Pinguine kämpfen Meister mit 3:2 n.V. nieder

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Die Krefeld Pinguine siegen in Verlängerung gegen Meister München mit 3:2 n.V..

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben gegen eines der aktuell stärksten Teams der Liga eines unserer besten Spiele der Saison gemacht“, freute sich Brandon Reid nach dem Spiel. Gegen den amtierenden Meister aus München siegten die Pinguine nach einer starken Mannschaftsleistung völlig verdient mit 3:2 nach Verlängerung. Den Siegtreffer erzielte Philipp Bruggisser.

Das Spiel begann ausgeglichen und beide Teams schalteten schnell um, ohne jedoch zu guten Chancen zu kommen. Das änderte sich erstmals in der zehnten Minute, als Chad Costello von der blauen Linie abzog. Danny Aus den Birken konnte nur abklatschen und Jacob Berglund und Daniel Pietta kämpften mit zwei Münchener Verteidigern um den Abpraller, brachten den Puck aber nicht am Torwart vorbei. Nach genau zwölf Minuten dann aber die Führung der Gäste. Konrad Abeltshauser kontrollierte die Scheibe an der blauen Linie, zog ab und Nationalstürmer Yasin Ehliz hielt die Kelle in den Puck und fälschte diesen unhaltbar für Ilja Proskuryakov im Tor der Pinguine ab. Eine Minute später fast die Antwort der Pinguine. Einmal mehr war es Costello, der mit einem tollen Querpass Berglund perfekt bediente. Der Schwede zog sofort ab, doch Aus den Birken war zur Stelle. Berglund kam an den Abpraller und spielte sofort wieder in den Slot, wo es Pietta versuchte, doch wieder hieß der Sieger Aus den Birken. Die nächste Chance zum Ausgleich hatten in der 18. Minute Tim Miller und Philip Riefers bei einem 2-auf-1, doch Millers Querpass sprang dem Eigengewächs über den Schläger. Die Pinguine waren jetzt das gefährlichere Team und hatten in der 20. Minute die nächste gute Gelegenheit, doch wieder war Aus den Birken gegen die erste schwarz-gelbe Reihe obenauf. So ging es mit 0:1 in die Pause.

Das zweite Drittel hatte gerade begonnen, da gab es auch schon wieder eine lange Unterbrechung.Gute fünft Minuten unterbrachen die Schiedsrichter die Partie für einen Videobeweis. Nach einem Schuss aus kurzer Distanz hatte Mathias Trettenes den Puck auf den kurzen Pfosten gebracht, Danny aus den Birken war zwar mit dem Schoner da – aber erst, nachdem der Puck die Linie überquert hatte. Der verdiente Ausgleich in der 23. Minute für die Pinguine.Es blieb wie schon im ersten Drittel eine ausgeglichene Partie. Bei 5-gegen-5 ließen die Pinguine keine nennenswerte Chancen des Meisters zu und auch in Unterzahl wehrte sich Krefeld mit viel Einsatz. Die Strafe gegen Trettenes in der 27. Minute verstrich ohne viel Gefahr. „System und Struktur haben heute gestimmt und wir haben München nur wenige Überzahlmöglichkeiten gegeben. Die Mannschaft hat die wichtigen, kleinen Dinge konsequent richtig gemacht“, lobte Brandon Reid. In der 29. rettete Proskuryakov dann stark gegen Bodnarchuk, der nach zwei schnellen Pässen frei stand. Und in der 30. Minute zeigten dann Pietta, Costello und natürlich Jacob Berglund, warum die drei die momentan gefährlichste Angriffsreihe der DEL sind. Über die rechte Seite brachten Costello und Pietta den Puck ins Münchener Drittel, von der rechten Verteidigerposition schoss Bruggisser und Berglund fälschte unhaltbar ab – die Pinguine führten mit 2:1.Und die Führung gab Auftrieb, Krefeld übernahm komplett das Kommando und setzte den Meister minutenlang unter Druck – was fehlte war der Treffer zum 3:1. Glück hatten die Pinguine, als Seidenberg in der 36. Minute von der blauen Linie den Außenpfosten traf.Kurz vor Drittelende fingen sich beide Mannschaften dann noch jeweils zwei Strafen ein: Berglund und Lefebvre für die Pinguine, auf Münchener Seite mussten Parkes und Seidenberg auf die Strafbank. Tore fielen aber nicht mehr und es ging mit einer durchaus verdienten Pinguine-Führung in die Kabine.

München drückte zu Beginn des Schlussabschnitts gleich aufs Tempo und kam durch einen Fehler von Proskuryakov zum Ausgleich. Aus der Bandenecke brachte Justin Shugg den Puck vors Krefelder Tor, Proskuryakov war einen Moment unaufmerksam und ließ den Puck durch die Schoner zum 2:2 über die Linie rutschen. Die Reaktion auf den Ausgleich war für Brandon Reid ein Zeichen, dass die Mannschaft an sich glaubt, so Brandon Reid: „Der Fehler zum 2:2 hat uns nicht aus dem Konzept gebracht – im Gegenteil. Die Mannschaft hat für Ilya gespielt und ist mit dem Druck gut umgegangen.“Es blieb ein enges Spiel, in dem Krefeld über weite Strecken mindestens gleichwertig war. Während einer Strafe gegen Abeltshauser hatte Saponari die große Chance zur erneuten Führung. Pietta und Costello spielten sich den Puck hinter dem Tor geduldig zu und fanden die Lücke für den Pass auf Saponari – der konnte den Puck aber nicht kontrollieren und so blieb es beim 2:2. In der 50. Minute parierte Proskuryakov einen Schuss von Seidenberg stark mit dem Schoner.Vier Minuten vor Schluss hatten die Pinguine innerhalb weniger Sekunden zwei Chancen zur erneuten Führung. Zunächst versprang Costello der Puck unglücklich nach einem tollen Pass von Pietta in den Slot, Sekunden später verpasste Pietta selbst nur knapp. Das Spiel blieb heiß, 54 Sekunden vor Schluss kassierte Münchens Trevor Parkes zwei Minuten wegen Beinstellens gegen Hanson und das sollte die entscheidende Szene der Partie werden. In der regulären Spielzeit fiel kein Treffer mehr, es ging in die Verlängerung – wegen der Strafe begannen die Pinguine mit Vier gegen Drei. Nach gerade 33 Sekunden vollstreckte Philip Bruggisser per Schlagschuss zum 3:2 und sicherte den Pinguinen zwei wichtige Punkte im Rennen um Platz 10.

Tore

0:1 12. Min. Yasin Ehliz (Abeltshauser, Wolf)

1:1 23. Min. Mathias Trettenes (Bettauer, Hanson)

2:1 30. Min. Jacob Berglund (Bruggisser, Pietta)

2:2 43. Min. Justin Shugg (Voakes, Bodnarchuk)

3:2 61. Min. Philipp Bruggisser (Berglund, Pietta)

Die nächsten Spiele:

Freitag, 22.02.19, 19:30 Uhr: Fishtown Pinguins – Krefeld Pinguine

Sonntag, 24.02.19, 14 Uhr: Krefeld Pinguine – Straubing Tigers