Pinguine unterliegen Bietigheim mit 2:5

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Der Re-Start für die Krefeld Pinguine ist deutlich misslungen. Im Nachholspiel gegen die Bietigheim Steelers setzte es für das Team von Igor Zakharkin eine herbe 2:5 (0:0, 0:4, 2:1)-Pleite. Vor 1.752 Zuschauern, die zum ersten Mal seit dem Jahreswechsel wieder in die Halle durften, zeigte das Team vor allem im zweiten Durchgang viele Fehler und geriet vorentscheidend in Rückstand. Die Pinguine, die überraschend doch auf Verteidiger Arturs Kulda zurückgreifen konnten, mussten dennoch wichtige Ausfälle hinnehmen. So waren unter anderem Topverteidiger Jesper Jensen-Aabo und Torjäger Alex Bergström nicht einsatzbereit. Dafür aber feierten die beiden Neuzugänge Yannick Hänggi und Mike Hoeffel ihr Debüt im schwarz-gelben Trikot. Auf Seiten der Gäste ruhten die Hoffnungen wie gewohnt vor allem auf zwei Schultern: Topgoalie Sami Aittokallio und Torjäger Riley Sheen, dem besten Torschützen der DEL. Im Tor setzte Igor Zakharkin erwartungsgemäß auf Oleg Shilin, der statistisch sogar noch besser dasteht, als Gästekeeper Aittokallio.

Die erste gute Chance hatte in der zweiten Minute Maxi Gläßl, doch der junge Blueliner schoss, von Hoeffel glänzend  freigespielt, zu zentral. In der Vierten dann war es Niclas Lucenius, der nach toller Kombination zum Abschluss kam, die Scheibe aber über das Tor setzte. Doch auch die Gäste waren gefährlich und hatten ihre bis dato beste Gelegenheit, als ex-Pinguin Constantin Braun das Hartgummi an den Pfosten des Krefelder Tores jagte. Drei Minuten später dann der Alleingang für den zweiten ex-Pinguin, Norman Hauner, doch der Torjäger verfehlte das Ziel. Fast im Gegenzug scheiterte auch Philipp Mass freistehend, zog aber die erste Strafe des Spiels. Chancen allerdings sprangen bei der personellen Überlegenheit nicht heraus. Trotzdem blieben die Pinguine das spielbestimmende Team und hatten weitere Gelegenheiten wie durch Lucas Lessio, Justin Volek oder Alex Blank. Allein, die Scheibe wollte nicht ins Tor. Dreieinhalb Minuten vor der Pause dann die erste Unterzahl für die Pinguine. Chancen aber sprangen auch für die Steelers nicht heraus und so blieb es nach dem ersten Durchgang beim torlosen Remis.

Der zweite Durchgang sah dann eine Partie, die von beiden Seiten sehr kontrolliert geführt wurde. So waren klare Chancen absolute Mangelware. Die Pinguine aber hatten bei abgefälschten Schüssen von Lessio und Dominik Tiffels Pech, dass sie nicht auf das Tor kamen. Die bis dahin beste Chance hatte in der 29. Minute Justin Volek, als er nach tollen Niederberger-Pass aus kurzer Distanz die Scheibe auf das Tor stach, doch Aittokallio war mit dem Schoner zur Stelle. Fast im direkten Gegenzug dann aber der Treffer für die Gäste. Ein abgefangener Pass führte zum Alleingang durch Tim Schüle. Diesen brach Shilin mit einem Hechtsprung hervorragend auf, doch die Scheibe sprang ausgerechnet zu Hauner und der verwandelte ins verwaiste Tor zum 0:1. Die Pinguine antworteten durchaus offensiv und verlagerten das Geschehen weitgehend vor das gegnerische Tor. Doch in der 34. die nächste kalte Dusche. Bei einem guten Wechsel der Gäste setzten die sich fest und so kam die Scheibe zu CJ Stretch und der traf vom Bullypunkt zum 0:2. Und es kam noch schlimmer, denn nur eine Minute später nutzte Alexander Preibisch eine Unaufmerksamkeit in der Defensive zum 0:3. Das zeigte Wirkung und die Pinguine, obschon sichtbar bemüht, fanden nicht zu ihrem Spiel. Und so kam es sogar noch schlimmer: 38 Sekunden vor der Pause stand plötzlich Matt McKnight frei und schoss zum 0:4 ein. Mit diesem mehr als entmutigenden Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.

Die Pinguine aber gaben nicht auf und kamen in der 43. zum Anschluss. Zunächst wehrte Aittokallio einen Versuch von Lessio ab, doch die Scheibe sprang zu Jeremy Bracco und der bediente Lucenius und der musste aus kurzer Distanz nur einschieben. Die Gastgeber waren spürbar bemüht, doch die Schwaben hielten dagegen und zogen sich jetzt weit zurück. So lief die Uhr unerbittlich herunter. In der 48. allerdings die nächste Überzahl für Krefeld. Diese wurde nach tollen Solo von Robert Sabolic mit noch 1:10 auf der Uhr zu einem 5 gegen 3. Es folgte ein druckvolles Powerplay, doch je zweimal Sabolic und Weiss scheiterten mit besten Chancen und Bracco versuchte, in bester Schussposition, noch einmal abzulegen. So blieb die große Gelegenheit ungenutzt.  Und auch Pech kam dazu, denn in der 54. setzte Maxi Gläßl das Hartgummi nach tollem Solo an den Innenpfosten. Immerhin aber brachten die Schwarz-Gelben es noch zur Ergebniskosmetik, denn in der 56. Minute bediente Bracco nach schnellem Aufbau Lessio, der tauchte frei vor Aittokallio auf und tanzte diesen aus, um zum 2:4 einzuschießen. Lessio holte Sekunden später sogar noch einmal eine Strafe heraus. Zwei Minuten vor dem Ende ging Shilin vom Eis. Die Pinguine hatten die Chance, als die Scheibe auf der Torlinie lag, doch die Gäste klärten und brachten den Puck raus und so gelang es Brendan Ranford, ins leere Tor einzuschießen.

So mussten die Pinguine eine bittere Niederlage in ihrem Kampf um einen Playoffplatz hinnehmen. Weiter geht es gleich am Freitag, wieder in der Yayla-Arena. Gegner sind dann die Straubing Tigers.

 

Strafen:

Krefeld: 2

Bietigheim: 10

 

Tore:

0:1 29. Hauner (Schüle)

0:2 34. Stretch (Jasper, Sheen)

0:3 35. Preibisch (Ranford, Braun)

0:4 40. McKnight (Ranford, Naud)

1:4 43. Lucenius (Bracco, Lessio)

2:4 56. Lessio (Bracco)

2:5 59. Ranford (Naum, Weiß)