Pinguine verlieren 2:5 in Iserlohn

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Im ersten Spiel des zum entscheidenden um die Playoffs stilisierten Wochenendes bei den Iserlohn Roosters setzte es für die Krefeld Pinguine eine bittere 2:5 (0:2, 2:2, 0:1)-Pleite.

Die Schwarz-Gelben setzten vor 4.483 Zuschauern am Seilersee auf Ilja Proskuryakov im Tor. Doch der Russe hatte erneut kein Glück, war an den Gegentoren zwar schuldlos, vermochte aber erneut keinen Sieg zu verbuchen. Im so wichtigen Spiel für den Kampf um die Playoffs begannen die Pinguine kontrolliert und waren zunächst bemüht, keine Chancen der Roosters zuzulassen und das Publikum aus dem Spiel zu halten. In der fünften Minute allerdings gab es die erste Strafe für die Gäste und in dieser ließen die Gastgeber die Scheibe schnell laufen. Plötzlich stand Luigi Caporusso frei und zog ab. Proskuryakov wäre da gewesen, doch Nationalstürmer Lean Bergmann bekam die Kelle in die Schussbahn und fälschte unhaltbar zur Roosters-Führung ab. Die Krefelder antworteten mit einer guten Chance für Daniel Pietta, mussten aber in der zehnten Minute erneut mit einem Spieler weniger agieren. Erneut lief der Puck schnell durch die Reihen der Roosters und Evan Trupp zog schließlich aus spitzem Winkel ab und traf über die Schulter des Pinguine-Keepers zum 2:0. Sekunden später kam Martin Schymainski frei zu Schuss, scheiterte aber an Sebastian Dahm im Roosters-Tor. In der 13. Minute dann die erste Überzahl der Gäste, die aber ohne Torerfolg blieb. Auch, weil Garrett Noonan zweimal in guter Position den Puck nicht richtig traf. Das zweite Powerplay um die 17. Minute brachte dann Chancen am laufenden Band, ins Tor wollte das Hartgummi aber nicht.

Der zweite Abschnitt war dann gerade 50 Sekunden alt, da lief der Puck schnell durch die Krefelder Reihen und Martin Lefebvre täuschte vom linken Bullypunkt den Schuss an, bediente dann aber perfekt Jacob Berglund und der Torjäger hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz ins leere Tor einzulochen. Die Roosters antworteten offensiv und es entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Trotzdem aber entstand am Seilersee nicht die dort eigentlich gewohnte Atmosphäre. Aufregung dann in der 27. Minute. Erst war Travis Turnbull durch und scheiterte am stark reagierenden Proskuryakov. Doch Sekunden später war es erneut der Roosters-Stürmer, der die Kelle in einen Schuss von der blauen Linie hielt und unhaltbar zum 3:1 abfälschte. Die Pinguine waren nicht zwingend genug und in der 32. Minute fiel die mögliche Vorentscheidung. Caporusso kam zum Schuss und traf den Puck perfekt und setzte ihn zum 4:1 genau unter die Latte. Erneut war Proskuryakov machtlos. Dennoch tauschte Bradon Reid ihn nun gegen Dimitri Pätzold aus. Das aber lag nicht an der Leistung des Russen, sondern sollte vor allem dessen Vorderleute wachrütteln. Das war auch von Erfolg gekrönt, denn in der 39. Minute legte Chad Costello erneut für Berglund auf und der Schwede traf per Direktschuss zum 2:4. Trotz einer weiteren Unterzahl blieb es dabei nach 40 Minuten.

Der Schlussdurchgang sah dann Pinguine, die zwar versuchten, noch einmal heran zu kommen, die aber einfach keine klaren Chancen herauszuspielen vermochten. In der 47. Minute gab es dann binnen weniger Minuten mehrere Strafen gegen beide Teams und die Pinguine wollten bei 3 gegen 3 den Anschlusstreffer. Doch ein Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie führte zum Break und DEL-Topscorer John Matsumoto ging allein auf Pätzold zu und traf durch die Beine zum 5:2. Danach war die Partie weitgehend entschieden und die Pinguine spielten sich auch in einer weiteren Überzahl keine ganz klaren Chancen mehr heraus. So blieb es nach 60 Minuten bei einem bitteren 2:5.

Für die Krefelder ist der einzig tröstende Aspekt, dass die härtesten Konkurrenten um die Playoffs, Nürnberg und Berlin, ebenfalls deutlich verloren, so dass sich die Ausgangssituation nicht verändert hat. Dennoch verpassten sie eine große Chance, sich im Playoff-Rennen vorentscheidend abzusetzen. Umso wichtiger ist nun der Sonntags-Auftritt gegen den Elften von der Noris.

Tore:

1:0 7. Bergmann (Caporusso, Yeo) PP

2:0 11. Trupp (Caporusso, Yeo) PP

2:1 21. Berglund (Lefebvre, Pietta)

3:1 27. Turnbull (Dotzler, Yeo)

4:1 32. Caporusso (Trupp, Dmitriev)

4:2 39. Berglund (Costello, Bruggisser)

5:2 48. Matsumoto

Strafen:

Iserlohn: 12

Krefeld: 14+10 Pietta