Pinguine in Wolfsburg glücklos und punktlos

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Die Krefeld Pinguine verlieren auch das zweite Spiel der Saison in Wolfsburg mit 6:3 (2:1, 3:1, 1:1). Dabei begann das Spiel eigentlich perfekt für die Pinguine. Leider sorgen eine gehörige Portion Pech und individuelle Fehler auf allen Positionen am Ende dafür, dass wir weiterhin ohne Punkt dastehen.
Jeremy Bracco ließ den KEV bereits früh jubeln. 129 Sekunden waren gespielt da nahm der Neuzugang aus Freeport, New York Maß und erzielte beim 2-auf-1 mit Lucas Lessio den Führungstreffer und sein drittes Saisontor im zweiten Spiel. Unter dem Strich sorgte die Lessio-Lucenius-Bracco-Reihe für die meiste Gefahr im Spiel nach vorne. Die Freude über die Führung hielt jedoch nur etwas unter drei Minuten und wurde durch ein Tor beendet, dass bei gewissen Sportjournalisten aus einer anderen Sportart gut und gerne in die Kategorie „Kacktor des Monats“ gepackt werden würde. Christopher Desousas Schuss aus dem Slot wurde zur Bogenlampe abgefälscht und senkte sich unbemerkt für Belov, der heute den Vorzug im Tor der Pinguine erhielt, im Torraum ab. Trevor Mingoia vor dem Tor versuchte den Puck von der Hallendecke runterzuholen, schaffte dies nach Begutachtung des Videobeweises nicht und der Puck fiel durch die Beine Belovs ins Tor. Kein hoher Stock, ein kurioses Ding und ein böses Vorzeichen für das, was der Mannschaft noch bevorstehen würde. Denn in der 12. Minute legte Grizzly-Kapitän und Liga-Urgestein Sebastian Furchner den Führungstreffer für die Autostädter nach. Die Grizzlys bringen in einer Kontersituation einen Schuss zum Tor, der Puck wird so abgefälscht, dass Belov nur abprallen lassen und einen Rebound entschärfen kann. Furchner durfte den zweiten Rebound im Tor unterbringen und die Pausenführung besiegeln.
Im zweiten Drittel drehte Chris Desousa leider weiter auf. Die Pinguine trotz guter Aktionen nach vorne immer wieder mit individuellen Fehlern im Aufbau und in der Verteidigungszone, die es den Wolfsburgern sehr einfach machten zu guten Torchancen zu kommen. So begann der Torreigen im zweiten Drittel mit einem Zufallsprodukt, welches trotzdem ein ansehnliches Tor produzierte. Mingoia eroberte die Scheibe im Angriffsdrittel und legt rüber auf Desousa, der den Puck als One-Timer nehmen möchte, nicht erwischt und damit Anthony Rech neben dem Tor mustergültig zum 3:1 bediente.
Die schnelle Antwort der Pinguine folgte zwei Minuten später und machte Hoffnung, dass die Pinguine im Spiel bleiben. Auch hier spielte der Zufall eine entscheidende Rolle, wollte der vor dem Tor freistehende Lucas Lessio den Pass von Jeremy Bracco annehmen. Die Scheibe glitt jedoch am Schläger vorbei und wurde nur leicht abgefälscht. Chet Picard rechnete damit nicht und der Puck rutschte am Schlussmann vorbei ins Tor. Die Hoffnung war am Sonntagnachmittag jedoch vergebens. Denn schon im zweiten Drittel legten die Wolfsburger mit den Toren zwei und drei von Chris Desousa den Grundstein für ihren ersten Heim- und Saisonsieg.
Knüppeldick kam es dann im Schlussabschnitt direkt nach 21 Sekunden. Bei eigenem Powerplay gab es erneut einen kuriosen Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie. Ein Stolperer und eine Kollision mit dem Schiedsrichter von Arturs Kulda und Darren Archibald nahm sich die Scheibe zum 1-gegen-1 gegen Jesper Jensen Aabo und Belov. Im letzten Moment zieht der Kanadier die Scheibe aus spitzem Winkel von Rückhand auf Vorhand und bugsiert den Puck in die lange Ecke an Belov vorbei. Das zweite Überzahlgegentor im zweiten Spiel.
Leon Niederberger sorgte mit seinem Tor in der 46. Minute nochmal für einen Lichtblick. Mit einem beachtlichen Schuss genau ins Toreck über die Schulter von Picard, hätten die Pinguine noch Zeit gehabt ins Spiel zurückzukommen. Wolfsburg verwaltete die Führung jedoch souverän und hielt das Ergebnis bis zum Spielende.

Strafen
WOB 12
KEV 6

Tore
0:1 (3.) Bracco (Lessio)
1:1 (6.) Desousa (Mingoia)
2:1 (12.) Furchner (Hungerecker, Fauser)
3:1 (25.) Rech (Desousa, Mingoia)
3:2 (27.) Lessio (Bracco)
4:2 (34.) Desousa (Mingoia)
5:2 (35.) Desousa (PP) (Mingoia, Melchiori)
6:2 (41.) Archibald (SH)
6:3 (46.) Niederberger