Pinguine verlieren kleines rheinisches Derby deutlich

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Das war schon wieder nichts. Am Freitagabend gingen die Pinguine vor knapp über 4000 Zuschauern in der heimischen YAYLA-Arena gegen die Kölner Haie mit 0:6 (0:2, 0:2, 0:2) unter. Den Frust der Fans bekamen die Spieler zuerst auf dem Eis von der Tribüne, und nach dem Spiel durch einige wenige auch vor der Kabine zu spüren. Dank der offenen Worte von Kapitän Martin Schymainski, Co-Trainier Boris Blank und anderen Verantwortlichen konnte die Situation aber entschärft werden.
Zu verstehen ist der Frust der Fans allemal. Erwartungsvoll ging man in die ersten Spiele der Saison, mit 4:6, 3:6 und der nun 0:6-Niederlage steht die Mannschaft nun bereits unter Druck. Dabei hat das Spiel Freitag mit einer exzellenten Gelegenheit begonnen, das Spiel in die richtige Richtung zu bringen. In der zweiten Minute fanden sich Pascal Zerressen und Mark Olver jeweils für zwei Minuten auf der Strafbank. Eine 5-gg-3-Situation und die PP-Formation machte gehörigen Druck auf das Gehäuse von Justin Pogge. Die gute Optik des Überzahlspiels war am Ende leider ergebnislos, machte aber Mut. Ein Mut, der bis zur 12 Minute anhielt.
Krefeld erspielt sich eine 3-auf-1-Situation bei der der letzte Pass von Mo Müller abgefangen werden konnte. Den daraus resultierenden 3-auf-1-Konter der Kölner spielen Maxi Kammerer und Maurice Edwards perfekt aus und stellen den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Die Pinguine wirkten anschließend etwas ratlos aber weiterhin gewillt zu kämpfen. Das Spiel verflachte jedoch nach dem Tor ein wenig.
Leider passierte dann das, was in den ersten Spielen auch schon viel zu häufig passierte. Individuelle Fehler aus dem Nichts machen den Gegner. Ein langer Pass im Aufbau kommt nicht beim Stürmer an der zweiten blauen Linie an und wird von Edwards abgefangen. Dieser bedankt sich, läuft ein paar Schritte in Drittel und hämmert den Puck am chancenlosen Nikita Quapp vorbei trocken in den Winkel für sein zweites Tor am Abend.
Mit dem Tor schien es fast so als sei auch der letzte Optimist im Stadion verstummt. Wichtig sei es laut Coach Clark Donatelli, das Spiel in 5-Minuten-Abschnitte einzuteilen und versuchen diese zu gewinnen. Dieses Unterfangen gelang aber auch zu Beginn des zweiten Drittels nicht. Bereits nach 79 Sekunden vertändeln die Pinguine erneut die Scheibe beim Aufbau, und Matsumoto und Torschütze Barinka bringen des schwarze Spielgerät im Bruchteil einer Sekunde freistehend im Tor unter. Die zweiten 5 Minuten im Mittelabschnitt sahen leider nicht besser aus. Colin Ugbekile erhöht mit einem Schuss von der blauen Linie auf 0:4. Verständliche Schockstarre auf der Nordtribüne und im Rest des Stadions mit Ausnahme des Gästeblocks.
An ähnliches Bild brachte der Schlussabschnitt. Nach den Toren von Luca Sennhenn und dem zweiten Saisontor von Mo Müller, war der Arbeitstag von Nikita Quapp gelaufen. Coach Donatelli wechselte den jungen Schlussmann aus, der insbesondere am Anfang des Spiels ein paar starke Paraden zeigte, aber durch die Gegentore zunehmend sein Selbstvertrauen verlor. Oleg Shilin, der heute als Backup mit unterstützte kam so zu seinen ersten Spielminuten in der PENNY DEL. Zumindest er sollte ein kleines Erfolgserlebnis haben und für den Rest des Spiels ohne Gegentor bleiben.
Unter dem Strich einfach viel zu wenig.

Strafen
KEV 8
KEC 6

Tore
0:1 12. Edwards (Kammerer, Mo Müller)
0:2 19. Edwards
0:3 22. Barinka (Matsumoto)
0:4 27. Ugbekile (Zerressen, Oblinger)
0:5 43. Sennhenn (Olver, Matsumoto)
0:6 44. Mo Müller (Oblinger, Ma Müller)