Pinguine feiern tollen 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)-Sieg bei Top-Favorit Köln

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Die heutige Partie der Pinguine bei den Kölner Haien sah Schwarz-Gelbe, die wohl lange nicht mehr so deutlicher Außenseiter waren. Das lag nicht in erster Linie an der Tabellenkonstellation, dass der 11. zum Dritten fuhr, sondern an der Personalsituation.

Denn in Pietta (Sperre), Umicevic, Kretschmann, Mieszkowski und Supis (alle verletzt) fielen ganz wichtige Spieler aus. Dafür gaben Finn Walkowiak und DNL-Akteur Phillip Kuhnekath ihre DEL-Debüts. Vor 8.596 Zuschauern in der Lanxess-Arena begann bei den Pinguinen Patrick Galbraith. Sein Widerpart war erwartungsgemäß Gustaf Wesslau.
Die Pinguine begannen aber trotz der personellen Engpässe aggressiv und hatten in der 2. Minute die erste gute Chance durch Hauner, der aber an Wesslau scheiterte. Danach aber übernahmen die Haie das Kommando, ohne, dass aber klare Chancen dabei heraussprangen. Die Pinguine standen sicher in der eigenen Zone und setzten auf Konter. Eine erste Unterzahl überstanden sie sicher und hatten in der 14. die ganz große Chance durch Müller per Alleingang, doch erneut hielt Wesslau stark. Als kurz vor der Pause auch Galbraith gegen Jones die Oberhand behielt, ging es mit 0:0 ins zweite Drittel.
Dieses begann dann denkbar unglücklich, denn gleich nach 37 Sekunden traf Ex-Pinguin Hager zum 1:0 für die Haie. Die Gäste aber blieben dran und hatten wenig späte die erste Überzahl. Und die nutzten sie! Mancari fälschte einen Schuss von Rosa unhaltbar zum Ausgleich ab. Plötzlich waren die Gäste sogar das etwas bessere Team und hatten speziell in zwei weiteren Powerplays gute Gelegenheiten, konnten aber zunächst Wesslau nicht überwinden. Doch in der 39. Minute zeigte Hambly tolle Übersicht und spielte von hinter dem eigenen Tor einen überragenden Pass auf Collins, der allein durch ging und Wesslau mit einem platzierten Schlagschuss vom Bullykreis keine Chance ließ. Keine Minute später setzte sich Vasiljevs durch und bediente perfekt Koziol, der per Direktschuss zum 3:1 einschoss. So ging es, wie schon in München, mit einer 2-Tore-Führung in die letzten 20 Minuten.
Die Pinguine spielten jetzt mit sichtlich Selbstvertrauen und blieben weiter aktiv. Und in der 43. Minute zappelte die Scheibe schon wieder im Netz! Müller spielte hart vor das Tor und traf dort seinen Kölner Namensvetter Moritz am Schlittschuh, von wo der Puck in die Maschen ging! Die Seidenstädter blieben weiter dran und hatten zweimal durch Hauner sogar noch weitere Gelegenheiten. Wer geglaubt hatte, der Meisterschaftsfavorit brenne jetzt ein Feuerwerk ab, der sah sich getäuscht. Die Haie wirkten konsterniert und die Schwarz-Gelben agierten ganz konzentriert und diszipliniert in der eigenen Zone. In den letzten fünf Minuten drängten die Haie dann doch noch einmal, wenn auch ohne den letzten Esprit, auf den Anschluss, doch die starken Pinguine ließen keine klaren Abschlüsse mehr zu und fuhren den absolut verdienten Sieg letztlich souverän nach Hause.
Es war nach dem über weite Strecken hervorragenden Auftritt in München das zweite starke Spiel der Schwarz-Gelben gegen die beiden Topteams der Liga. Diesen Schwung und das Selbstvertrauen des Sieges wollen sie jetzt mitnehmen, um in den kommenden drei Heimspielen gegen Bremerhaven (Freitag), Schwenningen (Sonntag) und Straubing (kommenden Freitag) nehmen und hier auch die Heimbilanz deutlich aufpolieren.

Tore:
1:0 21. Hager (Gogulla, Lalonde)
1:1 24. Mancari (Rosa, Müller) PP
1:2 39. Collins (Hambly; Rosa)
1:3 39. Koziol (Vasiljevs, Müller)
1:4 43. Müller (Schymainski)

Strafen:
Köln: 10+10 Lalonde
Krefeld: 4