Pinguine siegen nach großem Kampf gegen München im Shootout

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Den Spielverlauf hätten viele der Mannschaft nicht zugetraut. Doch die Pinguine belohnten sich gegen Red Bull München selbst und spielte in weiten Teilen des Spiel auf Augenhöhe mit dem Championsleague-Halbfinalisten mit! Ergo war der Shootout-Sieg gegen die Münchener unter dem Strich durchaus verdient.

Insbesondere, wenn man die Umstände beim Zusammenstellen des Kaders betrachtet. Mit Laurin Braun kam zwar ein wichtiger Leistungsträger zurück, mit Dominik Tiffels aber ein weiterer Verteidiger krankheitsbedingt raus. Das reduzierte das Verteidiger-Kontingent auf Vier ­– Arturs Kulda, Yannick Hänggi, Maxi Gläßl und Tom-Eric Bappert. Die Anweisung von Cheftrainer Igor Zakharkin für die immerhin vier Sturmreihen klar: Defence first!

Doch, dass die kein einfaches Unterfangen wird, wurde nach den ersten Sekunden klar. Bereits nach 10 Sekunden war Sergey Belov im Tor der Pinguine zum ersten Mal gefragt. Seine gute Reaktion mit der linken Schiene verhinderte jedoch den frühe Führungstreffer durch Ben Street.

Die Pinguine ließen sich am Sonntagnachmittag nicht zwei Mal bitten und spielten munter mit. Anton Berlev hatte in der 5. Spielminute die Führung ähnlich deutlich auf dem Schläger, wie Freddy Tiffels in der 16. Sowohl Belov als auch Henrik Haukeland waren im ersten Spielabschnitt nicht überwindbar.

Tore fielen erst im zweiten Abschnitt. Lucas Lessio eröffnete den Spielbericht mit seinem Powerplay-Tor in der 23. Spielminute. Jeremy Bracco spielte unsere Nummer 6 scharf vor dem Tor stehend an und ermöglichte so einen einfachen Abfälscher.

Für den Rest des Drittels nahm die Glücksgöttin Fortuna dann jedoch eine Auszeit. Erst erzielte Andrew O’Brien in der 30. Minute den Münchener Ausgleich, dann profitierten die Bayern von einem zerbrochenen Schläger Arturs Kuldas, der eigentlich den Puck zum Tor bringen wollte. Der Pcuk trudelte jedoch lediglich auf den Schläger Patrick Hagers, der Zach Redmond auf die Reise schickte. Der Verteidiger verwandelte den Alleingang kaltschnäuzig in Torjäger-Manier zum 1:2 aus Krefelder Sicht.

Aufgeben wollten die Schwarz-Gelben am Sonntag aber nicht! Und doch sollte es bis zur 54. Minute dauern, bis Eduard Lewandowski die Pinguine mit dem Ausgleich für eine starke Leistung belohnte. Zuvor hatten die Pinguine noch weitere gute Chancen liegengelassen. Der Ausgleich also alles andere als unverdient, und er löste eine Welle der Euphorie bei den knapp 2000 Zuschauen aus, die jetzt auch an den Heimsieg glaubten.

Eine Unterzahlsituation mussten die Pinguine dann in der Verlängerung doch noch abwenden. Mit Mann und Maus verteidigten die Seidenstädter das Tor und hielten so auch bei 3 gegen 3 das Tor sauber.

Zum Penaltyschießen traten Robert Sabolic und Jeremy Bracco an und verwandelten sicher. Yasin Ehliz und Zach Redmond scheiterten an Belov, der seine Leistung krönte und die zwei Punkte einsteckte.

 

Strafen

KEV 4

RBM 6

 

Tore

1:0 (22:46) (PP) Lessio (Bracco, Sabolic)

1:1 (29.16) O’Brien (Kastner)

1:2 (39:51) Redmond (Hager)

2:2 (53:31) (PP) Lewandowski (Sabolic, Bracco)

3:2 (65:00) (SO) Sabolic