Pinguine unterliegen knapp gegen den ERC Ingolstadt

Kategorien
Spielberichte

Nach einem hart umkämpften Spiel standen die Pinguine am gestrigen Abend leider wieder ohne Punkt da. Durch ärgerliche Strafen zu Beginn des letzten Drittels war man zuerst mit drei Toren in Rückstand geraten, ehe eine couragierte Aufholjagd mit zwei späten Toren nicht belohnt werden konnte.
Schon vor dem ersten Bully stand fest, dass das Spiel zwischen den Krefeld Pinguinen und dem ERC Ingolstadt ein besonderes wird – sowohl für den KEV als auch für Daniel Pietta im Dress der Panther. Das Pinguine-Urgestein sollte, nach dem Video-Tribut im Rahmen der Starting Six-Präsentation, direkt im Fokus stehen. Die Nummer 86 timte einen Bodycheck falsch und wurde deswegen für zwei Minuten hinausgestellt. 10 Sekunden später traf es auch Simon Schütz für die Panther wegen Spielverzögerung, sodass ein 5-gegen-3-Powerplay zu Werke gehen konnte. Diesen Platz nutzten die Pinguine auch direkt aus und brachten Scheiben zum Tor. 17 Sekunden später stand Ivan Petrakov genau richtig und brachte den Puck aus kurzer Distanz im Tor unter nachdem der frischgebackene Vater „Dad“ Olson ihm den Puck mit dem Schlittschuh legal zu kickte.
In der Folge war das Spiel zuerst ausgeglichen, dann zum Ende des ersten Drittels Ingolstadt etwas stärker und vor dem Tor eiskalt. In der 11. Minute glich zuerst Hans Detsch aus, 38 Sekunden später brachte Tim Wohlgemuth die 1:2 Führung. Beide Male wurden die Torschützen vor dem Tor Sergey Belovs sträflich frei stehengelassen und so ging es wieder einmal mit einem Rückstand in die Kabine.
Im zweiten Drittel sollten vor allem die Torleute im Mittelpunkt stehen. Sowohl Belov als auch Michael Garteig machten mit einigen guten Paraden auf sich aufmerksam. Insbesondere dem Russen im Tor und dem Unterzahlspiel der Pinguine war es zu verdanken, dass die Seidenstädter nicht bereits mit zwei oder gar drei Toren im Rückstand lagen. Die gute Verteidigungsarbeit münzten die Schwarz-Gelben in der 29. Minute in den Ausgleichstreffer um. Kurz nach einer abgelaufenen Straße bedienten die Braun-Brüder den heranrauschenden Nikita Shatsky, der den Puck oben links an Garteig vorbeischoss.
Daraufhin folgte ein reger Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften mit insgesamt drei weiteren abwechselnd fallenden Toren. Schütz in der 32. Minute von der blauen Linie als ausgerechnet Shatsky den Puck unglücklich im Slot abfälschte, Artur Tyanulin in der 38. Minute mit dem Ausgleich, und keine Minute später Petrus Palmu auf der Gegenseite erneut mit der Führung für die Schanzer. Das muntere Hin-und-Her sollte durch die Pausensirene jedoch unterbrochen werden.
Zu Beginn des letzten Drittels brachten sich die Pinguine leider selbst in unnötige Bedrängnis. Zuerst fand Kristofers Bindulis, so wie viele Zuschauer zuhause heraus, dass aufgrund der Corona-Regeln das Spielen mit fehlendem Handschuh nicht gestattet ist. Die Überzahl nutzen die Panther prompt aus und erhöhten mit Ablauf der Strafe durch Wayne Simpson auf 3:5. Pinguine-Assistent Olson, der mit der Strafe und dem daraus resultierenden Tor nicht einverstanden war, überspannte offenbar den Bogen so sehr, dass auch er für zwei Minuten zum Abkühlen geschickt wurde. Auch diese Überzahlsituation nutzen die Ingolstädter aus. Über Wohlgemuth und Pietta landete die Scheibe erneut bei Simpson, der lediglich das leere Tor treffen musste und mit dem 3:6 für die Vorentscheidung sorgte.
Doch die Pinguine ließen sich dieses Mal nicht hängen und erspielten sich weiterhin Torchancen. Nach einer Strafe gegen Ingolstadt fünf Minuten vor dem Ende des Spiels nahm Clark Donatelli seine Auszeit und schwörte die Mannschaft zum Schlussangriff ein. Eine knappe Minute später staubte Kapitän Martin Schymainski vor dem Tor ab und schob den Puck an Garteig zum 4:6 vorbei. Damit war das Spiel jedoch immer noch nicht zu Ende. 58. Spielminute: Laurin Braun auf Tom-Eric Bappert, der wiederum auf Artur Tyanulin ablegte. Der quirlige Russe mit einem imposanten Solo und ansehnlich angetäuschten Schuss, und plötzlich doch mit dem Finger am Abzug und dem 5:6.
Doch die Belagerung der Pinguine sollte am Ende leider zu spät kommen. Trotz des sechsten Feldspielers und des Dauerdrucks in der Schlussminute lief die Uhr zugunsten der Ingolstädter ab.

Strafen
KEV 12
ING 12

Tore
1:0 1. Petrakov (PP) (Olson, Sacher)
1:1 11. Detsch (Ellis, Soramies)
1:2 11. Wohlgemuth (Höfflin, Stachowiak)
2:2 29. Shatsky (L. Braun, C. Braun)
2:3 32. Schütz (Wagner, Simpson)
3:3 38. Tyanulin (Lessio, Mass)
3:4 39. Palmu (Höfflin, Stachowiak)
3:5 44. Simpson (Ellis, Wohlgemuth)
3:6 46. Simpson (Pietta, Wohlgemuth)
4:6 57. Schymainski (L. Braun, C. Braun)
5:6 58. Tyanulin (Bapert, L. Braun)