Pinguine unterliegen in Ingolstadt

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Die kleine Siegesserie der Krefeld Pinguine ist nach zwei Erfolgen gekappt. Am Dienstagabend unterlag die Mannschaft von Igor Zakharkin bei den Ingolstädter Panthern mit 1:3 (1:2, 0:1, 0:0). Dabei war die Mannschaft speziell nach dem Erfolg gegen Augsburg am Sonntag durchaus optimistisch nach Niederbayern gefahren. Allerdings musste Zakharkin in Anton Berlyov und Leon Niederberger (beide Unterkörperverletzung) zwei Stammkräfte ersetzen. Im Tor setzte der Russe erneut auf den am Sonntag starken Nikita Quapp. Der genesene Oleg Shilin nahm erneut auf der Bank Platz. Auf Seiten der Gastgeber startete der NHL-erfahrene Finne Karri Rämö. Damit standen sich der jüngste DEL-Torwart und einer der erfahrensten Vertreter gegenüber.

Die Partie begann, anders als in den vergangenen Spielen zumeist, alles andere als optimal für die Gäste. Gleich vom ersten Wechsel an dominierten die Panther und setzten die Pinguine in ihrem eigenen Drittel fest. Quapp stand gleich in den ersten Wechseln mehrfach im Blickpunkt, doch nach knapp zwei Minuten war er machtlos. Zwei Spieler standen unmittelbar vor seiner Nase, als Emil Quaas von der blauen Linie abzog. Die Scheibe rutschte zwischen Stürmer und Verteidiger hindurch  und schlug unhaltbar für den jungen Goalie ein. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, entschieden aber, dass keine regelwidrige Behinderung des Torhüter vorgelegen hatte. Weiter drängten die Niederbayern und wieder zwei Minuten später zog Wayne Simpson nach einem Abpraller direkt ab. Quapp war eigentlich in der Ecke, doch die Scheibe fand genau ein kleines Loch und schlug zum 2:0 ein. In der Folge wurden die Pinguine stärker und hatten in der 9. Minute durch einen gefährlichen Direktschuss von Robert Sabolic die erste gute Chance, doch der Ex-Ingolstädter verfehlte das Ziel knapp. Keine zwei Minuten später durften die Rheinländer dann doch jubeln. Jeremy Bracco zog einfach mal ab, die Scheibe traf einen Ingolstädter Schläger, flatterte und  so griff Pather-Goalie Rämö daneben, der Puck sprang ihm an die Maske und traf von dort einen zurückeilenden Verteidiger, von dem sie sich in die Maschen senkte. Ein sicher sehr unglückliches Tor aus Sicht der Hausherren. Die Pinguine aber waren jetzt voll im Spiel. In der 14. Minute gab es dann das erste Powerplay für die Krefelder und damit die Chance zum Ausgleich. Die Scheibe lief gut, ein richtig gefährlicher Abschluss aber kam nicht zu Stande. Gut eine Minute vor dem Ende des Drittels dann die erste Unterzahl, doch Niclas Lucenius stahl den Puck und ging allein auf Rämö zu, doch der parierte den Schuss des Landsmannes und so ging es mit 2:1 für Ingolstadt zum ersten Mal in die Kabinen.

Durchgang Zwei begann dann allerdings fast wie der Erste. Noch in Überzahl kamen die Panther ins Drittel. Den ersten Schuss parierte Quapp, doch dann kam Louis-Marc Aubry völlig frei zum Schuss und knallte das Hargummi genau neben den Pfosten zum 3:1 in die Maschen. Die erste gute Gelegenheit zum Anschluss hatte in der 25. Minute Sabolic, der Rämö auf die Schienen zwang, um das Tor herum zog und per Bauentrick das leere Tor hatte, die Scheibe aber nicht herum bekam. Die Pinguine versuchten jetzt durchaus, offensiv zu agieren. Allein, klare Chancen blieben Mangelware. Das änderte sich in der 37.: Die Pinguine hatten gerade eine zweite Unterzahl sicher überstanden und Alex Weiß kam von der Strafbank. Er bekam den langen Pass und lief frei auf das Tor zu. Rämö kam weit aus seinem Kasten und der Stürmer zog vom Bullypunkt ab, doch der Finne im ERCI-Tor hielt. So blieb es nach 40 Minuten beim 3:1 für die Panther.

Der Schlussdurchgang erlebte dann weiter aktive und aggressive Panther, die den großen Namen im Team wie Daniel Pietta, Jerome Flaake, Chris Bourque oder Aubry in dieser Partie durchaus gerecht wurden. In der 45. Minute dann aber die große Chance zum Anschluss: Nach tollem Pass von Alex Bergström war Laurin Braun durch, versuchte, Rämö zu verladen, doch der Schlussmann der Panther hielt ebenso, wie Sekunden später gegen Weiß. Insgesamt aber kamen die Gäste schlicht zu zu wenigen Abschlüssen und mussten in der 52. auch noch eine weitere Unterzahl überstehen. Das gelang sicher und wenig später dann die Überzahl für die Gäste. Doch passend zum Spielverlauf brach Jesper Jensen-Aabo in bester Schussposition der Stock. Das führte zum Konter, den der dänische Nationalverteidiger ohne Stock verteidigen musste. Am Ende hielt Quapp einmal mehr stark gegen Mirko Höfflin. Auch weiter versuchten die Pinguine, noch einmal heran zu kommen, doch die Chancen hatten eher die Gastgeber. Immer wieder hielt der beste Mann auf dem Eis, Nikita Quapp, sein Team im Spiel. Doch am Ende reichte es nicht und die Panther retteten den für sie insgesamt absolut verdienten Sieg über die Zeit. Dieser hätte sogar noch ganz knapp ausfallen können, doch Lucenius scheiterte Sekunden vor Schluss aus kurzer Distanz.

Am Ende bleibt zu konstatieren, dass die Schwarz-Gelben an diesem Abend offensiv nicht ihr bestes Spiel erwischten und kaum entscheidend zum Abschluss kamen. Allein der bärenstarke Quapp war dafür verantwortlich, dass es bis zur Schlusssirene ein enges Spiel blieb. Die Pinguine haben jetzt nicht lange Zeit zur Regeneration, ehe sie am Freitag zu Angstgegner Pinguins Bremerhaven reisen.

 

Strafen:

Ingolstadt: 6

Krefeld: 8

 

Tore:

1:0 2. Quaas (Feser, Storm)

2:0 4. Simpson

2:1 11. Bracco

3:1 21. Aubry (PP)