Pinguine scheitern trotz vielleicht bester Saisonleistung mit 1:3 (1:0, 0:0,0:3) an den Kölner Haien

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Nach dem Trainerwechsel unter der Woche gingen die Pinguine mit neuem Mut und Schwung in das heutige „Weihnachtsderby“ gegen die Kölner Haie. Die Aufbruchstimmung unter dem neuen, alten Erfolgstrainer Rick Adduono

zeigte sich auch all zu deutlich auf den Rängen, die mit 7.836 Zuschauern hervorragend besucht waren. Die Pinguine mussten in dieser Partie weiterhin auf die verletzten Thomas Supis und Christian Kretschmann verzichten. Mark Mancari kehrte aber ins Team zurück. Für ihn nahm, wie zuvor angekündigt, Patrick Galbraith als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz. Im Tor begann Niklas Treutle, sein Backup war Patrick Klein. Im Haie Tor stand wie zu erwarten der statistisch beste Goalie der Liga, Gustaf Wesslau.
Die Pinguine begannen stark und zeigten, dass der Trainerwechsel mental offenbar einen Knoten geöffnet hatte. Und so gab es in der vierten Minute die erste Überzahl. Ausgerechnet Christian Ehrhoff saß auf der Strafbank, als die Pinguine durch Daniel Pietta per Nachschuss eines Müller-Schusses in Führung gingen. Diese verdienten sie sich auch im weiteren Verlauf und hatten in der 7. durch Müller allein vor Wesslau die nächste Großchance, doch der Schwede hielt. Die Schwarz-Gelben blieben aber weiter das dominierende Team und hatten in der 15. Minute sogar in eigener Unterzahl die große Chance, als Pietta Ehrhoff den Puck abluchste, gleich die Strafe zog, sich aber trotz Foul durchsetzte und knapp an Wesslau scheiterte. Im Nachschuss vergab Müller knapp und Sekunden später war es Mancari, der den Puck per Gewaltschuss ans Lattenkreuz setzte. In der folgenden Überzahl konnten sich die Gastgeber zwar keine ganz klare Chance erspielen, doch als die Haie gerade komplett waren scheiterte Collins gleich zweimal mit tollen Chancen aus kürzester Distanz. Defensiv ließen sie eigentlich gar nichts zu und nahmen so ein hochverdientes, eher zu niedriges, 1:0 mit in die erste Pause.
Im zweiten Durchgang wollten die Haie dann sichtlich den Ausgleich herstellen und wurden stärker, doch die Hausherren hielten dagegen und blieben weiter das leicht überlegene Team. In der 25. Minute dann die ganz große Chance zum 2:0 für die Pinguine, als sich Lalonde bei eigener Unterzahl einen üblen Check zum Kopf gegen Pietta leistete und mit 5+Spieldauer hinausgestellt wurde. Doch die 1:13 Minuten doppelte Überzahl und auch die 5 Minuten blieben ungenutzt. So blieb es weiter ein hart umkämpftes Spiel. Und in der 17. Minute gab es, nachdem sie selbst eine Unterzahl sicher überstanden hatten, die nächste lange doppelte Überzahl der Schwarz-Gelben. Und es gab Chancen im Sekundentakt, doch Teufelskerl Wesslau war immer wieder zur stelle und als dann Pietta am langen Eck völlig frei stand, versprang ihm der Puck unglücklich und landete am Pfosten. Somit blieb auch diese Situation trotz starken Spiels ungenutzt und es blieb auch nach 40 Minuten beim 1:0. Allerdings nahmen die Pinguine noch 1:36 Minuten Unterzahl mit in den Schlussabschnitt.
Die Unterzahl überstanden die Schwarz-Gelben ganz sicher, doch danach drängten die Haie auf den Ausgleich. Die Pinguine aber hielten stark dagegen und holten sich gleich drei weitere Powerplayspiele heraus. Und wieder konnten sie sich durchaus Chancen erarbeiten, doch die Scheibe wollte erneut nicht am ganz starken Wesslau vorbei. Lange sah es so aus, als würden die Pinguine den Sieg und dem ersten Shutout für Niklas Treutle im Pinguine-Trikot holen. Doch in der 56. Minute traf Müller bei einem Klärungsversuch die Scheibe nicht richtig. Eriksson fing den Puck ab und brachte ihn zum Tor. Kurz vor Treutle wurde dieser unhaltbar abgefälscht und schlug zum Ausgleich ein. Und es wurde noch schlimmer, denn nur knapp eine Minute später tauchte plötzlich Jones vor Treutle auf und traf zum komplett unverdienten 1:2 für die clevereren Gäste. Die Pinguine versuchten noch einmal alles und nahmen Treutle vom Eis. Doch das führte nur zum 1:3, ausgerechnet durch Christian Ehrhoff.
Dennoch, es war die vielleicht beste Saisonleistung der Schwarz-Gelben, die ein hochkonzentriertes, defensiv starkes Spiel boten und nur im Abschluss am überragenden Wesslau scheiterten. Die Punkte wollen sie sich jetzt am Montag im Heimspiel gegen Meister München zurückholen. Die Fans jedenfalls honorierten den Auftritt auch nach dem Spiel mit stehenden Ovationen!

Tore:
1:0 4. Pietta (Müller) PP
1:1 56. Eriksson (Krämmer)
1:2 57. Jones (Reinhard)
1:3 60. Ehrhoff ENG

Strafen:
Krefeld: 14+10 Vainonen
Köln: 29+10 Müller+SD Lalonde+10