Pinguine verlieren „Endspiel“ trotz guter Leistung

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Im so wichtigen „Endspiel“ um die Playoffteilnahme bei den Eisbären Berlin verloren die Krefeld Pinguine vor einer mit 14.200 Zuschauern ausverkauften Mercedes-Benz-Arena in der Hauptstadt mit 3:6 (1:1, 2:1, 0:4).

Entscheidend war dabei eine Schwalbe von Eisbären-Stürmer Austin Ortega, der, von Garrett Noonan kaum berührt, kurz vor dem Ende scheinbar schwer getroffen fiel und liegen blieb und damit eine lange doppelte Überzahl für Berlin brachte, die zum entscheidenden 4:3 führte. Bis dahin hatten die Gäste dreimal geführt.

Nicht einmal eine Minute war im Spiel absolviert, da leisteten sich die Pinguine eine Bankstrafe, überstanden aber die Unterzahl trotz einer Großchance für Eisbären-Torjäger Sean Backman, der aber nur das Außennetz traf, unbeschadet. Die Pinguine kamen gegen sehr aggressive Hauptstädter zunächst kaum ins Spiel und hatten erst nach sechs Minuten ihre erste gefährliche Situation durch James Bettauer, der aber die Scheibe nicht richtig traf. Gut eine Minute später tauchte dann Philip Riefers frei vor Eisbären-Torwart Kevin Poulin auf, wusste diesen aber nicht zu überwinden. Besser machte es in der zehnten Minute Topscorer Daniel Pietta, der nach tollem Pass von Chad Costello sofort abzog und zum 1:0 der Gäste einschoss. Die große Chance zum 2:0 hatte gut drei Minuten später Kirill Kabanov nach tollem Pass von Philipp Kuhnekath, doch Poulin hielt. Im Gegenzug der Eisbären lag dann die Scheibe im Tor. Eisbären-Neuzugang Ortega hatte die Scheibe mit dem Knie über die Linie gedrückt und die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, entschieden dann aber auf keine Kickbewegung und erkannten den Treffer an. Die Pinguine waren aber keineswegs geschockt und antworteten durch zwei gute Chancen durch Pietta und Phillip Bruggisser, die aber beide scheiterten. So ging es nach einem gutklassigen ersten Durchgang mit 1:1 in die Kabinen.

Die Eisbären kamen bärenstark aus der Kabine, doch plötzlich eroberten die Pinguine die Scheibe und Travis Ewanyk und Martin Schymainski waren zum zwei auf null auf und davon und der Erstgenannte lochte zum 2:1 ein. Die Gastgeber drängten auf den erneuten Ausgleich, die Pinguine setzten auf Konter und waren hier immer wieder gefährlich. Doch auch die erste Reihe strahlte jederzeit Torgefahr aus. So in der 30. Minute, als Liga-Toptorjäger Jacob Berglund gleich zweimal aus zentraler Position scheiterte. In der 32. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Die Eisbären hatten Überzahl und zunächst kam Pietta zum Break, wurde aber vor dem Abschluss entscheidend gestört. Berlin kam zum Angriff und Eisbären-Topscorer Jamie MacQueen traf per Direktschuss zum 2:2. Die Pinguine aber antworteten durch eine weitere gute Gelegenheit von Berglund. Die blieb ungenutzt, doch nur Sekunden später war es wie im ersten Durchgang: Costello ging stark über Rechts durch und servierte pfannenfertig in die Mitte, wo erneut Pietta wartete und die Scheibe mit einer Hand an der Kelle über die Linie drückte. Die Pinguine kamen danach sogar noch zu einigen guten Gelegenheiten und nahmen die durchaus nicht unverdiente Führung mit in die Kabine.

Auch im Schlussdurchgang begannen die Eisbären aggressiv und die Pinguine kamen nur selten zur Befreiung. Doch in der 47. Minute setzte sich die erste Reihe einmal mehr in Szene. Costello legte toll auf Martin Lefebvre, doch der verfehlte das Tor knapp. Doch eine Minute später gewannen die Berliner ein Bully in Krefelder Drittel. Florian Kettemer zog einfach von der blauen Linie ab, die Scheibe wurde kurz vor dem Tor unhaltbar für den starken Dimitri Pätzold abgefälscht und schlug zum 3:3 ein. Wieder antworteten die Schwar-Gelben durch einen tollen Wechsel der Topreihe mit klaren Chancen für Berglund und zweimal Pietta. Diesmal blieben sie aber erfolglos. In der 51. Minute dann zwei Topchancen für Eisbären-Stürmer Ortega, doch beide Male war Pätzold stark zur Stelle. Knapp sieben Minuten vor dem Ende folgte dann nach einer beschämenden Schauspieleinlage von Ortega die doppelte Überzahl für die Eisbären und die nutzte erneut MacQueen zum 4:3. Die Pinguine mussten nun natürlich alles nach vorn werfen und jetzt konterten die Eisbären. Und ausgerechnet Ex-Pinguin Marcel Noebels verwandelte aus der Luft direkt zum 5:3. Zwei Minuten vor dem Ende ging Pätzold vom Eis. Doch es brachte nichts mehr. Im Gegenteil. Ausgerechnet Ortega traf Sekunden vor Schluss zum 6:3 ins leere Tor.

Damit sind die Pinguine bereits sechs Punkte hinter dem zehnten Platz und die Playoffchancen schwinden immer mehr. Im Heimspiel gegen München am Dienstag muss nun unbedingt ein Dreier her, soll die Theoretische Chance noch genutzt werden.

Tore:

0:1 10. Pietta (Costello, Berglund)

1:1 14. Ortega(Aubry, Ranford)

1:2 22. Ewanyk (Trivellato, Riefers)

2:2 32. MacQueen (Aubry) PP

2:3 32 Pietta (Costello, Bruggisser)

3:3 48. Kettemer (Aubry)

4:3 53. MacQueen (Dupont, Ortega) PP2

5:3 56. Noebels (Müller, Aubry)

6:3 60. Ortega (Aubry) ENG

Strafen:

Berlin: 10

Krefeld: 18