Pinguine gewinnen nach hartem Kampf in der Verlängerung

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Die Krefeld Pinguine konnten ihr Spiel in Wolfsburg mit 2:1 nach Verlängerung gewinnen. Das entscheidende Tor schoss an alter Wirkungsstelle Lucas Lessio. Trotz der geschlossenen Mannschaftsleistung sind wir auf einen Sieg der DEG bei ihrem Spiel gegen Bremerhaven angewiesen, wenn wir noch die Endrunde des MagentaSport Cups erreichen wollen.
Doch alles der Reihe nach.

Das erste Drittel verlief relativ ereignislos. Beide Mannschaften hatten zwar ungefähr gleiche Scheiben-Anteile, Wolfsburg aufgrund der zwei Hinausstellungen gegen die Pinguine jedoch mehr Torschüsse. Die erste Strafe des Spiels zog in der dritten Spielminute ausgerechnet Alex Blank, der nach seinen DEL-Einsätzen in Iserlohn letzte Saison, in Wolfsburg sein Profi-Debut im Dress der Pinguine gab. Zur Freude der Trainer Mihails Svarinskis und Boris Blank machten die Unterzahl-Reihen sehr gute Arbeit und verhinderten größere Chancen der Wolfsburger. Auch die zweite Strafe des ersten Drittels durch Leon Niederberger in der 18. Minute blieb ungestraft. Die nennenswerteste Chance der Pinguine gab es, im von beiden Teams diszipliniert defensiv geführten ersten Drittel, in der 13. Spielminute als Josh Brook in aussichtsreicher Schuss-Position ausgerechnet von seinem Mitspieler Laurin Braun geblockt wurde.

Für das zweite Drittel wurden die Karten dann offenbar nochmal gemischt. Leider mit dem gefühlt besseren Ergebnis für die Grizzlys, die sich besonders in der Anfangsphase des Drittels in der Verteidigungszone der Schwarz-Gelben festsetzen konnten und mit gefährlichen Schüssen immer wieder Jonas Johansson im Trikot der Pinguine testeten. Als dann in der 27. Minute auch noch Tom-Eric Bappert wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, rechnete man bei den Pinguinen vermutlich schon mit dem Schlimmsten.
Doch ausgerechnet dieses Unterzahlspiel konnte der KEV in Person von Laurin Braun nutzen, um in der 28. Minute in Führung zu gehen. Niklas Postel eroberte in der neutralen Zone die Scheibe vom Wolfsburger Anthony Rech, schaltete blitzschnell um und schickte Braun zum Alleingang gegen Grizzly-Schlussmann Dustin Strahlmeier. Zwei Sekunden war der Puck, dank eines trockenen Schusses auf der Stockhandseite im Tor eingeschlagen.
Im Anschluss an das Tor fanden unsere Jungs wieder besser ins Spiel. Tore wollten aber im zweiten Drittel keine mehr fallen. Leon Niederberger wurde in der 38. Minute zwar mustergültig von Ryan Fitzgerald bedient, war aber offensichtlich selbst sehr überrascht, dass der Pass zu ihm durchrutschte und schob das Spielgerät knapp am Tor vorbei. Auch Daniil Valitov konnte den Puck mit der Schlusssirene des Mittelabschnitts nicht an Strahlmeier vorbeibringen als er im Slot frei auftauchte. Somit ging man mit der ein-Tore-Führung in die Kabine.

Das letzte Drittel sah zu Beginn aus wie eine Kopie des zweiten. Mehr Scheibenbesitz und Torchancen für die Grizzlys, aber eine kompakte Defensive und ein sehr gut aufgelegter Jonhansson konnten den Ausgleich lange Zeit verhindern. Leider hielt das Bollwerk nur bis zur 48. Spielminute.
Nach Vorarbeit von Jeff Likens und einem Schlag-Pass von Fabio Pfohl stand plötzlich Bären-Kapitän Spencer Machacek frei vor dem Gehäuse und konnte den Puck im zweiten Versuch an Johansson vorbeibringen.
Beflügelt von dem Ausgleichstreffer dauerte es noch ein paar Minuten, bis die Drangphase der Wolfsburger abebbte und der KEV wieder besser ins Spiel kam. Kurz vor Ende des Spiels dann nochmal eine Schrecksekunde: Ivan Petrakov verfolgte einen Grizzly-Spieler hinter dem Tor, der plötzlich stoppte. Petrakov der zu diesem Zeitpunkt schon zum Check ansetzte stieß seinen Gegenspieler in die Bande. Die daraus resultierende Strafzeit wegen Bandenchecks setzte das Special-Team nochmals auf den Prüfstand. Nicht nur konnten unsere Jungs einen Gegentreffer verhindern, sie sorgten sogar noch für eine Strafzeit der Gastgeber. Der Routinier Mathis Olimb behinderte nach einem Bully Laurin Braun und musste daher auf die Strafbank. Das daraus resultierende Powerplay nahmen die Pinguine mit in die Verlängerung, denn nach 60 Minuten gab es noch keinen Sieger.

Dort dauerte es dann lediglich 99 Sekunden, ehe sich Lucas Lessio zum Matchwinner kürte. Über Josh Brook und Mirko Sacher gelangte die Scheibe zum Kanadier, der beim 2-gegen-1 zwar den Pass suchte, aber die Lücke auf der Stockhandseite Strahlmeiers und damit die Entscheidung fand.