Pinguine verlieren knapp mit 0:1 in Köln

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Die Krefeld Pinguine haben das Sechs-Punkte-Wochenende erneut verpasst. Bei den Kölner Haien unterlag das Team von Igor Zakharkin denkbar knapp mit 0:1 (0:0, 0:1, 0:0). In einem Spiel vor der aktuell maximalen Kulisse in der Lanxess-Arena von 11.400 Besuchern zeigte das Team eine konzentrierte Leistung in der Defensive, war aber nach vorn im Endeffekt zu ungefährlich, was auch 20:38 Torschüsse belegen. Die Pinguine mussten weiter auf die Spieler verzichten, die auch gegen Augsburg ausgefallen waren und setzten im Tor erneut auf Oleg Shilin, nicht nur statistisch einer der Topgoalies der Liga. Nicht viel schlechter aber ist die Fangquote von Justin Pogge, der dem Neuzugang auf Seiten der Haie gegenüberstand.
Die Haie begannen engagiert und versuchten, nach vorn zu spielen, doch die Krefelder standen sicher in der Defensive und hatten in der fünften Minute die erste gute Chance, als Laurin Braun im Slot angespielt wurde, die Scheibe aber, deutlich bedrängt, nicht mit letzter Konsequenz aufs Tor brachte. Ab der 8. Minute galt es dann, die erste Unterzahl zu überstehen. Die Haie machten viel Druck, die Gäste standen stabil in der Box und ließen kaum klare Abschlüsse zu und wenn, dann war Shilin sicher zur Stelle. Die erste richtig gute Gelegenheit der Hausherren gab es denn in der 14., doch Shilin war erst gegen Jonathan Matsumoto und dann gegen Marcel Barinka überragend zur Stelle und hielt seinem Team die Null. Die Haie versuchten es auch in den letzten beiden Minuten vor der Pause noch einmal mit viel Druck, die Pinguine aber hielten dagegen und brachten so das torlose Unentschieden über die Zeit. Allerdings verfing sich kurz vor Schluss der Schläger von Maxi Gläßl im Schlittschuh eines Kölners, so dass dieser zu Fall kam und der Krefelder zurecht die Strafe bekam. So ging es mit fast zwei Minuten Unterzahl in die erste Pause.
Die Unterzahl sah im Prinzip genauso aus, wie die erste: Die Haie hatten viel Zeit in der Zone, klare Chancen ließen die gut arbeitenden Pinguine aber nicht zu. Die beste Chance hatte Julian Chrobot, als die Gäste gerade wieder komplett waren. Der junge Stürmer aber setzte eine abgeblockte Scheibe im Nachschuss per Rückhand knapp neben das Tor. In der 25. Dann sprang eine Scheibe im eigenen Drittel genau auf die Kelle von Quinton Howden. Der zog ab, doch Shilin fischte die gefährliche Scheibe wie eine lästige Fliege aus der Luft. Wenig später dann die erste Topchance für Krefeld: Robert Sabolic sah am langen Eck den ganz freistehenden Martin Schymainski, doch der Kapitän brachte die springende Scheibe nicht ganz unter Kontrolle und so war Pogge zur Stelle und wehrte auch den Nachschuss mit der Schiene ab. Generell aber ließen die Pinguine die Hausherren kommen und bauten auf Konter. Das brachte in der 28. die nächste gute Gelegenheit für die Haie: Shilin wehrte einen Schuss ab, Mark Olver kam zum Nachschuss und stocherte die Scheibe knapp neben das leere Gästetor. Das Spiel wurde jetzt etwas offener und in der 29. scheiterte Alex Bergström per Schlagschuss. Und auch zwei Minuten später gab es eine große Chance, doch Schymainski scheiterte freistehend allein per Nachschuss. Und das nutzten die Haie, denn fast im Gegenzug kam Sebastian Uvira fast zum Alleingang. Alex Weiß arbeitete stark zurück und fing den Angreifer noch ab, doch der legte mit tollem Spin-Move zurück auf Howden, der sofort abzog und Shilin mit einem Schuss unter die Latte keine Chance ließ. In der 36. dann die erste Überzahl der Pinguine. Diese spielten es gut und hatten durch Jesper Jensen-Aabo, Laurin Braun und Robert Sabolic gefährlich Abschlüsse, doch sie scheiterten ebenso wie Mirko Sacher und, als die Haie gerade komplett waren, Lucas Lessio an Pogge. Die Pinguine waren jetzt das gefährlichere Team, doch Braun scheiterte in der 39. erneut an Pogge. Tore fielen aber keine und so blieb es nach 40 Minuten beim 1:0 für die Gastgeber.
Zu Beginn des Schlussabschnitts war gleich die Weiß-Reihe aktiv und hatte durch Bergström und den Center selbst Gelegenheiten, doch sie kamen an Pogge nicht vorbei. Danach aber waren wieder die Haie das aktivere Team und mehrfach musste Shilin eingreifen, während sein Gegenüber über weite Strecken einen ruhigen Abend verlebte. Der Deutsch-Russe aber hielt sein Team in der Partie, die weiterhin nur einen Torschuss vom Ausgleich entfernt war. Die Chance dazu hatten in der 49. Jeremy Bracco, Arturs Kulda und Lucas Lessio, doch sie brachten die Scheibe nicht ins Tor. Köln drängte jetzt auf die Entscheidung, Krefeld auf den Ausgleich und so gab es Chancen auf beiden Seiten, doch beide Keeper agierten weiter stark. Den Pinguinen aber lief nun naturgemäß mehr und mehr die Zeit davon. Die Gäste versuchten es noch einmal und 40 Sekunden vor dem Ende ging Shilin vom Eis. Doch es reichte nicht mehr. Die Haie befreiten sich und brachten so das knappe 1:0 über die Zeit.
Damit bleibt es für die Pinguine, die nun im zweiten Spiel gegen Köln zum zweiten Mal ohne eigenen Treffer blieben, bei einem Sieg am Wochenende. Trotz einer erneut starken Defensivleistung wusste das Team nicht an den guten Offensiv-Auftritt vom Freitag anzuknüpfen und verpasste die Chance, in der Tabelle weiter vorzurücken. Das will die Mannschaft nun am Dienstag tun, wenn im Heimspiel die Grizzlys Wolfsburg der Gegner sind.

Strafen:
Köln: 2
Krefeld: 4

Tore:
1:0 32. Howden (Uvira)