Pinguine unterliegen auch Augsburg mit 3:4 n.V.

Pinguine unterliegen auch Augsburg mit 3:4 n.V.

Wieder hat eine Zwei-Tore-Führung nicht gereicht: Vor 5.142 Zuschauern in der Yayla-Arena unterlagen die Pinguine gegen Augsburg mit 3:4 nach Verlängerung. Wieder brachte eine Strafzeit die Entscheidung. Bei aller Enttäuschung über die Niederlagen fand Trainer Brandon Reid auch Gutes im Spiel: „Natürlich sind die Niederlagen ärgerlich, zumal wir zweimal eine Führung nicht ins Ziel gebracht haben. Trotzdem: Über- und Unterzahl laufen schon ansehnlich, außerdem haben wir nur wenige wirklich gefährliche Augsburger Chancen zugelassen.“

Prominenten Besuch gab es in der schwarz-gelben Wand: 30 Jahre nach seinem letzten Besuch beim Krefelder Eishockey waren „Schalke-Willy“ und seine Trompete zu Gast bei den Pinguinen. Den besseren Start hatten aber die Gäste. In der vierten Minute nutzte Adam Payerl eine doppelte Augsburger Überzahl zur Führung, beim KEV saßen Lagacé und Trivellato auf der Strafbank. Die Pinguine verdauten den frühen Rückstand aber schnell und erarbeiteten sich in der Folge mehr Spielanteile. Zuerst setzte sich Costello im Mitteldrittel durch und brachte den Puck gegen drei Augsburger noch gefährlich aufs Tor – hier konnte AEV-Goalie Roy noch klären. In der siebten Minute war er beim Ausgleich von Neu-Pinguin Justin Hodgman machtlos. Auch Saponari gehörte in den ersten zehn Minuten zu den auffälligeren Akteuren beim KEV, er hatte gleich drei gute Chancen und machte insgesamt eine starke Partie. Je länger das erste Drittel dauerte, desto mehr rissen die Pinguine das Spiel an sich. In einer weiteren Überzahlgelegenheit hatte zunächst Daniel Pietta Pech: sein Schuss nach einem Abpraller verfehle das Tor nur knapp. Mehr Erfolg hatte in der 19. Minute Grant Besse. Costello hinter dem Tor spielte einen schnellen Pass vor den Kasten – Besse ließ Roy keine Abwehrchance.

So druckvoll die Krefelder das erste Drittel beendet hatten, so passiv kamen sie aus der Kabine. Die ersten Minuten gehörten komplett dem AEV, die Pinguine hatten die Linie komplett verloren und konnten von Glück sagen, dass die Gäste das Übergewicht nicht nutzten. Brandon Reid: „In dieser Druckphase haben wir Augsburg gezwungen, viele Schüsse von außen zu nehmen – mit dieser Defensivleistung bin zufrieden.“ Die wenigen gefährlichen Schüsse parierte Rynnäs sicher. Die besten Gelegenheiten hatte zweimal Hafenrichter. Er scheiterte in der 28.und der 32. Minute an Rynnäs. Insgesamt war das zweite Drittel deutlich schwächer, das Spiel verlor merklich an Klasse. Die beste Krefelder Chance hatte wieder Besse nach schönem Zusammenspiel mit Costello in der 36. Minute. Mit zwei schnellen Pässen war die neutrale Zone überbrückt – Roy war aber Endstation. In den letzten Minuten des zweiten Drittels fingen sich die Pinguine wieder und wurden belohnt. In Überzahl glänzte Vinnie Saponari gleich doppelt: erst hielt er den Puck mit einer Hand am Schläger im Drittel und hatte dann noch das Auge für den entscheidenden Pass an den langen Pfosten. Dort hatte der freistehende Costello das leere Tor vor sich und verwandelte zum 3:1. Die Zwei-Tore-Führung nahm Krefeld mit in die Kabine. Nach dem Verlauf des zweiten Drittels etwas überraschend.

Im Schlussdrittel spielten beide Teams wieder sicherer und kontrollierter, Krefeld erspielte sich dabei ein ansehnliches Chancen-Plus. In der 47. Minute hatten Saponari, Pietta und Besse dicke Möglichkeiten – sie scheiterten aber am starken Augsburger Goalie Roy. Er entschärfte auch in der 50. den Schuss von Bruggisser. In der gleichen Spielminute verkürzte Augsburg dann aber etwas überraschend auf 2:3. Bei angezeigter Strafe gegen Laurin Braun sprang der Puck zu Hafenrichter, der seine dritte Großchance der Partie nutzte und nur zweieinhalb Minuten später tatsächlich das 3:3 erzielte. Fast hätte Besse mit einem Alleingang die Pinguine wieder in Führung gebracht, im entscheidenden Moment versprang ihm aber der Puck. 40 Sekunden vor Schluss hatte Pietta das 4:3 auf dem Schläger – wieder war AEV-Goalie Roy Endstation und es blieb beim 3:3 nach 60 Minuten.

In der Verlängerung waren gerade 16 Sekunden gespielt, da traf Scott Valentine den Pfosten des Krefelder Tores. Wie schon am Freitag brach eine Strafe den Pinguinen das Genick: Lagacé kassierte wegen Stockschlags zwei Minuten, die Überzahl nutzte Sezemsky zum Augsburger Sieg. „Die Strafe geht in Ordnung“, räumte Brandon Reid ein „Die Spieler wissen, dass solche Aktionen geahndet werden. Wenn Du mit deinem Schläger auf den Schläger eines anderen Spielers schlägst, ist das eine Strafe. Wir müssen jetzt diese knappen Niederlagen aus den Köpfen kriegen und im Training die Dinge angehen, wo noch Luft nach oben ist.“

Tore

0:1 4. Min. Adam Payerl (Sezemsky, Leblanc) PP2

1:1 7. Min. Justin Hodgman (Noonan) EQ

2:1 19. Min. Grant Besse (Pietta, Costello) PP1

3: 1 40. Min. Chad Costello (Saponari, Pietta) PP1

3:2 51. Min. Jaroslav Hafenrichter (Sezemsky, Schmölz)

3:3 53. Min. Jaroslav Hafenrichter (Leblanc)

3:4 64. Min. Simon Sezemsky (Gill, Lamb) PP1

Die nächsten Spiele

Freitag, 20.09.19, 19:30 Uhr: ERC Ingolstadt – Krefeld Pinguine

Sonntag, 22.09.19, 16:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters

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