Pinguine unterliegen knapp gegen die Schwenninger Wild Wings

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Auch im vorletzten Heimspiel der Saison sollte es für die Krefeld Pinguine am gestrigen Montag nicht zu Punkten reichen. Trotz einer couragierten Leistung und eines bestens aufgelegten Marvin Cüppers im Tor der Seidenstädter unterlag man knapp mit 1:2 gegen die Schwenninger Wild Wings. Sein PENNY DEL-Debüt gab Youngster Maciej Rutkowski, der in der stark angeschlagenen Pinguine-Mannschaft seine ersten Profi-Schritte gehen konnte. Auch Nils Kapteinat war aus der Oberliga-Mannschaft des KEV 81 als Backup hinter Cüpper aufgestellt.
Die Pinguine starteten genauso, wie Cheftrainer Clark Donatelli es nach den desaströsen Auftaktminuten beim letzten Heimspiel gegen Nürnberg forderte. Ab dem ersten Bully kämpften sich die Schwarz-Gelben ins Spiel und hatten auch die erste Chance. Gerade einmal 59 Sekunden dauert es, ehe Filips Buncis von Martin Schymainski auf die Reise geschickt wurde und frei auf Wild Wings-Schlussmann Joacim Eriksson zulief. Der großgewachsene Lette ließ dem Rechtsfänger im Gehäuse der Schwarzwälder keine Chance und netzte auf der Fanghandseite zum 1:0 ein.
Die Freude über den gelungenen Start war jedoch nur von kurzer Dauer. 66 Sekunden später waren es die Schwenninger, die in Person Daniel Pfaffenguts den Ausgleich erzielen konnten. Pfaffengut positionierte sich geschickt vor dem Tor und wurde von Boaz Bessen, der einen Rebound von Dylan Yeo unter Kontrolle und vor das Tor bringen konnte, perfekt in Szene gesetzt. Keine Chance für Cüpper, der sich an diesem Abend über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen konnte. Insgesamt 80 Schussversuche der Schwarzwälder, davon 56 auf das Tor, zeigen deutlich, dass die Mannschaft defensiv trotz des guten Ergebnisses zu viele Schüsse zuließ.
Zudem machten individuelle Fehler und letztlich auch eine Undiszipliniertheit den Unterschied in diesem Spiel aus. Lucas Lessio, dessen persönliches Tête-à-Tête mit Wild Wings-Stürmer Alexander Weiss auf der Strafbank endete, konnte von draußen nur zusehen, als das Powerplay der Süddeutschen in der 12. Minute an die Arbeit ging. Von der blauen Linie war es Cloby Robak, der als Zwischenstation zwischen den Zwillingen Tyson Spink als Vorlagengeber und Tylor Spink als Abfälscher vor dem Tor agierte und das Powerplay nach 30 Sekunden zum Erfolg brachte.
Anschließend pendelte sich das Spiel zwischen beiden Spielhälften ein. Immer wieder kamen beide Teams zu Torchancen, Cüpper und Eriksson hatten aber für den Rest der Partie immer die richtige Antwort parat.
Auch im zweiten Drittel erspielten sich beide Mannschaften Möglichkeiten, jedoch selten mit der letzten Entschlossenheit. Das aggressive Unterzahlspiel der Wild Wings machte beispielsweise einen kontrollierten Aufbau schwer, die Pinguine fanden aber doch immer Lücken und kamen in der 34. Minute beinahe zum Ausgleich, hätte Eriksson die Situation nicht gut gelesen und seine Kelle ausgefahren, um einen Pass aus dem Gefahrenbereich zu befördern. Doch auch die Schwenninger hielten den Druck auf Cüpper aufrecht, ihre beste Chance als Andreas Thuresson aus dem Slot einen One-Timer Richtung Tor brachte.
Die beiden Verteidigungsseiten sollten dem Druck der jeweiligen Gegenseite jedoch standhalten – auch im letzten Drittel. Trauriger Höhepunkt des auf Augenhöhe geführten Spiels war die Verletzung Darin Olvers, der nach einem Check gegen Brett Olson unglücklich umknickte und das Spiel mit Schmerzen im linken Knie verlassen musste. Gute Besserung, an dieser Stelle.
Sportlich investierten die Pinguine in den letzten Minuten noch einiges, um den Ausgleich zu erzielen, blieben aber letztlich glücklos. Trotz eines sechsten Feldspielers sollten die Pinguine in den Schlusssekunden leider nicht mehr gefährlich vor das Tor kommen, zeigten aber mit einem weiterhin stark verkleinerten Kader eine solide und kämpferische Leistung.

Strafen
KEV 4
SWW 4

Tore
1:0 1. Buncis (Schymainski, Gläßl)
1:1 2. Pfaffengut (Bessen, Yeo)
1:2 12. Tylor Spink (PP)(Robak, Tyson Spink)