Pinguine verlieren gegen Berlin erneut im zweiten Drittel den Anschluss – und das Spiel

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Auch im neunten Heimspiel der Saison gehen die Pinguine gegen die Eisbären Berlin leer aus. Am Ende stand es, trotz zwei ordentlicher Drittel, 6:1 aus Sicht der Hauptstädter. Erneut wurden die Schwächen der Pinguine im zweiten Drittel schonungslos offenbart.
Dabei mussten sich die Schwarz-Gelben im ersten Drittel nicht verstecken und hatten laut den nackten Zahlen auch mehr vom Spiel. Einzig Tore wollten, wie in dieser Saison allzu häufig, nicht fallen. Die besten Chancen von Justin Volek und Alex Blank wurden entweder durch Berlins Schlussmann Mathias Niederberger vereitelt oder zu überhastet abgeschlossen und verpufften.
So nahm das Spiel gegen Berlin leider wieder den bekannten, schmerzhaften Verlauf. Den Torreigen eröffnete in der 10. Spielminute Parker Tuomie, der den Puck von hinter der Grundlinie von Vorhand schnell vor das Tor auf die Rückhand zog und in die lange Ecke an den von Beginn an spielenden Sergey Belov vorbei hob.
Den zweiten Treffer erzielte Matthew White nachdem der US-Amerikaner den Puck an der eigenen blauen Linie KEV-Verteidiger Philip Mass abluchsen konnte, frei auf Belov zustürmte und den Puck unter der Stockhand ins kurze Eck zum 0:2 einschoss.
Somit ging es trotz quantitativ höheren Spielanteilen, aber aufgrund der schlechteren Chancenverwertung, erneut mit einem Rückstand in die Kabine. Dieser sollte sich im zweiten Drittel, ob der Unkonzentriertheit der Krefelder, weiter erhöhen. Insgesamt ging der Mittelabschnitt mit 0:4 verloren, teilweise mit erschrecken einfachen Gegentoren, die es in den nächsten Tagen auszuarbeiten gibt. Namentlich waren es Lukas Reichel in der 23. Minute per Bauerntrick, Leo Pföderl in der 26. Minute nach schönem Zuspiel von Marcel Noebels, Berlins Neuzugang Zach Boychuck in der 31. Minute und P.C. Labrie nach einem aus einem Wechselfehler entstandenen 2-auf-0 in der 35. Minute, die für klare Verhältnisse und dem 0:6 Pausenstand sorgten.
Einen Lichtblick gab es dann jedoch bei allem Lehrgeld, welches heute gezahlt wurde, im letzten Drittel doch noch. Die Steigerung im Schlussdrittel sorgte zumindest dafür, dass die Pinguine in Person von Top-Scorer Artur Tyanulin etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. Nachdem Martins Karsums Rebound in der 46. Spielminute im Powerplay im letzten Moment geblockt werden konnte, nahm sich Tyanulin ein Herz, nahm die Scheibe auf, tanzte Noebels aus und warf jeden seiner 177 Zentimeter in den Schlagschuss aus dem hohen Slot – sein fünftes Saisontor, sein zwölfter Punkt im zwölften Spiel. Gleichzeitig aber auch der Endstand in einem Spiel, in dem der KEV über zwei Drittel gut mithalten, aber am Ende die gefährlich zur Gewohnheit werdende Unkonzentriertheit des zweiten Drittels nicht überwinden konnte.

Strafen
KEV 6
EBB 6

Tore
0:1 10. Tuomie (Zengerle, Wissmann)
0:2 15. White
0:3 23. Reichel (Noebels, Pföderl)
0:4 26. Pföderl (Noebels, Reichel)
0:5 31. Boychuk (McKiernan, Fiore)
0:6 35. P.C. Labrie (Ramage, Fiore)
1:6 46. Tyanulin (Karsums, Olson)