Pinguine gewinnen nach Energieleistung in Straubing

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Die Krefeld Pinguine gehen mit einem Erfolg in die Weihnachtswoche. Bei Playoffkontrahent Straubing Tigers siegte das Team Ende mit 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Die Partie wurde, aufgrund der hohen Corona-Zahlen in Bayern, ohne Zuschauer ausgetragen. Die Pinguine konnten in Straubing entgegen einiger Meldungen wieder auf Topgoalie Oleg Shilin setzen. Der Deutsch-Russe war nach seinem Ausfall gegen die Eisbären wieder fit. So konnten auch die restlichen Transferkartenspieler bis auf den weiterhin angeschlagenen Patrik Hersley wieder mitspielen. Dadurch konnte das Team inklusive Toptalent Luca Hauf, der viel Eiszeit bekam, auf vier volle Reihen und sieben Verteidiger bauen. Im Tor der Tigers stand, wie schon in Krefeld, Tomi Karhunen.

Der erste Durchgang ah Pinguine, die zunächst vergleichsweise offensiv agierten, sich dann aber, wie aus Auswärtsspielen gewohnt, mehr und mehr zurückzogen. Einmal mehr machten sie die neutrale Zone und die eigene Blaue Linie sehr gut zu, um selbst auf Konter zu lauern. Die aber gab es in den ersten 20 Minuten kaum. Doch auch defensiv stand das Team extrem stabil und sattelfest und  ließ kaum nennenswerte Aktionen des besten Heimteams der Liga mit einem Punkteschnitt von mehr als zwei Zählern pro Partie auf eigenem Eis, zu. So lief die Uhr in einer intensiven aber vergleichsweise ereignisarmen Partie, der streckenweise anzumerken war, dass die Energie der Zuschauer fehlte, die die Teams normalerweise nach vorn treiben, stetig herunter und es stand nach 20 Minuten 1:1 unentschieden.

Der zweite Durchgang sah dann Tigers, die aggressiver agierten und in der 23. Minute Pech hatten, als Mike Connolly nur den Pfosten traf. Wenig später war Shilin stark zur Stelle. Doch in der 25. Minute dann die erste Überzahl der Partie und die gab es für die Pinguine. Schnell kamen die weiß gekleideten Gäste in die Aufstellung, ließen die Scheibe laufen und die kam zu Robert Sabolic, der sofort abzog und aus spitzem Winkel ins kurze Eck zur Krefelder Führung einschoss. Nur eine Minute später liefen Leon Niederberger und Laurin Braun ein Zwei-auf-Eins-Break, der Querpass aber sprang dem Kapitän übe die Kelle. In der 28. dann die nächste Topchance, doch Alex Bergström konnte einen Querpass nur mit langer Kelle kontrollieren und kam so zu dicht an Karhunen heran, so dass der Finne den Versuch des Schweden abwehrte. Im Gegenzug dann die erste Unterzahl für Schwarz-Gelb. Diese wurde nur 40 Sekunden später zu einem 3 gegen 5 und in dem ließen die Tigers die Scheibe schnell lauen. So kam sie zu Jason Akeson, der zog ab und traf durch die Beine von Shilin zum Ausgleich. Weiter blieben die Tigers in Überzahl und nur Sekunden später kam der Puck zu Travis St. Denis und der setzte das Spielgerät in den Winkel zum 2:1 für die Hausherren. Die Pinguine bekamen gut eine Minute später die nächste eigene Überzahl. Diese aber brachte keine Gelegenheiten, sondern das Break für die Tigers, bei dem Shilin aber parierte. Die Pinguine aber kontrollierten jetzt über weite Strecken gut die Scheibe, kamen aber nicht gefährlich zum Abschluss. Kurz vor der Pause dann die nächste Überzahl. Diesmal gab es durchaus Chancen. Speziell ein Schuss von Jesper Jensen-Aabo brachte Gefahr. Karhunen konnte den Schlagschuss nicht festhalten und so touchierte dieser noch den Pfosten.  Dennoch blieb es nach 40 Minuten beim 1:2 aus Gästesicht.

