Pinguine verlieren gegen Köln fünftes Spiel in Folge

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Auch im neuen Jahr sollte es gegen die Kölner Haie nicht zu den ersten Punkten in der PENNY DEL reichen. Trotz einer streckenweise guten Leistung unterliegen die Pinguine am Ende deutlich mit 2:7.
Dass das Spiel unter schlechten Vorzeichen stand wurde bereits in der ersten Minute klar, als die Schwarz-Gelben nach einem Wechselfehler in Unterzahl gerieten. Gerade einmal 10 Sekunden später klickte das Powerplay der Haie in Person Maurice Edwards. Von der blauen Linie zog der Kanadier ab und konnte Sergey Belov, der nach seiner Verletzung wiedergenesen im Aufgebot stand, zum ersten Mal überwinden.
Die Antwort der Pinguine ließ in diesem Fall aber nicht lange auf sich warten. Nach einer kurzen Drangphase der Seidenstädter kam die Scheibe über Laurin Braun und Brett Olson auf den Schläger Martins Karsums, der die schöne Kombination erfolgreich mit einem platzierten Schuss über die Stockhand abschließen konnte.
Es folgte für den Rest des Drittels ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Chancen gab es auf beiden Seiten, das nächste Tor erzielten dennoch leider die Kölner. Im Slot der Krefelder gelang der Puck in der 12. Spielminute wieder zu Edwards, der sich offensiv mit eingeschaltet hatte. Sein Schuss war auf den ersten Blick leichte Beute für Belov, rutschte ihm dann aber doch irgendwie durch die Hosenträger und wurde hinter ihm von Jon Matsumoto über die Linie geschoben.
Sichtlich angefressen von seinem Fehler, setzte Belov in der Folge alles daran, dass das Spiel eng bleibt. Beispielsweise in der 20. Minute, als er in den letzten Sekunden des ersten Drittels einen Querpass Jason Akesons auf Freddy Tiffels perfekt las und im letzten Moment rüberkommen und die Scheibe mit der Stockhand abwehren konnte.
Dies änderte jedoch nichts daran, dass wir wieder einmal mit einem Rückstand in die Kabine gingen. Auch im zweiten Drittel wirkte das Team am Anfang nicht chancenlos unterlegen und erspielte sich gute Chancen. Wieder einmal war es die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die fehlte, um das Spiel auszugleichen. Die Chance in der 24. Spielminute, als gleich drei Krefelder bei einem 3-auf-1, die Scheibe nicht über die Linie bringen konnten, war hier symptomatisch.
So kam es, wie es kommen musste. Die Haie bissen erneut zu. Freddy Tiffels, dieses Mal etwas schneller mit seinem Direktschuss, feuerte die Scheibe an Belovs Stockhandseite vorbei zum 1:3. Im Nachhinein betrachtet, war dies leider auch schon die Vorentscheidung.
Den Pinguinen setzte der Gegentreffer zu. Wieder ein zwei Tore Rückstand gegen einen Rivalen, der die Angriffsbemühungen meistens schon in der Mittelzone im Keim erstickte. Dass der Videobeweis beim 1:4, wie in den letzten Spielen üblich, erneut nicht zugunsten der Pinguine ausfiel, passte in das unglückliche Gesamtbild. Marcel Barinka fälschte die Hartgummischeibe auf Schulterhöhe nach unten ab. Eine knappe Entscheidung, die mit etwas Glück auch für uns hätte ausgehen können.
Das zweite Drittel war jedoch noch lange nicht vorüber. Nur eine Minute später sollten auch die Schwarz-Gelben ein Quäntchen Glück bekommen. Brett Olson entschied in der Offensivzone ein Bully für sich und legte die Scheibe zu Laurin Braun im hohen Slot. Von der Schulter Haie-Goalies Hannibal Weitzmanns prallte die Scheibe hoch in die Luft, fiel auf den Rücken und von dort ins Tor der Kölner – der 2:4-Anschlusstreffer.
Eine etwas bessere Ausgangposition für das letzte Drittel – wäre es gewesen. Leider waren noch immer noch zwei Minuten im Mittelabschnitt zu spielen. Mit 30 Sekunden auf der Uhr fand sich das Spielgerät erneut in gefährlicher Position vor dem Tor wieder. Michael Zalewski mit dem Schuss, Belov bekommt den wild umherspringenden Puck ebenso wenig unter Kontrolle wie Laurin Braun, und der Nutznießer der Situation, Marcel Müller, stach den Puck zum 2:5 über die Linie.
Es sollte die letzte Aktion des Russen Belovs sein, der im Schlussabschnitt gegen den Rookie Nikita Quapp ausgetauscht wurde. Die gute Reaktion, die die Mannschaft im Spiel gegen Düsseldorf zeigte, als Quapp eingewechselt wurde und seine Vorderleute eine deutliche Leistungssteigerung zeigten, wiederholte sich jedoch nicht. Im Gegenteil, denn auch bei Quapps ersten Gegentor in der dritten Minute des Schlussabschnitts, war es dieses Mal Dominik Tiffels, der viel zu viel Raum bekam und den Puck flach unter die Schiene des 17-jährigen her schoss.
„Zu viel Platz für den Gegner“ war leider auch das Motto des Schlusspunkts des Spiels. Aus beinahe identischer Position wie Tiffels zuvor war es Lucas Dumont, der nach starker Vorarbeit Alexander Oblingers in der Ecke die Scheibe schnell und hart auf die hohe Stockhandseite Quapps schleuderte und ihm keine Chance ließ.

Strafen:
Krefeld: 8
Köln: 8

Tore:
0:1 1. Edwards (Akeson, Zalewski)
1:1 5. Karsums (Braun, Olson)
1:2 12. Matsumoto (Edwards, Barinka)
1:3 27. F. Tiffels (Zalewski, Zerressen)
1:4 37. Barinka (D. Tiffels, Mo. Müller)
2:4 38. L. Braun (Olson)
2:5 40. Ma. Müller (Zalewski, F. Tiffels)
2:6 43. D. Tiffels (Sill, Mo. Müller)
2:7 Dumont (Oblinger, Sennhenn)