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Mit einem 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) n.V. in Schwenningen holten die Krefeld Pinguine einen Punkt, hätten sich aber mit einer guten Leistung und 40 Torschüssen durchaus mehr verdient gehabt.

Nach der Niederlage im Derby gegen die Kölner Haie war es für die Schwarz-Gelben ein durchaus wichtiges Spiel im Schwarzwald, wollten sie den Anschluss an die Top-10 nicht frühzeitig verlieren. Allerdings war die Aufgabe vor 3.563 Zuschauern eine ganz schwere Aufgabe. Immerhin stellen die Wild Wings in dieser Saison ein Team, das zu den defensivstärksten der Liga zählt und voll auf Playoffkurs liegt. Außerdem mussten die Schwarz-Gelben neben den bekannten Ausfällen auch noch auf Topscorer Marcel Müller verzichten, der krank daheim geblieben war. Im Tor begann erneut Dimiti Pätzold, dem in Dustin Strahlmeier einer der besten Goalies der Liga auf Schwenninger Seite gegenüberstand.

Die Pinguine begannen ähnlich wie im ersten Spiel in Schwenningen offensiv und aggressiv, mussten aber in der dritten Minute die erste Strafe hinnehmen. Diese überstanden sie und gingen in der Folge wieder zur Offensive über. Durchaus etwas überraschend stand Strahlmeier mehr im Blickpunkt, als sein Krefelder Widerpart. Die Gastgeber aber waren im Konter stets gefährlich und brachten die Scheibe aus allen Lagen auf das Tor. Die zweite Strafzeit der Pinguine gab es in der 13. Minute und es war wie so oft gegen Krefeld Schwenningens Topscorer Will Acton, der vom linken Bullypunkt aus Sicht von Pätzold einen perfekten Handgelenkschuss genau neben den Pfosten in die Maschen setzte. Die erste eigene Überzahl hatten die Gäste dann ab der 14. Minute. Sofort kamen sie in die Aufstellung und hatten gute Gelegenheiten. Daniel Pietta, Martin Schymainski und Christoph Gawlik scheiterten ebenso, wie Justin Feser, Adrian Gygiel und erneut Gawlik. So blieb es beim 0:1 aus Gästesicht. Und weiter blieben die Pinguine dran und zweimal Pietta hatte beste Gelegenheiten, doch Strahlmeier hielt stark. Die beste Chance des kompletten Spiels hatte in der 19. Minute Maxi Faber, der, von Dragan Umicevic perfekt freigespielt, allein vor Strahlmeier stand, aber scheiterte. So blieb es nach 20 Minuten beim 1:0 für Schwenningen.

Der zweite Abschnitt sah Pinguine, die weiterhin aggressiv im Zweikampf agierten und viele Scheiben aufs Tor brachten. In der 29. Minute kamen sie dann auch brandgefährlich vor das Tor. Markus Nordlund fuhr um dieses herum und legte in die Mitte, wo Diego Hofland aus kurzer Distanz abzog und Strahlmeier zu seinem ersten DEL-Tor für die Seidenstädter keine Chance ließ. Auch in der Folge waren die Gäste das gefährlichere Team und kontrollierten die Scheibe über weite Strecken sehr sicher. In der 35. Minute bekamen sie ihr zweites Powerplay. Dieses aber konnten sie nicht nutzen, obschon sie erneut gut in die Aufstellung kamen. Und so ging es in einem von Pinguine-Seite stark geführten Spiel mit 1:1 in die zweite Pause.

Der letzte Abschnitt sah Wild Wings, die vom Start weg aggressiver und offensiver agierten und Pätzold mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rückten. Nach einigen Minuten befreiten sich die Schwarz-Gelben aber wieder und verlegten das Geschehen wieder weiter vom eigenen Tor weg. Ganz klare Chancen waren in dieser Phase auf beiden Seiten Mangelware, da beide Abwehrreihen sehr konzentriert zu Werke gingen. In der 50. Minute bekamen die Gäste ihre dritte Unterzahl. Die Wild Wings machten zwar Druck, doch die Defensive der Pinguine hielt. In der 56. Minute setzte sich Martin Ness hervorragend durch und legte quer auf Tim Miller, der am langen Eck die Scheibe knapp verfehlte. Wenig später verpassten die Schwarz-Gelben bei einem Gewühl vor dem Tor, mussten dann aber gut zwei Minuten vor Schluss die nächste Strafzeit hinnehmen. In dieser aber eroberte Nordlund die Scheibe und hatte einen Alleingang. Er verlud Strahlmeier, doch die Scheibe stand auf und sprang ihm über den Schläger. Kurz darauf waren es Mathias Trettenes und erneut Nordlund, die jeweils bei Kontern knapp am langen Eck vorbei schossen. So blieb es nach 60 Minuten beim 1:1.

Damit musste die Overtime die Entscheidung bringen und in dieser dauerte es nur Sekunden, bis Acton den Pass auf Istvan Bartalis spielte, der allein durch ging und Pätzold mit einem Schlagschuss aus kurzer Distanz keine Chance ließ. So mussten die Schwarz-Gelben mit einem Punkt die Heimreise antreten.

Am Freitag geht es nun gleich zum nächsten Derby zur DEG. Dort wollen die Pinguine natürlich die Punkte mitnehmen.

Tore:

1:0 14. Acton (Danner, Hult) PP

1:1 29. Hoflannd (Nordlund, Pietta)

2:1 61. Bartalis (Acton, Kauomaa)

Strafen:

Schwenningen: 6

Krefeld: 12

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