Pinguine verlieren 2:4 gegen Ice Tigers

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Die Krefeld Pinguine verlieren auch das zweite Spiel des Wochenendes. Mit 2:4 ging auch das zweite Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn Nürnberg verloren.

KEV-Trainer Brandon Reid war nach dem Spiel einigermaßen bedient: „Individuelle Fehler haben uns heute den Sieg gekostet.“ Auch das zweite Aufeinandertreffen mit den Thomas Sabo Ice Tigers endete mit einer Niederlage, diesmal einem 2:4 vor 5.821 Zuschauern in der Yayla-Arena.

Das Erfreulichste an diesem Eishockey-Nachmittag gab es aus Krefelder Sicht vor Spielbeginn: KEV-Urgestein Martin Schymainski erhielt von Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos ein Trikot mit der 600 für sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga.

Die Marschroute war klar: gegen die vom Noro-Virus geplagten Gäste war Geduld das Mittel der Wahl. Risiken vermeiden und auf Kräfteschwund der Ice Tigers warten. Die erste gute Chance erspielten sich die Pinguine durch Bettauer und Mahbod in der dritten Minute: Bettauer spielte aus der Bandenecke einen schnellen Pass in den Slot, Mahbod verpasste nur knapp. Erst in der neunten Minute wurde es zum ersten Mal für den Kasten von Pätzold gefährlich, als die Abwehr der Pinguine kurz nicht auf der Höhe war. Nürnbergs Marcus Weber bekam aus kurzer Distanz drei Schusschancen auf dem Silbertablett – dreimal war Pätzold da. Zu den auffälligsten Pinguinen gehörte in den ersten 20 Minuten Martin Schymainski. Erst traf er in der zehnten Minute er die Maske von Nürnbergs Goalie Treutle, nur eine Minute später war es in Überzahl wieder Schymi, der einen Schuss aus dem Slot nur knapp übers Lattenkreuz setzte. In der Schlussphase tauchte auch Nürnberg mal wieder gefährlich vor dem Krefelder Tor auf – wieder war es Weber. Diesmal verfehlte er die scharfe Hereingabe eines Verteidigers nur um Haaresbreite. Auf der anderen Seite wäre Treutle beim Schuss von Hanson ohne Chance gewesen – Hanson traf aber nur das Außennetz. Es ging mit einem 0:0 in die erste Pause.

Nürnberg kam wacher aus der Kabine und setzte die Pinguine gleich unter Druck. Über eine Minute lang kam der KEV nicht aus dem eigenen Drittel heraus – dann aber umso erfolgreicher. Nach starkem Forecheck von Greger Hanson landete der Puck in der Bandenecke, Bettauer legte weiter auf Pietta und nach einem schnellen No-Look-Pass stand Hanson frei und ließ Treutle keine Chance – endlich die Krefelder Führung! Und die gab weiteren Auftrieb. Krefeld hatte in dieser Phase genug Chancen, die Weichen auf Sieg zu stellen. Zunächst rettete Treutle mit starkem Kicksave gegen Costello. Wieder Hanson hatte in der 33. Minute das 2:0 auf dem Schläger, in der gleichen Spielminute traf Schymi das Außennetz. Nach dieser Drangphase kam Nürnberg aber besser ins Spiel. Auch, weil Krefeld nicht mehr so konzentriert verteidigte wie bisher und den Ice Tigers einige 3-auf-2-Konter erlaubte. Nutzen konnten die Gäste aber keine dieser Chancen. Wieder war die Schlussminute des Drittels turbulent, im Blickpunkt standen die Keeper. Zunächst rettete Treutle für die Ice Tigers erst gegen Bettauer, dann gegen Mahbod. Pätzold musste nach einem Ausflug, um die Scheibe an der Bande zu stoppen, schnell zurückeilen und klärte gerade noch mit dem Schoner.

Das letzte Drittel begann wieder mit viel Druck der Nürnberger, begünstigt durch eine Strafe gegen Bruggisser. Und diese Strafe nutzten die Gäste durch einen schön herausgespielten Treffer durch Patrick Reimer. Nach einem Pass durch den Slot an den linken Bullypunkt hatte Reimer keine Mühe. Die Pinguine ließen aber nur kurz die Flügel hängen. In der 45. Minute traf zunächst Pietta das Außennetz, danach stand wieder Hanson frei und erzielte im nachgestocherten zweiten Versuch das 2:1. Einen kurzen Test für die Herzkranzgefäße gab es in der 47. Minute. Nürnberg spielte den Puck über das Plexiglas tief ins Krefelder Drittel, Pätzold wollte den Puck aufhalten, dieser sprang überraschend vor das Krefelder Tor, fand aber keinen Abnehmer. Was dann passierte, taute die Stimmung in der Yayla-Arena auf den Nullpunkt herunter. In zehn Sekunden machte Nürnberg aus einem 1:2 ein 3:2. Erst traf Gilbert aus spitzem Winkel mit einem harmlosen Schuss, aus ähnlich kurioser Position brachte Segal die Gäste in Führung. Diesmal saß der Schock tiefer. Krefeld gelang kaum noch ein geregelter Spielaufbau, Nürnberg hielt den KEV weit vom eigenen Tor weg, hinzu kamen jetzt viele kleine Ungenauigkeiten. 1:30 Minuten vor Ende verließ Pätzold sein Tor, Nürnberg nutzte das durch Dupuis zum 2:4 Endstand.

KEV-Trainer Reid war der Ärger deutlich anzumerken: „Wir müssen uns endlich wieder auf unsere Stärken konzentrieren, auf jedes Detail. Auf Details kommt es in dieser Phase der Saison an. Ich bin ganz froh, dass wir jetzt drei Auswärtsspiele haben, denn auswärts haben wir oft gut ausgesehen und gepunktet.“

1:0 22. Min. Greger Hanson (Pietta, Bettauer)

1:1 42. Min. Patrick Reimer (Dupuis, Gilbert) PP1

2:1 45. Min. Greger Hanson (Pietta, Bettauer)

2:2 50. Min. Thomas Gilbert (Weber, Dupuis)

2:3 50. Min. Brendan Segal (Acton, Lalonde)

2:4 59. Min. Philippe Dupuis (Pföderl) EN

Die nächsten Spiele

Freitag, 25.01.19 Schwenninger Wild Wings – Krefeld Pinguine

Sonntag, 27.01.19 Adler Mannheim – Krefeld Pinguine

Freitag, 01.02.19 ERC Ingolstadt – Krefeld Pinguine

Sonntag, 03.02.19 Krefeld Pinguine – Kölner Haie