Pinguine schlagen Grizzlys im ersten Heimspiel

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Am Dienstagabend empfingen unsere Pinguine die Grizzlys aus Wolfsburg zu ihrem ersten Heimspiel des MagentaSport Cups. Nach der punktlosen Auswärtsreise in Bremerhaven hofften Trainer Glen Hanlon und seine Spieler auf etwas Zählbares in der eigenen Halle. In einem engen Spiel war es ein Doppelschlag der Krefelder im ersten Drittel, der, neben einer herausragenden Leistung des russischen Torhüters Sergei Belov, den Grundstein für den 3:1 (2:0, 1:1, 0:0) Erfolg legte.

Dabei konnten die Pinguine von Beginn an das Heft in die Hand nehmen und setzten bereits in den ersten Minuten einige Nadelstiche in Richtung Wolfsburg-Torhüter Dustin Strahlmeier, der nach einem abgefälschten Schuss in der zweiten Minute bereits geschlagen schien, aber im letzten Moment die Beine schließen konnte. Auch sein Gegenüber Sergei Belov wurde in der dritten Minute auf eine erste Bewährungsprobe gestellt nachdem sich der Schwede Max Görtz vor dem Tor Raum schaffte, aber den Russen nicht überwinden konnte.

Dies gelang wenig später jedoch dem KEV. In der sechsten Spielminute war es Kapitän Torsten Ankert dessen Schuss von Lucas Lessio abgefälscht wurde und auf dem Schläger Ivan Petrakovs landete. Dieser reagierte blitzschnell, brachte die Scheibe aus der Drehung zum Tor und fand eine Lücke zwischen den Beinen Strahlmeiers zum 1:0. Kurz darauf in der siebten Minute dann der zweite Streich der Schwarz-Gelben. Nach kurzer Ablage Niklas Postels auf den heranstürmenden Wade Bergman fand der Kanadier den vor dem Gehäuse der Wolfsburger geparkten Rückkehrer Martin Schymainski, welcher den Puck geschickt unter die Querlatte zum 2:0 abfälschte. Danach beruhigte sich das Spiel von beiden Seiten wieder. Lediglich eine Strafe gegen Pinguine-Stürmer Nikita Shatsky brachte ab der 17. Spielminute nochmal einige Schüsse, die die Verteidigung um Schlussmann Belov jedoch vor keine große Herausforderung stellten.

Das zweite Drittel war nicht nur vom Ergebnis her das Ausgeglichenste. Beide Mannschaften sorgten mit guten Chancen dafür, dass sich die Schlussmänner auszeichnen konnten. Zuerst scheiterte Ryan Fitzgerald nach einem Alleingang in der 26. Minute am Wolfsburger Keeper, kurz darauf in der 29. Minute der Franzose Anthony Rech an Belov, der artistisch das rechte Bein herausstreckte und den kurzen Winkel schließen konnte.

Beim Gegentor in der 34. Spielminute war dann aber auch der 25-jährige Torhüter der Pinguine chancenlos. Nach einem Turnover durch den Wolfsburger Rech in der Krefelder Verteidigungszone nutzten die Grizzlys das Durcheinander und konnten durch einen zweifelsohne ansehnlichen Doppelpass zwischen Garrett Festerling und Torschütze Jordan Boucher den 2:1-Anschlusstreffer erzielen.

Der Schock über das Gegentor war aber nur von kurzer Dauer. Nur zwei Minuten später hatten die Pinguine die richtige Antwort parat. Nach einem Fehlpass der Wolfsburger im Mitteldrittel vergaßen die Verteidiger wohl den Schulterblick, denn in ihrem Rücken hatte sich Pinguine-Stürmer Kris Foucault weggeschlichen, welcher mit einem Sahne-Pass von Daniil Valitov bedient wurde. Foucault ließ sich nicht zweimal Bitten und legte Strahlmeier den Puck zum zweiten Mal zwischen die Beine. Damit war der alte Zwei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt – 3:1.

Im letzten Drittel merkte man beiden Mannschaften jedoch an, dass die Wettkampfhärte noch nicht bei 100 Prozent liegt. Darüber hinaus fanden sich die Wolfsburger vermehrt auf der Strafbank wieder. Ein zwischenzeitliches 5-gegen- 3-Überzahlspiel der Pinguine konnte aber ebenso wenig verwertet werden, wie eine weitere Überzahl vier Minuten vor dem Ende. Der Schlussoffensive der Wolfsburger hielt das Belov‘sche Bollwerk mit zwei weiteren guten Paraden jedoch stand und das Team konnte die Führung ungefährdet über die Zeit bringen.

„Ich denke, das erste Drittel heute war das stärkste der sechs von uns im MagentaSports Cup gespielten,“ analysierte Coach Glen Hanlon die Leistung seiner Mannschaft nach dem Spiel. Im letzten Drittel habe man sich etwas zu sehr zurückgelehnt, aber alles in allem könne man auf diese Leistung aufbauen. Lobend hob Hanlon ebenfalls Sergei Belov hervor: „Es ist schon sensationell, was er da heute für uns geleistet hat, insbesondere, wenn man bedenkt, dass er in den letzten zwölf Monaten keine Spiele machen konnte.“

Strafen:
Krefeld: 4
Wolfsburg: 8

Tore:
1:0 6. Petrakov (Lessio, Ankert)
2:0 7. Schymainski (Bergman, Postel)
2:1 34. Boucher (Festerling, Rech)
3:1 36. Foucault (Valitov)

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