Pinguine verlieren mit 2:4 (1:3, 0:0, 1:1) gegen Iserlohn

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Nach der erneut knappen Niederlage in Ingolstadt standen die Krefeld Pinguine im Sonntagsheimspiel des sechsten Spieltags bereits unter Druck, wollte man den Saisonstart noch einigermaßen retten.

Dabei war es vor 4.299 Zuschauern im KönigPALAST ein Spiel, in dem die Voraussetzungen auch für den Gast ähnlich waren. Immerhin hatten auch die Iserlohn Roosters einen misslungenen Start hingelegt. Mit nur einem Zähler kamen sie als Tabellenletzter in den KönigPALAST. Personell war die Voraussetzung für Coach Fritzmeier unverändert, konnte er doch bis auf den weiter an der Leiste verletzten Rosa, der voraussichtlich auch das kommende Wochenende noch wird aussetzen müssen, auf den kompletten Kader zurückgreifen. Im Tor begann – in dieser kritischen Phase wenig überraschend – der erfahrene Patrick Galbraith. Sein Gegenüber war Mathias Lange.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen, ohne große Chancen auf beiden Seiten. In der 8. Minute dann die erste Überzahl der Schwarz-Gelben und gleich auch die große Chance für das bislang so starke Überzahlspiel. Doch Umicevic traf nur den Pfosten. Es folge aber gleich das erste Powerplay der Gäste – und dieses nutzen sie durch Down zum 0:1 (10.). Und es kam noch schlimmer, denn in der 14. Minute war es Milam, der einen langen Pass auf Down spielte und der Torjäger zog einfach ab und traf zum 0:2 ins kurze Eck. Die Pinguine waren jetzt doch sichtlich geschockt und mussten wenig später die nächste Unterzahl hinnehmen. Und auch diese nutzten die Sauerländer durch einen Schlagschuss von Fischer zum 0:3. Als nur eine knappe Minute später Vasiljevs ein fast sicheres Gegentor nur durch ein Foul verhindern konnte und die nächste Strafzeit bekam, nahm Franz Fritzmeier bereits früh im Spiel seine Auszeit. Und die wirkte! Denn in Unterzahl schnappte sich Pietta, der vor der Partie für sein 600. DEL-Spiel geehrt worden war, die Scheibe, ging allein durch und verwandelte in Unterzahl zum 1:3. Mit diesem wenig erfreulichen Ergebnis ging es in die Pause.
Das zweite Drittel sah dann Pinguine, die sichtlich bemüht waren, vollends in das Spiel zurück zu kommen. Getreu dem Motto von Ex-Coach Adduono, der 3:0 stets als die gefährlichste Führung im Eishockey bezeichnete, wollten sie mit einem weiteren schnellen Tor die Roosters verunsichern. Dieses aber gelang nicht. Beide Teams lieferten sich eine Partie, die lange ohne große Chancen ablief. Von der 26. bis zur 38. Minute gab es dann ein Spiel ohne jegliche Unterbrechung! Erst zum Ende dieser Phase und auch danach, erspielten sich die Pinguine einige gefährliche Schussgelegenheiten, doch Mancari, zweimal Sonnenburg und Supis verfehlten das Tor jeweils knapp. Außerdem traf Müller mit einem tollen Direktschuss nur den Pfosten. So blieb es nach 40 Minuten beim 1:3.
Das letzte Drittel sah dann Pinguine, die noch einmal alles in die Waagschale warfen. Sie brachten jetzt mehr Scheiben zum Tor, setzten sich im Zweikampf durch und eroberten verloren Pucks meist sehr schnell wieder zurück. Und das zahlte sich in der 47. aus, als es gelang, eine Scheibe noch im gegnerischen Drittel zurück zu erobern. Little schoss einfach in Richtung Tor und da stand Müller und fälschte den Puck unhaltbar zum 2:3 ab. Die Hausherren waren jetzt klar am Drücker, doch in der 53. Minute dann doch ein Entlastungsangriff der Gäste. Rallo zog vor das Tor und plötzlich lag der Puck frei und Down war da und drückte ihn zum Hattrick über die Linie. Gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende verließ Galbraith sein Tor für einen weiteren Feldspieler. Und es folgten Chancen, doch Umicevic und Müller scheiterten. Und so blieb es letztlich beim 2:4 und damit dem endgültigen Fehlstart in die Saison.
Natürlich wird durch dieses Ergebnis der Druck vor dem nächsten Heimspiel am Freitag gegen Wolfsburg nicht geringer.

Tore:
0:1 10. Down (Button, Blank) PP
0:2 14. Down (Orendorz, Milam)
0:3 18. Fischer (Jaspers) PP
1:3 19. Pietta (Müller) SHG
2:3 47. Müller (Little, Pietta)
2:4 53. Down (Rallo)

Strafen:
Krefeld: 6
Iserlohn: 4