Pinguine verlieren auch zweites Panther-Duell

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Eine erschöpfte Krefelder Mannschaft reiste zum zweiten Spiel in Bayern innerhalb von 24 Stunden nach Augsburg. Zu holen war bei den Panthern leider nichts. Trotz einer guten Torwartleistung Sergey Belovs, waren die nötigen Körner nicht vorhanden, um an die starke Leistung des Vortags anzuknüpfen. Am Ende stand es 0:5 aus Sicht der Pinguine.
Der Gameplan der Augsburger wurde ab dem ersten Bully offensichtlich. Sergey Belov sollte in seinem ersten Start unter Clark Donatelli alle Hände voll zu tun bekommen – die Panther brachten viele Scheiben zum Tor und hielten das Tempo in der Anfangsphase hoch. Das wurde in der vierten Spielminute durch das erste Tor der Hausherren belohnt. Nach einem aggressiven Forechecking der Panther-Stürmer erfolgt die Ablage an die blaue Linie, wo Verteidiger Henry Haase bereits mit erhobenen Schläger wartete und eine absolute Rakete auf die von ihm aus gesehenen linken Ecke über die Stockhand Belovs losließ. Es war Haases erstes Saisontor.
Im weiteren Verlauf des Drittels kamen die Pinguine etwas besser ins Spiel, leider ohne sich dabei größere Chancen herausspielen zu können. Häufig bekam ein Verteidiger noch den Schläger an den Puck oder das Spielgerät versprang unglücklich. Dass dies nicht der Gipfel des Pechs sein sollte, zeigte sich in der Schlussminute des ersten Drittels. Erneut war es ein Augsburger, Thomas Holzmann, der sich an der blauen Linie ein Herz nahm, zwei Schritte ging und an Belovs linker Schiene scheiterte – wenn, ja wenn da nicht Mirko Sacher neben dem Russen gestanden hätte. Dieser schob gerade einen Augsburger Stürmer aus dem Slot und bekam den Puck so an den Schlittschuh, dass er ihn zum 0:2 ins eigene Tor abfälschte. Es war Holzmanns erstes Saisontor.
Zu Beginn des zweiten Drittels leider ein ähnliches Bild. Der AEV mit deutlich mehr Spielanteilen, gegen eine Krefelder Mannschaft, denen das Spiel vom Vortag merklich in den Beinen steckte. Die Folge: Laurin Braun fand sich in der 24. Minute auf der Strafbank wieder und das Überzahlspiel der Panther ging ans Werk. Die Westbayern, deren Powerplay eher zu den schwächeren in der Liga gehört, war aber gewillt diese Statistik zu verbessern und schaffte dies auch. Zwar erneut auf Umwegen, aber dieses Mal etwas kalkulierter. Vor dem Tor waren sowohl Michael Clarke als auch Holzmann und sorgten für Verkehr vor Belov. In der Wiederholung wurde klar, dass es der Kanadier im Dienst der Panther war, der den Puck im hohen Slot abfälschte. Im Videobeweis wurde leider außerdem klar, dass Holzmann Belov nicht behindert hatte und das Tor behielt seine Gültigkeit.
Der nächste Nackenschlag für die Pinguine folgte in der 31. Minute. Die Bayern nutzten den Platz, den die Pinguine ihnen gaben und kombinierten sich in eine gute Schussposition. Brad McClure war der Profiteur und brachte den Puck an Belov vorbei, der erneut Chancenlos war. Der Russe zeigte aber alles in allem eine sehr gute Leistung und war der Stärkste im schwarz-gelben Dress.
Augsburg schaltete anschließend einen Gang zurück und ließ auch in der Defensive etwas mehr zu. Laurin Braun scheiterte jedoch mit der besten Chance bis zu diesem Zeitpunkt am sonst wenig geprüften Andreas Keller im Gehäuse der Heimmannschaft. Die letzten Minuten im zweiten Drittel machten trotzdem Mut, dass die Mannschaft sich zumindest nicht kampflos geschlagen geben möchte.
So war es dann auch zumindest für die ersten Minuten des Schlussabschnitts. Die Mannschaft erspielte sich in den letzten 20 Minuten noch ein paar nennenswerte Chancen, beispielsweise Alex Blank, der aus sehr spitzem Winkel in der 45. Minute den Puck nicht an Keller vorbei im Tor unterbringen konnte. Die Schlussoffensive der Pinguine war jedoch nicht von langer Dauer und endete spätestens mit der Strafzeit Ivan Petrakovs in der 49. Minute. Denn direkt nach Ablauf der Strafe erhöhten die Hausherren in Person von TJ Trevelyan auf 5:0.
Die letzte Aktion des Spiels gehörte nochmal den Krefeldern als sie nach einer guten Einzelaktion Lucas Lessios nochmal zu einem Powerplay kamen. Dieses wurde jedoch durch ein aufopferungsvolles Unterzahlspiel der Augsburger mit vielen geblockten Schüssen zunichte gemacht und das Augsburger Tor blieb an diesem Tag geschlossen. Es war Kellers erster Saison-Shutout.
Das Ergebnis geht angesichts der vielen zugelassenen Torchancen in Ordnung, eine hoffentlich ausgeruhtere Krefelder Mannschaft sollte daher am Donnerstag zuhause gegen Straubing wieder an die Leistung von Ingolstadt anknüpfen.

Strafen
AEV 2
KEV 6

Tore
1:0 4. Haase (Kristo, Holzmann)
2:0 20. Holzmann (Lamb, Leblanc)
3:0 25. Clarke (Valentine, Leblanc)
4:0 31. McClure (Stieler, Trevelyan)
5:0 51. Trevelyan (Kirsto, Stieler)