Pinguine können Abstieg nicht verhindern – Niederlage in Mannheim

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Schluss, aus, vorbei. Die Adler Mannheim sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Klasse zu hoch für die Krefeld Pinguine. Die Niederlage in der SAP Arena Mannheim besiegelt den sportlichen Abstieg der Pinguine. Am Mittwoch unterlag man mit 6:1 und muss somit den harten Weg in Liga 2 gehen.

Die Weiche zum Misserfolg stellte sich bereits in der vierten Minute. Lucas Lessio fädelt beim Forecheck bei Korbinian Holzer ein und bringt den Verteidiger zu Fall. Die darauf folgende Strafzeit nutzte Ruslan Ishakov durch eine starke Einzelaktion aus.

Trotz einiger guter Chancen der Schwarz-Gelben, beispielsweise durch Lucas Lessio in der 13. Minute, wollte der Ausgleich im ersten Drittel nicht fallen. Doch auch die Adler konnten ihre Führung vorerst nicht ausbauen.

Das sollte aber recht zügig im zweiten Drittel der Fall sein. Erneut war es Ishakov, der die von Oleg Shilin abgeprallte Scheibe aufnahm und ins leere Tor schießen konnte. Ausgerechnet Dominik Tiffels kollidierte nach dem ersten Save des Krefelder Schlussmanns mit selbigen und machte dem 21-jährigen Russen das Leben denkbar einfach.

Kurz darauf sorgten die Mannheimer mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Eine tiefgebrachte Scheibe der Adler wurde von Nico Krämmer zurückerobert und vor das Tor gechippt. Shilin im Tor träumte und unterschätzte die Gefahr die von Nigel Daws vor dem Tor ausging. Der Stürmer nutzte diese Unkonzentriertheit und netzte ein.

Hoffnung sollte in der 26. Minute aufkommen. Mike Hoeffel konnte sich über seinen ersten Treffer im Pinguine-Dress freuen. Maciej Rutkowski brachte die Scheibe scharf vor das Tor, wo der Deutsch-Amerikaner seinen Schläger geschickt reinhielt und den Puck ins lange Eck abfälschte.

Es sollte aber nichts mehr werden mit der Aufholjagd. Schon vor Ablauf des zweiten Spielabschnitts stellten die Adler den alten Vorsprung wieder her. Markus Eisenschmied zeigte seine Hand-Augen-Koordination vor dem Tor, als er einen Nachschuss aus der Luft, über den auf dem Hosenboden sitzenden Shilin hinweg im Tor unterbrachte ­– 4:1 Drittelstand.

Im letzten Drittel wollte auch nichts mehr gelingen. Müde und ausgepowert wirkte die Mannschaft und wenn man ehrlich ist, kann man es den Mannen um Igor Zakharkin nicht mal wirklich verübeln. Trotzdem kam nicht mehr viel Gegenwehr. David Wolf erhöhte in der 45. Minute auf 5:1 nachdem er einen ahndungswerten, aber straffrei gebliebenen Crosscheck ausführte. Nicht das einzige Foul, das von den Unparteiischen ohne Konsequenzen für die Adler blieb. Niclas Lucenius musste wenige Minuten vor Spielende nach dem Check gegen sein Knie in die Kabine. Dass das Spiel nicht mehr aus den Fugen geraten ist, lag primär an der Müdigkeit der Pinguine. Tim Wohlgemuth setzte 67 Sekunden vor Spielende den 6:1-Schlusspunkt.

Der Abstieg ist damit auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern. Die letzten beiden Spiele sind als nur noch als Abschiedsspiele aus der Liga zu sehen. Zu hoffen bleibt, dass wir zumindest am Sonntag, zum Abschied unseres langjährigen Stadionsprechers Kristian Peters-Lach beim Rückspiel in der Yayla Arena nochmal alles aus der Mannschaft herausholen können.

 

Strafen

MAN 6

KEV 6

 

Tore

1:0 (02:52) Ishakov (Plachta, Katic)

2:0 (22:06) Ishakov (Elias, Hännikäinen)

3:0 (23:48) Dawes (Krämmer, Holzer)

3:1 (25:11) Hoeffel (Rutkowski, Lewandowski)

4:1 (30:57) Eisenschmied (Larkin, Wohlgemuth)

5:1 (44:08) Wolf (Ishakov, Plachta)

6:1 (58:53) Wohlgemuth (Eisenschmied, Rendulic)