Pinguine unterliegen im ersten kleinen Derby der Saison knapp

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Kurz vor der besinnlichen Zeit empfingen die Krefeld Pinguine am zweiten Spieltag der PENNY DEL-Hauptrunde am Mittwoch die Iserlohn Roosters. Trotz einer guten Leistung und deutlichen Leistungssteigerung zum Spiel in Wolfsburg, sorgte das zweite Drittel leider dafür, dass es wieder keine Punkte gab – denn die Roosters gewannen letztlich knapp mit 3:2.
Dabei sah es im ersten Drittel noch sehr gut aus für die Schwarz-Gelben. Beide Mannschaften gingen ein überraschend hohes Tempo und erspielten sich einige Torchancen, die die Torleute Sergey Belov auf Seiten der Pinguine, und Andreas Jenike bei den Roosters, auf die Probe stellten. Das erste Weihnachtswunder ereignete sich dann in der achten Spielminute. Nicht nur arbeitete sich Ivan Petrakov nach schöner Vorarbeit Arthur Tyanulins geschickt durch und schoss den Puck an Jenike vorbei ins Tor, das Ganze geschah zu allem Überfluss auch noch im Powerplay, an dem Cheftrainer Mihails Svarinskis seit einigen Wochen mit der Mannschaft arbeitet.
Die Freude über die Führung hielt jedoch lediglich vier Minuten. Brent Aubin war es, der ausgerechnet den Fehler Petrakovs beim Aufbau an der blauen Linie ausnutzen konnte und den völlig freistehenden Joseph Whitney vor dem Tor fand. Whitney nutzte das Mini-Break eiskalt aus und schob den Puck zwischen Belovs Beinen hindurch.
In der Folge musste Belov weiterhin ein ums andere Mal seine Klasse unter Beweis stellen. Viele abgefälschte oder verdeckte Schüsse aber auch ein Breakaway in der 20. Spielminute durch den Roosters-Spieler Casey Bailey konnten den Russen im ersten Drittel nicht mehr überwinden. Dieser Trend setzte sich auch in der zweiten Periode fort. Brent Raedeke testete Belovs Fanghandseite in der 22. Minute, Nummer 72 verkürzte den Winkel geschickt und fügte dem Save noch das Gewisse extra hinzu, um seiner Mannschaft vielleicht noch ein bisschen Aufschwung zu geben – vergeblich. Denn in der 33. Minute überwand Philip Riefers, selbst lange Pinguin, Abwehr und Torwart mit einem Schuss von der blauen Linie. Nicht übermäßig hart, aber dafür geschickt getimt, genau in dem Moment, als Belov gerade die Sicht verdeckt wurde.
Auch in der Folge kamen die Pinguine im zweiten Spielabschnitt nicht in Tritt und erspielten sich leider nur wenige Chancen, wodurch sie auch hinten wenig entlastet wurden. So kam es, wie es kommen musste, als Raedeke und Alexandre Grenier in der 38. Spielminute die Scheibe im Mitteldrittel eroberten und nach schöner Kombination Alex Trivellato und Tom-Eric Bappert ausspielen und das 3:1 erzielen konnten.
Das schwache zweite Drittel wollten die Jungs aber nicht auf sich sitzen lassen, haben laut Kapitän Martin Schymainski in der Drittelpause auch einen „verdienten Anschiss“ vom Trainergespann bekommen, und nahmen das Heft anschließend in die Hand. „Schymmi“ war es auch der den Anschlusstreffer der Pinguine direkt vorbereitete. Sein Schuss auf die Fanghand konnte durch Jenike in der 45. Minute lediglich abgeblockt aber nicht gefangen werden und landete bei Tyanulin der brachte die Scheibe über die Linie und damit die Pinguine wieder ins Spiel. Es folgten jedoch bange Sekunden, als sich das Schiedsrichtergespann um Marc Iwert und Aleksi Rantala das Tor im Videobeweis nochmal ansahen, um sicherzustellen, dass der russische Rotschopf den Puck auch legal über die Linie brachte. Die Bestätigung der Unparteiischen kam und damit begann der Schlussspurt der Pinguine!
Leider belohnten sich die Krefelder nicht mehr für ihr gutes Engagement und ihre mutige Spielweise des letzten Drittels. Die Seidenstädter erspielten sich beispielsweise in Person von Lucas Lessio weiter gute Chancen und setzten sich in den letzten Minuten beinahe dauerhaft im Drittel der Iserlohner fest. Leider hielt das Abwehrbollwerk der Sauerländer und die Pinguine mussten sich am Ende geschlagen geben und gehen somit ohne Punkte aus den ersten zwei Spielen.
Trotzdem macht der Auftritt der jungen Mannschaft Mut und auf der couragierten Leistung des ersten und letzten Drittels lässt sich aufbauen. Svarinskis und Blank werden sich über die Weihnachtstage vermutlich Gedanken machen, wie die Mannschaft über 60 Minuten konstant ihr Niveau halten kann.