Pinguine verlieren mit 3:5 (2:1, 0:2, 1:2) gegen Berlin

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Mit dem überzeugenden Derbysieg in Düsseldorf im Rücken wollten die Krefeld Pinguine den Schwung mitnehmen und auch am heutigen Dienstagabend ein gutes Spiel zeigen und natürlich die Punkte an der Westparkstraße behalten.

Vor 3.606 Zuschauern im KönigPALAST stellte Franz Fritzmeier die Torwartrotation etwas um und brachte zum ersten Mal seit Wochen den auswärts oft siegreichen Patrick Galbraith in einem Heimspiel ins Tor. Verzichten musste er bekanntermaßen auf Verteidiger Thomas Supis, der bereits an seinem gebrochenen Arm operiert wurde. Für ihn rückte Mike Schmitz an die Seite von Mike Little. Sein Bruder Tom stand erstmals in der Saison ebenfalls im DEL-Kader und saß als siebter Verteidiger auf der Bank. Berlin startete wie zu erwarten mit dem erfahrenen Petri Vehanen im Tor.
Viele Zuschauer hatten noch gar nicht Platz genommen, da brandete Jubel auf, denn nach gerade 10,6 Sekunden legte Daniel Pietta die Scheibe durch die Beine von Vehanen in die Maschen. Und es ging so weiter, denn nur zwei Minuten später, die Pinguine spielten ihre erste Überzahl, fälschte Schymainski einen harten Pass von Little unhaltbar ins kurze Eck ab! Mit der Führung im Rücken zogen die Pinguine sich zurück, ließen den Gast kommen und setzten auf Konter. In der 11. Minute aber setzten sie sich dann doch im gegnerischen Drittel fest und plötzlich stand Vasiljevs völlig frei vor dem Tor, kam aber etwas zu nah an Vehanen, so dass der Schusswinkel schlecht war und der Keeper mit einem tollen Schoner-save klären konnte. Die Fans aber honorierten den bis dato starken Auftritt ihres Teams jetzt zum Teil mit Standing Ovations. In der 17. Minute dann allerdings führte ein Fehler im eigenen Drittel dazu, dass DuPont plötzlich frei zum Schuss kam und der Blueliner ließ Galbraith aus der Halbdistanz per Schlagschuss keine Abwehrchance. So ging es mit 2:1 in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams Chancen hatten, ohne dass wirklich ganz klare Gelegenheiten darunter gewesen wären. Doch in der 27. Minute sprang die Scheibe plötzlich eher zufällig zum freistehenden Rankel und der Nationalstürmer traf per Direktschuss unhaltbar genau in den Winkel zum Ausgleich. Die Pinguine aber wirkten nicht geschockt und binnen einer Minute scheiterten erst Little und dann Pietta jeweils aus bester Position. Die Pinguine wurden jetzt insgesamt wieder offensiver und erspielten sich Chancen, ohne aber zunächst zum Torerfolg zu kommen. Und das rächte sich, denn in der 35. Minute traf Machacek zur 3:2-Gästeführung. Die Pinguine konnten zwei Powerplays in der Folge nicht nutzen und so ging es mit 2:3 in die Kabinen.
Im letzten Abschnitt drängten die Pinguine auf den Ausgleich und hatten in der 45. Minute in Überzahl die Chance – und die nutzten sie! Einen Schuss von St. Pierre konnte Vehanen nur prallen lassen und Collins drückte den Abpraller in die Maschen. Die Pinguine versuchten jetzt, weiter nach vorn zu spielen, doch in der 52. Minute setzten die Gäste den Konter. Nach tollem Zuspiel stand plötzlich Olver frei vor Galbraith und ließ diesem keine Abwehrchance. Eine Minute später dann die große Ausgleichschance, als sich Koziol toll durchsetzte, doch sein Querpass auf Schymainski kam einen Tick zu lang, so dass der kleine Torjäger das Tor knapp verfehlte. In der 56. Minute bekam dann Collins, der sich toll durchgesetzt hatte, die Chance, per Penalty den Gleichstand herzustellen, scheiterte aber. Als die Pinguine dann auch noch eine Überzahl ungenutzt ließen, wurde die Zeit langsam knapp. Gut eineinhalb Minuten vor Schluss ging Galbraith zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch es reichte nicht. Im Gegenteil 11 Sekunden vor dem Ende traf erneut Rankel zum 3:5. Damit gingen die Schwarz-Gelben trotz über weite Strecken guter Leistung als Verlierer vom Eis.
Für die Pinguine stehen nun in München und Köln zwei Auswärtsspiele an, ehe sie am 25.11. die Fishtown Penguins zum nächsten Heimspiel empfangen.

Tore:
1:0 1. Pietta (Müller)
2:0 3. Schymainski (Vasiljevs, Little) PP
2:1 17. DuPont (Petersen, Müller)
2:2 27. Rankel (Tallackson; Wissmann)
2:3 35. Machacek (MacQueen)
3:3 45. Collins (St. Pierre) PP
3:4 52. Olver (Baxmann, Busch)
3:5 60. Rankel (Machacek) ENG

Strafen:
Krefeld: 6
Berlin: 16