Die Pinguine kamen gut aus der Pause und hatten gleich einige gute Chancen, doch gleich drei Angreifer der Gäste fanden ihre Meister in Karhunen. Doch dann übernahm Torjäger Lucas Lessio die Verantwortung, tankte sich durch und mit etwas Glück rutschte der Puck unter dem Finnen hindurch zum durchaus nicht unverdienten Ausgleich über die Linie (44.). Die Pinguine waren jetzt in einem ausgeglichenen Spiel das etwas bessere Team mit etwas mehr Scheibenkontrolle. Doch die Tigers waren eiskalt. In der 50. Minute kam bei einem eigentlich unschuldig aussehenden Angriff die Scheibe in die Mitte, wo plötzlich Chasen Balisy freistand und zum 3:2 für die Gastgeber einschoss. Die Pinguine drängten auf den erneuten Ausgleich, doch Straubing hielt stark dagegen. Die Tigers konterten und kamen in der 54. durch Connolly und Akeson zur nächsten Gelegenheit, doch Letztgenannter lenkte das Hartgummi an den Pfosten. Zwei Minuten vor dem Ende dann die große Chance zum Ausgleich. Sabolic bekam den Pass im hohen Slot und kam per Rückhand zum Schuss,  doch der Puck strich Zentimeter am Tor vorbei. 37 Sekunden vor Ende ging Shilin vom Eis und das brachte Erfolg! In einer schnell Kombination über Bergström und Alex Weiß kam der Puck zu Anton Berlyov, der zog direkt ab und traf zum insgesamt verdienten Ausgleich 18 Sekunden vor dem Ende.

So ging es in die Overtime. In dieser zog Sabolic mit Autorität vor das Tor und wurde gehakt, so dass es die Überzahl für Krefeld gab. Igor Zakharkin nahm seine Auszeit und stellte sein Team auf die entscheidende Situation ein. Die Pinguine kontrollierten den Puck gut und die erste Topchance hatte Jeremy Bracco, der gleich zwei Verteidiger aussteigen ließ, doch Karhunen hielt seinen Versuch. Sekunden später scheiterte Braun am Pfosten, dann schlug Berlyov am langen Eck über die Scheibe. So blieb die Überzahl ohne Torerfolg. Weiter hatten die Pinguine Chance, doch ein Direktschuss von Lessio traf nur einen Straubinger Schläger. So ging es in den finalen Showdown: das Penaltyschießen.

Die Tigers begannen mit St. Denis, doch Shilin hielt. Für die Pinguine begann Sabolic und der verwandelte sehenswert mit einem Vorhand-Rückhand-Move und einem Schuss aus spitzem Winkel in die Maschen. Doch Akeson antwortete trocken zum Ausgleich für die Tigers. Bracco aber legte nach und zeigte eine Traumbewegung, mit der er Karhunen überhaupt keine Chance ließ und locker einschob. Shilin wehrte den letzten Straubinger Versuch von Taylor Leier ab und so ging der Zusatzpunkt mit an den Niederrhein.

Damit holten die Pinguine zwar nicht die drei Punkte gegen die Tigers, die diese vor einer Woche in Krefeld geholt hatten,  zurück, feierten aber den ersten Sieg gegen die Niederbayern nach zuvor neun Niederlagen in Folge. Das Team bleibt nun in Bayern und tritt am Donnerstag gegen die Augsburger Panther an.

 

Strafen:
Straubing: 8

Krefeld: 4

 

Tore:

0:1 26. Sabolic (Jensen-Aabo, Bracco) PP

1:1 30. Akeson (Manning, Connolly) PP2

2:1 30. St. Denis (Akeson, Connolly) PP

2:2 44. Lessio (Bracco, Kulda)

3:2 50. Balisy (Leier, Mulock)

3:3 60. Berlyov (Weiß, Bergström) 6-5

3:4 65. Bracco GWPS