Pinguine unterliegen Frankfurt nach Penaltyschießen 2:3

Pinguine unterliegen Frankfurt nach Penaltyschießen 2:3

Die Krefeld Pinguine verlieren ihr erstes Testspiel vor 2740 Zuschauern mit 2:3 (0:1; 1:1; 1:0; 0:0; 0:1).

Zum Auftakt in die neue Saison und ersten Testspiel unterlagen die Krefeld Pinguine am Sonntagmittag gegen Kooperationspartner Löwen Frankfurt mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Für die Fans der Pinguine war das Spiel traditionell eine willkommene Reise in die Vergangenheit, denn das Spiel fand, wie in den vergangenen Jahren üblich, in der Rheinlandhalle statt. Vor einer entsprechend guten Kulisse von 2.740 Zuschauern, die für eine tolle Stimmung sorgten, fehlten bei den Schwarz-Gelben ein halbes Dutzend Akteure. Dimitri Pätzold, Torsten Ankert, Daniel Pietta, Jeremy Welsh, Chad Costello und Martin Schymainski waren verletzt nicht einsatzbereit oder wurden geschont. Dafür bekamen die Fans der Schwarz-Gelben erste Eindrücke von den anderen neuen Spielern wie Grant Besse, Justin Hodgman oder Torwart Jussi Rynnäs.

Die Partie begann ausgeglichen und sah aggressive und spielfreudige Gäste, die überdies nach bereits drei Testspielen – eins davon am Freitag ein 7:1-Sieg gegen das Oberligateam des KEV81 – bereits eingespielter waren. Klare Chancen blieben aber zunächst auf beiden Seiten Mangelware. Eine solche war es denn auch nicht, die den ersten Treffer des Tages brachte. Nach einem gewonnen Bully für den Gast durch Eduard Lewandowski zog Marius Erk per Schlagschuss direkt ab und das Hartgummi schlug, leicht verdeckt, genau in den Winkel des Pinguine-Tores ein. Die Hausherren zeigten eine Reaktion und beherrschten fortan das Geschehen, ohne allerdings zunächst ganz klare Gelegenheiten zu erspielen und den aus Krefeld an den Main gewechselten Patrick Klein vor all zu große Aufgaben zu stellen. So blieb es zur ersten Pause beim 0:1.

Früh im zweiten Durchgang dann galt es für die Hausherren, eine halbminütige doppelte Unterzahl zu überstehen. Das gelang, in der 25. Minute fiel der Ausgleich. Bei einem druckvollen Wechsel war Alex Trivellato aufgerückt, bekam einen tollen Pass des jungen Niklas Postel und drückte diesen aus kurzer Distanz über die Linie. Die Pinguine beherrschten jetzt das Geschehen auf dem Eis, mussten aber in der 30. Minute einmal mehr in Unterzahl agieren. Und nach exakt 30 Minuten war es ausgerechnet ein weiterer Ex-Pinguin, Maximilian Faber, der abzog und zur erneuten Gästeführung traf. Es folgte das erste Pinguine-Powerplay des Spiels und immer wieder lief die Scheibe wunderschön durch die schwarz-gelben Reihen. Mehrfach stand Klein im Blickpunkt. Mit etwas Glück aber überstanden die Gäste die Situation. Gleiches galt für ein weiteres Überzahlspiel kurz vor der Pause und so blieb es nach 40 Minuten bei einer knappen 2:1-Gästeführung.

Die große Ausgleichschance hatte in der 42. Minute der starke Postel per Alleingang nach toller Bewegung, setzte den Puck aber knapp über das Tor. Die Pinguine hatten nun das Gästetor ins Visier genommen und sorgten für einige gute Chancen – in der 48. aber auch Glück, als nach einem Scheibenverlust drei Frankfurter allein auf Rynnäs zuliefen. Allerdings war der Scheibenführende, Adam Mitchell, ein gutes Stück vor seinen Teamkameraden. Es wurde jetzt physischer auf dem Eis, in der 51. Minute hatte Frankfurts Daniel Wirt Pech, als er nur den Pfosten traf. Die Pinguine aber blieben dran und hatten in der 55. Minute Powerplay. Diesmal ging es ganz schnell: Garrett Noonan legte quer auf Phillip Bruggisser, der zog in gewohnter Manier knallhart ab und traf zum absolut verdienten Ausgleich. Jetzt drängten die Krefelder auf den Siegtreffer. Dieser aber fiel nicht mehr und so ging das Spiel in die Verlängerung. Hier gab es früh die Überzahl für Frankfurt, die wenig später zu 1:26 Minuten doppelter Überzahl wurde. Doch auch Frankfurt leistete sich wenig später eine Strafe, so überstanden die Pinguine die Situation. Es folgten weitere Strafen auf beiden Seiten in einem jetzt zerfahrenen Spiel, in dem folglich, wie schon vor Jahresfrist zwischen beiden Teams, das Penaltyschießen die Entscheidung herbeiführen musste.

Besse scheiterte an Klein, Lewandowski traf für Frankfurt. Lagacé verwandelte mit einer tollen Bewegung sicher. Ex-Pinguin Koziol blieb gegen Rynnäs ohne Torerfolg. Hodgman vermochte Klein nicht zu überwinden. Rynnäs hielt sein Team gegen Ranta im Spiel, war aber gegen Faber, der genau in den Winkel traf, chancenlos. So musste Kruminsch treffen, blieb aber erfolglos und Frankfurt feierte den knappsten denkbaren Erfolg.

Die Pinguine aber zeigten durchaus gute Ansätze. Frankfurts Goalie Klein wurde nach dem Spiel auch von den Krefelder Fans nach langer Zeit in Schwarz-Gelb gefeiert.

Strafen:

Krefeld: 18

Frankfurt: 16

Tore:

0:1 11. Erk (Lewandowski)

1:1 25. Trivellato (Ewanyk, Postel)

1:2 31. Faber (Macaulay) PP

2:2 55. Bruggisser (Noonan, Hospelt) PP

2:3 65. Faber GWPS

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