Pinguine unterliegen deutschem Meister knapp

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Wer hätte vor zwei Wochen noch gedacht, dass wir den Spielbericht mit den Worten „Die Krefeld Pinguine verlieren das Duell gegen den Deutschen Meister aus Berlin unglücklich“ beginnen können, und wir es auch so meinen. Denn erst im letzten Drittel konnten die Hauptstädter das Spiel zu ihren Gunsten drehen und den Sieg eintüten.

Erneut erhielt Oleg Shilin den Vorzug vor Sergey Belov und Nikita Quapp und zahlte das Vertrauen der Trainer wie in den vorangegangenen Spielen, an die Mannschaft zurück und machte mit einigen spektakulären Paraden – und ein bisschen Hilfe seiner Vorderleute – das Tor im ersten Drittel dicht.

Doch auch Mathias Niederberger, sein gegenüber im Tor der Eisbären, zeigte warum er einer der besten deutschen Torleute ist. Die größte Chance konnte er von Lucas Lessio in der 15. Minute vereiteln, als dieser einen Pass von Niclas Lucenius empfing und den Puck nicht am 28-jährigen vorbeibringen konnte.

Die 2377 Zuschauer in der YAYLA-Arena feuerten die Pinguine lautstark an, als dann endlich doch der Knoten platzte und Lessio in der 36. Minute nach einer Strafe Kai Wissmanns die Führung für die Hausherren erzielte. Bracco brachte einen Handgelenkschuss von der blauen Linie zum Tor, Niederberger ließ abprallen und Lessio, der sich perfekt vor dem Tor positionierte, brachte den Rebound im Tor unter. Doch die Eisbären wollten selbstverständlich nicht kleinbeigeben und legten ihrerseits einen Gang zu.

Die Pinguine hielten jedoch gut dagegen und kreierten ihrerseits noch einige gute Torchancen, die jedoch ultimativ bei Niederberger landeten. Das Krefelder Abwehrbollwerk hielt bis in das letzte Drittel hinein, bis es letztlich leider doch zu bröckeln begann.

In der 42. Minute, 67 Sekunden nach dem Eröffnungsbully, hatten die Pinguine ihre Führung verloren, auf die unglücklichste aller Arten. Eric Mik fing die Scheibe im Angriffsdrittel ab und brachte den Puck zum Tor, wo ihn nicht nur Yannick Veilleux abfälschte, sondern viel entscheidender, Arturs Kulda, von dessen Bein der Puck unhaltbar an Oleg Shilin ins Tor abgefälscht.

Grund zur Panik bedeutete der Ausgleich trotzdem nicht. Die Pinguine spielten weiter mutig mit, merkten aber schon, dass sich die Berliner langsam die Überhand erspielten. Eisbären-Trainer Serge Aubin sagte nach dem Spiel, dass seine Mannschaft das Spiel vereinfachen wollte und mehr Schüsse zum Tor bringen wollte. Dieses Kredo fand im letzten Drittel Erfolg. Denn nach dem ersten Treffer, der bereits auf Umwegen im Tor landete, prallte auch der zweite Treffer in der 48. Minute erst gegen das Aluminium hinter Shilin, quer durch den Torraum, am Torwart und Verteidiger vorbei, genau auf den Schläger von Blaine Byron, der den Puck trotz letzter Bemühungen der Verteidigung im Tor einnetzen konnte.

Als keine Minute später Matt White den Spielstand auf 1:3 aus Sicht der Schwarz-Gelben anhob, wurde der Weg zurück noch weiter. Doch die Mannschaft ließ sich nicht hängen und die Krefelder Fans waren, angetrieben von der Nordtribüne, noch immer optimistisch, dass etwas geht. Leider war keine Halli-Galli-Truppe in der Arena zu Gast, sondern der amtierende Deutsche Meister, und dieser lies sich das Salz nicht mehr aus der Suppe nehmen und verwaltete den Vorsprung bis zum Ende.

 

Strafen

KEV 4

EBB 6

 

Tore

1:0 (36.) Lessio (PP)(Bracco, Sacher)

1:1 (42.) Veilleux (Mik)

1:2 (48.) Byron (Hördler, Pföderl)

1:3 (49.) White (Boychuck, Despres)