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Ihren ersten Auftritt der neuen Spielzeit hatten die Krefeld Pinguine am heutigen Samstagnachmittag auf eigenem Eis. Vor 3.600 Zuschauern in der ausverkauften Halle empfingen sie DEL-Konkurrent Iserlohn Roosters zum Testspiel. Rick Adduno musste in der Partie auf Dragan Umicevic und Tom Schmitz sowie die Neuzugänge Antonin Manavian und Nikolas Linsenmaier verzichten.  Die Gäste, bei denen kurz vor Beginn der Vorbereitung Ex-Pinguine-Star Boris Blank doch noch einmal ein Jahr dran hängte und den Vertrag verlängerte, hatten ebenfalls ihren ersten Auftritt mit einer gleichfalls runderneuerten Mannschaft. Beide Teams erfuhren ähnlich große Veränderungen im Kader. Die Pinguine, bei denen Neuzugang Andrew Engelage im Tor begann, wurden heute von Adrian Grygiel als Kapitän auf’s Eis geführt.

Die Pinguine hatten in dem durchaus flotten Spiel, in dem beide Seiten früh je ein Überzahlspiel ungenutzt ließen, zunächst etwas mehr vom Spiel. Große Chancen fehlten aber. Die erste ganz große Gelegenheit hatte in der 15. Minute Neuzugang Seifert, der völlig freistehend an Sebastian Dahm, dem dänischen Nationaltorwart, scheiterte. Engelage musste sein Können erstmals in einem Unterzahlspiel ab der 16. Minute zeigen und reagierte dreimal stark. So ging es mit 0:0 in die erste Pause.

Das zweite Drittel war gerade 86 Sekunden alt, da ließ Neuzugang Tommy Kristiansen seinen Ankündigungen Taten folgen und lieferte sich einen Faustkampf mit Iserlohns Dieter Orendorz, den er zum Jubel der Fans überlegen gewann. Die Pinguine blieben aggressiv und konnten in der 27. Minute erstmals jubeln, als Mike Mieszkowski aus spitzem Winkel zum ersten Treffer der Saison einnetzte. Und nur Sekunden später brandete erneut Jubel auf, als Youngster Philipp Kuhnekath per Bauerntrick zum 2:0 vollendete. In der 30. Minute führten beide Teams abgesprochene Torwartwechsel durch. Bei Iserlohn kam Mathias Lange, bei den Pinguinen löste Patrick Klein Neuzugang Andrew Engelage ab, der damit in seinem ersten Spiel in Schwarz-Gelb unbezwungen blieb. Die Pinguine waren jetzt klar Herr im eigenen Haus und hatten in der 32. durch Justin Feser die nächste Großchance, doch der Kanadier vergab freistehend. Ihr zweites Powerplay in der 35. Minute nutzten die Hausherren dann, als eine tolle Kombination über Feser und Mathias Trettenes zu Patrick Seifert kam, der nur noch einschieben musste.

Der letzte Durchgang war gerade 20 Sekunden alt, da hatte Boris Blank einen Alleingang, den Klein aber stark parierte. In der Folge kontrollierten die Pinguine das Geschehen und ließen wenig zu. In den letzten zehn Minuten wurde es dann etwas rauer auf dem Eis. Erst lieferten sich Ness und Bassen einen Faustkampf, nachdem letzterer Mieszkowski in die Bande gecheckt hatte. Dann legten sich Pietta und Turnbull an. Eine daraus resultierende doppelte Unterzahl überstanden die Hausherren sicher und in der 55. Minute sorgte Schymainski nach Scheibengewinn im Angriffsdrittel mit dem 4:0 für die endgültige Entscheidung. Drei Minuten vor dem Ende mussten sie dann in Unterzahl noch das 1:4 durch Bonsakswn hinnehmen. Am Ende holte sogar „Ömmes“ noch die berühmten „Möpse“ raus und die Fans feierten ihr Team.

Damit starteten die Pinguine sehr erfolgreich in die Vorbereitung und zeigten auch gleich einen Vorgeschmack der physischen Spielweise, die Rick Adduono in der kommenden Saison zeigen will. Damit wussten sie die zahlreichen Fans in der Halle durchaus zu begeistern und zeigten sich auch offensiv schon durchaus gefällig. Nun geht es vom 18. bis 21. August nach Großbritannien, wo zwei weitere Testspiele anstehen.

Tore:

1:0 27. Mieszkowski (Orendorz)

2:0 27. Kuhnekath (Davis)

3:0 35. Seifert (Trettenes, Feser) PP

4:0 55. Schymainski (Müller)

1:4 57. Bonsakswn (Costello, Combs) PP

Strafen:

Krefeld: 23+10 Kristiansen+Matchstrafe Pietta

Iserlohn: 17+10 Orendorz+SD Turnbull

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