieses nutzten sie. Kurt Davis wurde noch noch abgeblockt, doch Marcel Müller netzte den Nachschuss ein. So ging es mit 1:1 in die Pause.

Der zweite Abschnitt begann dann nach Maß für die Pinguine. Die sichtlich verunsicherten Roosters konnten sich nicht befreien, Schymainski spielte den Puck über die Hintetorbande zu Kapitän Adrian Gygiel und dieser zog aus spitzem Winkel sofort ab und traf zur Führung der Hausherren. Diese bestimmten jetzt klar die Szenerie. Doch in der 28. Minute waren die Gäste dann doch einmal im Drittel Kevin Schmidt zog einfach ab, Engelage war die Sicht verdeckt und das Hartgummi schlug zum überraschenden Ausgleich ein. Der Gast witterte nun Morgenluft, und nur zwei Minuten später war es ausgerechnet Ex-Pinguin Boris Blank, der zum 2:3 einschoss. Jetzt war der Gast plötzlich das bessere Team. Die Schwarz-Gelben wirkten ihrerseits verunsichert. Und in der 36. Minute zog Brown direkt vom Bully ab und traf. Die Schiedsrichter brauchten zwar den Videobeweis, der Treffer aber zählte. So stand es nach 40 Minuten 2:4.

Der letzte Abschnitt sah Pinguine, die anrannten, sich aber gegen die stabile Deckung der Roosters kaum in Szene setzen konnten. Immer war ein Stock oder Bein dazwischen. So verstrichen die Minuten. In der 49. Minute war dann einmal Mathias Trettenes durch und kam zum Schuss, doch just im Moment, da er abzog, bekam er einen Stockschlag auf die Kelle, so dass diese brach, und die Chance war vergeben. Doch es gab Überzahl und nach nur wenigen Sekunden kam erneut Müller zum Schuss und traf zum 3:4. Plötzlich waren Fans und Team voll da und drängten gemeinsam auf den Ausgleich. Die Abwehr der Roosters aber hielt massiv dagegen. Doch eineinhalb Minuten vor dem Ende gab es dann nochmals die Überzahlchance, als Bonsaksen sich einen klaren Stockschlag erlaubte und hinaus musste. Die Pinguine hatten bis dato beide Powerplays des Abends genutzt und nahmen Engelage aus dem Tor. So drängen sie mit 6 gegen 4 auf den Ausgleich. Doch als Patrick Seifert zu Fall kam konnten sich die Roosters befreien und Justin Ftorekt tram zum 5:3-Endstand ins leere Tor.

Damit verpassten die Pinguine den Sprung auf Platz sieben in der Tabelle. Am Freitag geht es nun nach Nürnberg, ehe am Sonntag die Eisbären Berlin zu Gast sind.

Tore:

0:1 7. Brown (Bassen, Weidner)

1:1 20. Müller (Davis, Pietta) PP

2:1 23. Grygiel (Schymainski, Seifert)

2:2 28. Schmidt (Salmonsson, Bonsaksen)

2:3 30. Blank (Turnbull , Bonsaksen)

2:4 36. Brown (Bassen)

3:4 50. Müller (Davis, Seifert) PP

3:5 60. Ftorek SHG ENG

Strafen:

Krefeld: 0

Iserlohn: 6

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