Pinguine unterliegen nach Penaltys in Bremerhaven

Pinguine unterliegen nach Penaltys in Bremerhaven

Trotz einer guten Leistung und vielen hervorragenden Chancen unterlagen die Krefeld Pinguine den Pinguins Bremerhaven mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 0:1) n.P. und bleiben damit auch im 14. Versuch in Folge sieglos gegen die Norddeutschen. Dabei war speziell das Penaltyschießen mit 17 erfolglosen Versuchen bis zum siegbringenden Treffer für die Gastgeber an Spannung kaum zu überbieten. Das Spiel begann mit einer für die Pinguine nicht unbedingt negativen Meldung, denn Bremerhavens Topscorer Jan Urbas und auch Brock Hooton mussten krankheitsbedingt zuschauen. Die Gäste hingegen waren bis auf den am Fuß verletzten Kai Hospelt in Bestbesetzung in den hohen Norden gereist.

Sie begannen aggressiv und offensiv und hatten in der vierten Minute die erste große Chance durch Jeremy Welsh, doch dessen Nachschuss aus dem Slot wurde von Bremerhavens Torwart Kristers Gudlevskis über das Tor gelenkt. Doch zwei Minuten später war es so weit: Die Pinguine waren mit der ersten Reihe auf dem Eis und über Garrett Noonan und Grant Besse kam die Scheibe auf Rechtsaußen zu Daniel Pietta, der ins Drittel ging und ansatzlos abzog. Die Scheibe schlug wie an der Schnur gezogen im langen Torwinkel zur Pinguine-Führung ein. Eine Zeigerumdrehung später dann die große Chance für die Hausherren, aber Chris Hilbrich versprang frei vor dem Tor die Scheibe, so dass Jussi Rynnäs im Verbund mit seiner Verteidigung zu klären vermochte. Immer wieder schalteten die Gäste schnell um und hatten in der zehnten Minute Pech, als ein Nachschuss von Besse an den Pfosten schlug. Kurz darauf dann die nächste Chance für Welsh, doch praktisch im Gegenzug zog ausgerechnet Ex-Pinguin Justin Fester einfach ab, Rynnäs war die Sicht komplett versperrt und das Hartgummi schlug zum für die Gastgeber glücklichen Ausgleich ein. Die ganz große Chance zur erneuten Führung hatte dann in der 18. Martin Schymainski, der nach tollem Hodgman-Pass ganz frei vor Gudlevskis auftauchte, jedoch per Rückhand scheiterte. 41 Sekunden vor der Pause dann die nächste Chance durch Jacob Lagacé und Welsh und es gab die erste Strafe des Spiels gegen Bremerhaven. Doch mit der Sirene dann auch die Strafe gegen Krefeld und so ging es mit 1:1 und 4 gegen 4 in Durchgang zwei.

Die Situation brachte nichts Erwähnenswertes und bei 5 gegen 5 blieben die Gäste aggressiv und hatten weitere Gelegenheiten, ohne dabei aber richtig zwingend zu sein. Die beste Gelegenheit bis dahin hatte in der 26. Minute Costello in einem schnellen Konter, der aus dem hohen Slot abzog. Besse nahm Gudlevskis die Sicht, doch der Lette hielt dennoch. Ganz eng wurde es dann in der 29. Minute denn in nur einer Aktion mussten Costello und Mark Cundari auf die Strafbank. Das hieß: Volle zwei Minuten doppelte Unterzahl für die Gäste. Die aber arbeiteten hart und Miha Verlic brachte Pietta zu Fall und so ging es mit 3 gegen 4 weiter. Die Pinguine überstanden die Situation und hatten die Chance, als Costello von der Strafbank kommend den Pass bekam, doch er scheiterte, stark bedrängt, an Gudlevskis. Doch wenig später war es doch so weit: Bei einem Konter liefen Schymainski und Mike Schmitz das 2-auf-1. Der Torjäger bediente den jungen Verteidiger und der wartete den erfahrenen Torhüter in der Manier eines Toptorjägers aus und verwandelte sicher zum absolut verdienten 2:1 der Gäste. Weiter blieben die Schwarz-Gelben aktiv und hielten das Geschehen über weite Strecken vom eigenen Tor weg. In der 37. dann aber doch die große Chance für Bremerhaven, als Rynnäs prallen ließ und Carson McMillan zum Nachschuss kam, doch der Finne wehrte im Verbund mit Cundari ab. Nun aber waren die Gastgeber da, bedrängten das Tor der Gäste und so kam die Scheibe zu Tomas Sykora, der aus dem Slot sofort abzog und zum erneuten Ausgleich traf. So stand es ach nach 40 Minuten unentschieden.

