Pinguine retten 3 Punkte nach Augsburger Aufholjagd

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Offensivfeuerwerke machen doch ein bisschen mehr Spaß, wenn man am Ende drei Punkte mitnimmt! So gesehen am Freitagabend, als die Augsburger Panther in der Yayla Arena zu Gast waren. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle stehen drei wichtige Punkte auf dem Konto der Pinguine.

Den guten Auftakt bescherte wer sonst, außer Jeremy Bracco. Der US-Amerikaner empfing in der 10. Minuten von Rober Sabolic einen langen Pass über die Bande und war plötzlich auf freiem Weg zum Tor. Markus Keller, der heute das Tor der Panther hütete, ließ der 24-jährige keine Chance und verlängert seine Punkte Serie auf insgesamt 12 Spiele.

Trotz des guten Auftakts blieb ein Unwohles Gefühl. Augsburg in der Schussstatistik und beim „Optischem“ mit mehr Spielanteilen. Ein erneut gut aufgelegter und sicherer Oleg Shilin machte den Augsburgern das Toreschießen jedoch schwer und legte damit den Grundstein für das, was in den letzten Sekunden des Eröffnungsdrittels passieren sollte. Mit wenigen Sekunden auf der Uhr erobert Laurin Braun die Scheibe im Mitteldrittel spielt diese zu Alexander Bergström, dieser legt die Scheibe in die Mitte zu Alexander Weiß, der mit Geschwindigkeit zum Tor zieht. So weit, so klar. Doch danach wurde es unübersichtlich. Die Scheibe liegt im Torraum, wird von Keller nicht sachgemäß festgehalten und liegt plötzlich hinter der Torlinie. Keller beschwert sich und so richtig traut auch kein Pinguine-Fan dem Braten. Der Videobeweis gibt Klarheit: Keller hatte den Puck nie sicher und den freien Puck konnte Weiß zum 2:0 über die Linie stoßen.

Die Pausenführung konnten die Pinguine in der 28. Minute sogar noch erweitern. Über Bergström landet der Puck beim Landsmann Patrik Hersley, dessen Schlagschuss für viele Experten zu selten eingesetzt wird. Dieses Mal konnte der Schwede durchladen und brachte den Puck an dem in der Sicht eingeschränkten Keller vorbei zum 3:0.

Danach war das Spiel entschieden – dachten sich wohl auch die Spieler und verfielen in einen Tiefschlaf. Erst traf – man möchte fast sagen natürlich – Vinny Saponari, der in der 31. Minute von einem Fehler des sonst souveränen Oleg Shilins profitierte, dann 43 Sekunden später stand Michael Clarke frei vor dem Russen und verwertete einen Abpraller, um die Führung auf ein Tor zu minimieren.

Der Doppelschlag beflügelte die Panther auch nach der Drittelpause. 61 Sekunden war das Schlussdrittel alt, da glich David Stieler das Spiel aus. Nicht ganz ohne Kontroverse. Denn sein Stock war verdächtig hoch, als er den Puck traf. Trotz des Videobeweises blieb die Entscheidung bestehen und das Tor zählte.

Ein mulmiges Gefühl setzte ein, denn Krefeld wirkte zu diesem Zeitpunkt kämpferisch, aber ideenlos. Doch eine Initialzündung sollte es dann in der 45. Minute geben. Nach Strafen von Henry Haase und Alex Bergström war mit 4 gegen 4 plötzlich etwas Platz auf dem Eis. In einer Kopie des Hersley-Tors war es ein anderer Rechtshänder, der den Schlagschuss auf der Stockhandseite im Tor unterbrachte – Mirko Sacher mit seinem ersten Saisontor.

Keine zwei Minuten später sollten die Pinguine ihrerseits ihren Doppelschlag komplettieren. Nach überstandene Strafzeit antizipierte Bergström einen Pass zwischen den Augsburger Verteidigern an der blauen Linie und konnte mit frischen Beinen davoneilen. Pump-Fake, Vorhand-Rückhand, 5:3!

Die Schlussoffensive der Panther bemühte sich, erzielte jedoch lediglich den 5:4-Anschlusstreffer in der letzten Sekunde des Spiels.