Pinguine feiern überzeugenden Derbysieg

Kategorien
News

Mit einem 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)-Auswärtssieg im Derby bei der DEG feierten die Pinguine einen versöhnlichen Erfolg im letzten Auswärtsspiel der Saison. Die Pinguine mussten vor 11.613 Zuschauern in der Landeshauptstadt einige Ausfälle hinnehmen. Die wichtigste Personalie: Liga-Toptorjäger Jacob Berglund musste wegen Grippe passen. Dafür gab der 18 Jahre alte Edwin Schitz sein DEL-Debüt.

Die Partie begann mit etwa zehnminütiger Verzögerung, da unmittelbar nach dem Auftaktbully große Mengen Konfettis vom Eis gesammelt werden und die Eismaschine noch einmal einen Teil neu bereiten musste. Doch als die Scheibe lief waren die Pinguine gleich voll da und erspielte sich Chancen, die in der dritten Minute zum Erfolg führten. Chad Costello legte auf Kapitän Phillip Bruggisser und er zog sofort per Schlagschuss ab und nagelte das Hartgummi regelrecht ins kurze Eck. In der elften Minute dann gut eine halbe Minute doppelte Überzahl für die Gäste, doch die brachte keinen weiteren Torerfolg. Die ganz große Doppelchance gab es dann aber, als die zweite Strafe gerade ablief, doch Mathias Niederberger im DEG-Tor rettete überragend gegen Daniel Pietta und den unmittelbar folgenden Costello-Nachschuss. Weiterhin aber spielte nur Krefeld und in der 17. Minute arbeiteten die Schwarz-Gelben die Scheibe vor das Tor der Gastgeber. Dort kam Travis Ewanyk an den Puck und setzte ihn zum 2:0 in die Maschen. Eine Minute später war dann Jaedon Descheneau für die Hausherren durch. Pätzold hielt und der DEG-Angreifer und Garrett Nooanan rutschten in den Keeper und drückte ihn mit der Scheibe ins Tor. Die Schiedsrichter entschieden nach Videostudium auf kein Tor. So ging es mit einem hochverdienten 2:0 für Krefeld in die erste Pause.

Auch der zweite Durchgang begann gleich mit zwei guten Gelegenheiten für die Pinguine, die in der Folge eine erste Unterzahl sicher überstanden. Auch je ein weiteres Überzahlspiel beider Teams blieb ohne Tor. Insgesamt wurde die DEG jetzt aber besser und verstand es, sich häufiger im Gästedrittel festzusetzen. Dimitri Pätzold rückte jetzt mehr in den Blickpunkt. Gerade in einem dritten Düsseldorfer Überzahlspiel musste der Schlussmann der Pinguine mehrfach in höchster Not klären. Doch als die DEG in der 38. Minute zum vierten Mal mit einem Spieler mehr auf dem Eis waren, war der Ex-Nationaltorwart machtlos. Alexander Barta zog von der blauen Linie ab und das Spielgerät schlug genau im Winkel ein. So stand es nach 40 gespielten Minuten 2:1 für die Gäste aus der Seidenstadt.

Der Schlussdurchgang zeigte gleich Pinguine, die zeigten, dass sie keineswegs gewillt waren, das Spiel aus der Hand zu geben. Costello und Greger Hanson zwangen Niederberger zu guten Paraden. Es war jetzt ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei beide Abwehrreihen keine ganz klaren Abschlüsse zuließen. Die Pinguine allerdings leisteten sich jetzt verstärkt unnötige Strafen und ließen so das zweitbeste Überzahlspiel der Liga viel zu oft auf das Eis. Sie überstanden die gefährlichen Situationen jedoch und hielten stark dagegen. Die DEG drängte, doch die Schwarz-Gelben kämpften und standen enorm stabil in der Abwehr, verstanden es aber nicht, ihre Konter konsequent zu nutzen. Speziell zwei drei-auf-eins-Situationen wurden zu leichtfertig verspielt. Keine zwei Minuten vor dem Ende setzte Costello den Puck nach tollem Anspiel knapp über das weitgehend offene Tor. So lief die Zeit immer weiter herunter und 1:18 Minuten vor dem Ende ging Niederberger vom Eis. Die Hausherren setzten alles auf eine Karte, doch die Schwarz-Gelbe Verteidigung stand bombensicher und ließ nichts mehr zu. So brachten sie den knappen aber verdienten Derby-Erfolg über die Zeit.

Damit feierten die Pinguine den ersten Auswärts-Dreier seit Oktober und siegten zum dritten Mal in dieser Saison im Straßenbahnderby gegen die Landeshauptstädter. Da zeitgleich Wolfsburg in Straubing verlor sprangen die Schwarz-Gelben wieder auf Rang elf und können diesen schon mit einem Punkt zu Hause gegen Augsburg am Sonntag (14 Uhr, Yayla Arena) aus eigener Kraft sichern.

Tore:

0:1 3. Bruggisser (Costello, Pietta)

0:2 17. Ewanyk (Hanson, Schymainski)

1:2 38. Barta (Descheneau, McKiernan) PP

Strafen:

Düsseldorf: 8

Krefeld: 12