Im dritten Durchgang, nur noch mit drei Schiedsrichtern, da einer der Linesmen verletzt vom Eis musste, ging es dann ganz schnell: Torsten Ankert chippte die Scheibe aus dem eigenen Drittel. Diese sprang Stefan Espeland über die Kelle und so ging Besse auf und davon und er traf aus halbrechter Position hoch ins lange Eck zum 3:2. Die Pinguine machten weiter Druck, mussten sich aber in der 45. Minute einer Unterzahl erwehren. In dieser kam Mark Zengerle zum Schuss und traf ansatzlos zum erneuten Ausgleich ins kurze Eck. Die Gäste antworteten mit einem 2-auf-1-Konter über Pietta und Costello. Der DEL-Topscorer kam zum Direktschuss, doch Gudlevskis war mit einem tollen Save zur Stelle. Weiter drängten die Schwarz-Gelben und hatten durch Saponari, Noonan und Welsh gleich gute Gelegenheiten. Weiter drängten die Gäste und Pietta und Costello hatten in der 50. die nächsten Chancen. Die Pinguine waren im Schlussdurchgang das klar bessere Team und berannten das Tor der Norddeutschen, doch die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. So blieb es auch nach 60 Minuten beim 3:3 und die Overtime musste die Entscheidung bringen.

Die erste große Chance hatten dabei die Krefelder bei einem 2-auf-1 von Costello und Pietta. Doch der Ur-Krefelder zögerte zu lang und so blieb die Chance ungenutzt. Nur Augenblicke später bekam dieser einen Check von Espeland und musste offensichtlich angeschlagen vom Eis geführt werden. In der 63. dann zunächst Besse mit der nächsten großen Chance für Krefeld und im Gegenzug tauchte Patrick Alber frei vor Rynnäs auf, doch der Finne hielt. Danach aber wieder die Gäste, doch Vinny Saponari, Welsh und Costello scheiterten und so ging es ins Penaltyschießen.

Es begannen die Norddeutschen mit Feser, der Rynnäs verlud, dann aber den Puck am Tor vorbei legte. Es antwortete Welsh, der ebenfalls scheiterte. Sykora scheiterte für Bremerhaven, Saponari für Krefeld. So kam es auf die (zunächst) letzten Schützen an. Rynnäs hielt gegen Corey Quirk und so konnte Pietta, der weiterspielen konnte, die Partie entscheiden, kam aber ebenfalls nicht an Gudlevskis vorbei. Lagcé blieb als nächster ebenfalls erfolglos und Rynnäs hielt sein Team gegen Zengerle im Spiel. Als fünfter Krefelder lief Cundari an und blieb ohne Treffer und auch Verlic scheiterte. Besse verfehlte das Tor ebenso wie Espeland. Auch Laurin Braun blieb ohne Treffer – ebenso wie Mauerman. Gudlevskis hielt gegen Phillipp Kuhnekath ebenso wie Rynnäs gegen Feser. Schymainski scheiterte am Letten und so war alles bereitet für Dominik Uher, der im 18. Versuch als erster traf und damit für die Entscheidung sorgte.

Damit blieben die Pinguine auch im 14. Versuch in Folge sieglos gegen Bremerhaven. Und das, obwohl sie über weite Strecken das bessere Team waren und die klar besseren Chancen hatten. Weiter geht es nun am Samstag im Heimspiel gegen Wolfsburg.

Strafen:

Bremerhaven: 4

Krefeld: 10

Tore:

0:1 6. Pietta (Besse, Noonan)

1:1 11. Feser (Alber)

1:2 34. Schmitz (Schymainski)

2:2 39. Sykora (Zengerle, Hilbrich)

2:3 42. Besse (Ankert)

3:3 45. Zengerle (Sykora, Fortunus) PP

4:3 65. Uher GWPS

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