Pinguine verlieren 5:2 in Bremerhaven

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Trotz einer erneut guten Leistung in Bremerhaven bleiben die Pinguine nicht eben vom Glück verfolgt. Die 2:5 (1:2, 0:1, 1:1)-Niederlage in Bremerhaven schmerzt. Die Pinguine haben nun kaum noch Chancen auf Rang 10.

Die erste gute Gästechance sahen die 4.541 Besucher in der Halle bereits nach knapp zwei Minuten, als Pietta aus kurzer Distanz einen Pass von Chad Costello aufs Tor brachte, doch Tomás Pöpperle im Bremerhavener Tor war auf dem Posten. Drei Minuten später war es dieselbe Kombination, doch Pietta traf per Direktschuss die Scheibe nicht richtig. Völlig aus heiterem Himmel dann aber das Tor für die Gastgeber in der 7. Minute. Nach einem Bully stand plötzlich Chad Nehring völlig frei und ließ Ilja Proskuryakov im Pinguine-Tor keine Chance. Am Spielverlauf aber änderte der Treffer wenig. Die Gäste kontrollierten weitgehend das Geschehen und waren vor allem durch die erste Reihe stets gefährlich. In der 14. Minute dann die doppelte Strafe für Bremerhaven und damit vier Minuten die Überzahlchance für die Pinguine. Diese aber gab es aufgrund eines Fouls mit Verletzungsfolge an Topscorer Daniel Pietta, der danach auch vom Eis ging und nicht mehr zurückkehrte. Immerhin: Die Überzahl nutzen die Pinguine. Nach einer tollen Kombination mit Costello stand Jacob Berglund richtig und legte die Scheibe zu seinem 30. Saisontor ins Netz. Doch 16 Sekunden vor der Pause eine strittige Situation. Die Scheibe sprang vor Krefelds Tor und Proskuryakov hatte den Schoner am Pfosten. Doch Nehring stocherte nach und Puck und Schoner gleichzeitig über die Linie. Der Schlussmann der Pinguine reklamierte heftig, doch die Schiedsrichter entschieden nach Videostudium auf Tor. Damit ging es mit einem für die Pinguine äußerst undankbaren 1:2 in die Kabinen.

Nach der Pause kam Dimitri Pätzold für Proskuryakov auf das Eis. Die große Chance zum erneuten Ausgleich hatte gleich in der 22. Minute wieder Berglund, doch der Schwede schlug beim Direktschuss über die Scheibe. Vier Minuten später dann aber die erste Chance der Gastgeber nach der Pause und Rylan Schwartz ging allein auf Pätzold zu und ließ diesem keine Abwehrchance. Die Pinguine drängten, leisteten sich aber immer wieder auch Fehler in der Deckung, die zu Chancen für die Gastgeber führten. In der 36. Minute dann aber ein Traumpass von Phillip Bruggisser, der einen Traumpass auf Greger Hanson spielte und der Schwede ging über die linke Seite auf und davon, zog dann knallhart ab und versenkte über den Innenpfosten des langen Ecks zum Anschluss. Eine Minute später dann die absolute Drangphase der Pinguine und binnen Sekunden musste Pöpperle vier, fünf, sechsmal in höchster Not eingreifen. Die Pinguine blieben aber dran und Travis Ewanyk überzog den Keeper perfekt, setzte das Hartgummi dann aber an die Querlatte. So blieb es nach einem gerade zum Drittelende starken Auftritt der Pinguine beim 2:3 nach 40 Minuten.

Im Schlussdurchgang drängten die Schwarz-Gelben von Beginn an auf den Ausgleich und in der 44. Minute zog Garrett Noonan von der blauen Linie ab. Ewanyk fälschte ab und traf zum zweiten Mal an diesem Abend das Torgestänge. Die Gäste beherrschten das Geschehen im Schlussdurchgang zunächst fast nach Belieben, brachten die Scheibe aber nicht an Pöpperle vorbei und um die Hälfte des Abschnitts häuften sich die Abspielfehler und damit die Konter der Gastgeber. Ein solcher Fehlpass führte dann in der 53. Minute dazu, dass erneut Nehring frei vor dem Tor zum Schuss kam und die Scheibe zu seinem dritten Tor des Abends in die Maschen setzte. Die Pinguine hatten Sekunden später die Chance in Überzahl und kamen zum Chancen, wie per Schlagschuss von Bruggisser oder dem Nachschuss von Berglund, doch erneut war Pöpperle stets Herr der Lage. Die Krefelder kämpften und berannten das Bremerhavener Tor, doch es fehlte das Glück im Abschluss und so lief die Zeit herunter. Gut zwei Minuten vor dem Ende ging Pätzold von Eis und die Gäste drängten mit sechs Feldspielern auf den Treffer. Doch es reichte nicht mehr und Bremerhavens Topscorer Mark Zengerle schoss den Puck ins leere Tor.

Da zeitgleich Nürnberg nach 0:2 Rückstand gegen Düsseldorf gewann, sind die Playoffchancen der Pinguine nun eher theoretischer Natur, zumal die Verletzung Piettas fraglos ein Schock ist. Ob und wie lange der Topscorer ausfällt ist noch nicht klar. Trotzdem werden die Schwarz-Gelben am Sonntag gegen Straubing alles geben, um zumindest ihren Teil des nötigen Wunders zu leisten.

Tore:

1:0 7. Nehring (Zengerle, Alber)

1:1 17. Berglund (Costello) PP

2:1 20. Nehring (Alber, Lavallée)

3:1 26. Schwartz (Urbas)

3:2 36. Hanson (Bruggisser, Pätzold)

4:2 53. Nehring (Feser)

5:2 60. Zengerle (Feser, Nehring)

Strafen:

Bremerhaven: 6

Krefeld: 2