Pinguine siegen bei Vasiljevs-Abschied mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0) n.V. gegen Wolfsburg

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Zum letzten Saisonspiel der Spielzeit 2016/17 empfingen die Krefeld Pinguine am heutigen Sonntagnachmittag die Grizzlys Wolfsburg. Vor 3.543 Zuschauern im KönigPALAST war das Sportliche für die Schwarz-Gelben in der Halle allerdings beinahe nebensächlich,

denn der Tag stand ganz im Zeichen des Karriereendes von Pinguine-Legende Herbie Vasiljevs, der fast alle teaminternen DEL-Rekorde als Torjäger und Scorer hält und die Mannschaft zwölf Jahre lang – davon zehn als Kapitän – anführte, sich durch viele schwere Verletzungen kämpfte und zu einem der Gesichter der Organisation wurde. Eishockey wurde aber natürlich dennoch gespielt. Dabei konnte Rick Adduono auf seinen ganzen Kader zurückgreifen. Philipp Kuhnekath spielte in der DNL, dafür lief Louis Spitzner auf. Ansonsten war das Team unverändert zum Freitag. Im Tor hieß das Duell Niklas Treutle gegen Felix Brückmann.
Die sprichwörtliche „Musik“ auf dem Eis machten aber zunächst die Gäste. Mehrfach stand der Pinguine-Goalie im Blickpunkt. Die erste Chance der Hausherren hatte in der 3. Minute ausgerechnet Herbie Vasiljevs, der aber freistehend aus der Halbdistanz an Brückmann scheiterte. Insgesamt aber dominierte wie beschrieben der Gast das Geschehen. Ihr erstes Unterzahlspiel überstanden die Pinguine, obschon Wolfsburg ein sehr gutes Powerplay aufzog. So lief die Zeit langsam herunter und die Pinguine gingen zum vierten Mal in Folge mit einem torlosen Remis zum ersten Mal in die Kabinen.
Der zweite Abschnitt zeigte ein ähnliches Bild. Wolfsburg beherrschte das Geschehen, die Pinguine verließen sich auf den erneut guten Treutle, hatten aber auch einige Male Glück. Wirklich aktiv in der Offensive wurden sie erst ab der 26. Minute, als sie in ihrer ersten Überzahl einige gute Situationen herausspielten, Brückmann aber nicht überwinden konnten. Das änderte sich kurz darauf, als in der 30. Minute zunächst Umicevic, von Vasiljevs überragend in Szene gesetzt, frei vor dem Tor auftauchte. Zwar scheiterte er an Brückmann, erkämpfte aber die Scheibe zurück und legte auf Vainonen, der zum 1:0 der Hausherren einlochte. Keine Minute später tauchte Riefers ganz frei vor Treutle auf, doch dieser hielt den Schuss des Ex-Pinguins inklusive Nachschuss in überragender Manier! Danach verflachte die Partie wieder und so ging es mit einer 1:0-Führung der Pinguine in die Kabinen.
Das letzte Drittel sah dann gleich gute Chancen auf beiden Seiten. Erst scheiterte Umicevic, dann parierte Treutle stark gegen Aubin und dann konnte Schymainski nach tollem Pass Brückmann nicht überwinden. Zur Mitte des Abschnittes hin entwickelten die Pinguine dann mehr Offensivgeist und schafften es erstmals, die Gäste immer wieder längere Zeit ins eigene Drittel zu drängen. Dabei sprangen auch einige gute Chancen heraus. Wie durch Umicevic (50.), oder Collins (53.). Tore fielen aber zunächst nicht. Ganz große Chancen hatten di ePinguine dann in den letzten Minuten. Erst scheiterten Vasiljevs, Pietta und Little bei einem 3-auf-1, dann verfehlte Mieszkowski das Tor aus kürzester Distanz (59.). Wolfsburg nahm gut eine Minute vor dem Ende seine Auszeit. 30 Sekunden vor dem Ende ging Brückmann vom Eis. Mit der Schlusssirene gab es dann eine unübersichtliche Situation vor dem Tor der Pinguine. Und plötzlich lag der Puck im Netz. Weniger als eine Sekunde vor dem Ende hatte Seifert getroffen. Damit verpassten die Pinguine um Augenblicke den ersten Shut-out der Saison.
Damit gab es noch einmal eine Verlängerung. In dieser setzten die Pinguine den Schlusspunkt. Nach 1:13 Minuten kam erneut Vainonen zum Schuss und sorgte mit seinem zweiten Tor des Abends für den Sieg.
Was folgte, waren weitere Ehrungen für den Mann des Abends, Herberts Vasiljevs. Die Fans feierten den Kapitän mit ausgiebigen Sprechchören bei einer Ehrenrunde. Der Deutsch-Lette richtete über Mikrofon das Wort an die Fans. „Ich bin stolz, für Krefeld so viel gespielt zu haben. Ich habe über 1500 Spiele als Profi gespielt, aber nirgendwo ist es so schön, wie hier, zu Hause, in Krefeld.“
Die Pinguine und ihre Fans danken dem Kapitän für seinen Einsatz in 639 Spielen für Schwarz-Gelb. Das bestätigte auch Geschäftsführer Karsten Krippner, der ankündigte, dass es für ihn in der kommenden Saison ein Abschiedsspiel geben wird und sein Trikot zeitnah unter das Dach des KönigPALASTes gezogen werden wird.

Tore:
1:0 30. Vainonen (Vasiljevs, Umicevic)
1:1 60. Seifert 6 gg. 5
2:1 62. Vainonen (Rosa)

Strafen:
Krefeld: 4
Wolfsburg: 2